Seit nunmehr 3 Jahren, seit der u. a. auch durch das Verhalten Israels miterzwungenen Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen 2007, hält Israel eine menschenunwürdige, völkerrechswidrige Blockade der Land- und Seewege zu dem kleinen Landstrich am Mittelmeer aufrecht, in dem seither auf etwa 360 km² – das ist etwas mehr als die Fläche Dresdens (330 km²) – mehr als 2 Millionen Menschen unter zusehends schlechter werdenden Bedingungen vor sich hinvegetieren. Dass die Lage mehr als ernst ist, darauf machen immer wieder humanitäre Organisationen wie Amnesty International aufmerksam.
Seit dem verheerenden Gaza-Krieg Israels zum Jahreswechsel 2008/09, bei dem binnen dreier Wochen etwa 1500 Menschen im Gaza-Streifen getötet und Tausende verletzt worden waren, ist die zivile Infrastruktur zu weiten Teilen zerstört. Krankenhäuser, Schulen und Kliniken zu großen Teilen unbenutzbar – der Grund: Israel lässt infolge der Blockade so gut wie kein Baumaterial oder medizinische Güter in die Region.
Schnittblumen und Erdbeeren statt Brot und Medikamente
Auch die Einfuhr von Lebensmitteln wurde im Jahr 2009 nochmals drastisch eingeschränkt, was die Lage noch weiter verschärfte. Auch Hilfsorganisationen sehen sich immer wieder außerstande, dieses Embargo zu durchbrechen. Ab Dezember 2009 ließ Israel über Wochen nur einige Lastwagen mit Erdbeeren und Schnittblumen aus dem Gaza-Streifen heraus, alles andere wurde abgeblockt. Herein kam hingegen kaum etwas. Auch in der Folgezeit erreichten nur selten Hilfslieferungen das abgeriegelte Gebiet – immer abhängig von israelischer Einwilligung.
Israel begründet dieses Vorgehen mit “fortgesetzten Angriffen palästinensischer Gruppen auf israelisches Gebiet”. Gemeint sind hier die unkoordinierten Raketenangriffe von bewaffneten palästinensischen Militanten auf grenznahe israelische Wohnorte – ein wahrlich verzweifelter und ebenso wenig hilfreicher Versuch der Gegenwehr gegen eine schleichende Vernichtung. Ohne diese verharmlosen zu wollen, muss dazugesagt werden, dass 99 von 100 dieser Raketenangriffe im Nichts enden bzw. höchstens Gebäudeschaden verursachen. In den vergangenen 7 Jahren starben im Durchschnitt 2 Israelis pro Jahr bei diesen Angriffen.
Amnesty International spricht vor diesen Verhältnissen von “kollektiver Bestrafung” der gesamten Bevölkerung eines ganzen Landstriches für die Taten weniger und weist darauf hin, dass dies nach dem Völkerrecht verboten ist.
Mit einer Bevölkerungsdichte von mehr als 4000 Einwohnern/Km² konkurriert das Gebiet mit Großtstädten wie München oder Berlin. Nun stelle man sich vor, Berlin wäre über Jahre von der Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten oder Finanzleistungen abgeschnitten, seine Betriebe von Material- und Rohstofflieferungen sowie von der Möglichkeit, hergestellte Waren auszuführen und Gewinn zu erwirtschaften. Was das bedeutet, konnte die Stadt 1947/48 während der Blockade durch die Sowjets am eigenen Leibe erfahren – nur eine Luftbrücke der Alliierten bewahrte die Bewohner seinerzeit vor dem Allerschlimmsten.
“Rosinen-Flotte” für Gaza
Eine solche Brücke wollten Ende Mai nun Hilfsorganisationen und Friedensaktivisten aus aller Welt unter dem Dachverband “Free Gaza” über den Seeweg in den Gazastreifen bauen. “Free Gaza” ist ein internationaler Aktivistenverband mit Kontaktstellen u. a. in Deutschland, Irland, Griechenland und Schweden. Gemeinsam hatte man sich das Ziel gestellt, eine Flotte mit Hilfsgütern für den Gazastreifen – vorrangig Medikamente, Lebensmittel sowie Baumaterial – zusammenzustellen und die von Israel verhängte völkerrechtswidrige Seeblockade zu durchbrechen. Auch die israelische Friedensorganisation “Gush Shalom” steuerte ihren Beitrag zum Gelingen der Aktion bei, indem sie von Israel aus öffentlichen Druck auf die israelische Regierung ausübte:
Die Bewohner des Gazastreifens haben wie die Bürger Israels und die anderer Länder das Recht, direkte Kontakte mit der Außenwelt zu haben, ihr Land zu verlassen und zurückzukehren, ihre Wirtschaft zu entwickeln, Waren, die sie benötigen zu importieren und eigene Produkte jedem, der sie haben will, zu exportieren – ohne Israel, Ägypten oder ein anderes Land um Erlaubnis zu bitten.
Trotz massiver Drohungen und Ankündigungen seitens der israelischen Regierung im Vorfeld, den Hilfskonvoi nicht passieren lassen und Hilfe für Gaza aktiv verhindern zu wollen, startete die Hilfsflotte am 25. Mai von griechischen Gewässern aus. An Bord unter anderem der schwedische Schriftsteller Henning Mankell sowie zahlreiche europäische Politiker – mindestens auch 2 Bundestagsabgeordnete, unter ihnen die Linke Annette Groth.
Die israelische Regierung hatte unterdessen Vorbereitungen getroffen, Hunderte Aktivisten festzunehmen und in der israelischen Hafenstadt Ashdod zu inhaftieren.
Der lange Arm der zionistischen Lobby
Auch die deutsche Friedensinitiative “Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost” unter Führung des Autors und Psychologen Rolf Verleger beteiligte sich am Aufbau internationalen Drucks.
Verleger hatte die israelische Regierung bereits im März informiert, dass die “Jüdische Stimme” im Rahmen der Hilfsaktion ein eigenes Boot schicken würde, das vorrangig Geschenke für palästinensische Kinder bringen sollte sowie Schultaschen, die von deutschen Schulkindern mit dem Nötigsten gefüllt worden waren.
Auf Verlegers Boot reisten zudem Bundestagsabgeordnete sowie Vertreter der Medien.
Bis 2009 war Rolf Verleger Direktoriumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland, wurde jedoch nach seiner Kritik am Libanon-Feldzug Israels 2006 vom ZdJ stark kritisiert und anschließend aus seinen Ämtern der Jüdischen Gemeinde in Schleswig Holstein gedrängt. Im Juni 2009 verlor er schließlich aufgrund seiner Israel-kritischen Haltung auch sein Direktoriumsmandat im Zentralrat der Juden in Deutschland:
Die Leute sehen nicht das große Unrecht, das Israel den Palästinensern seit mehr als 60 Jahren antut.
Ausschlaggebend dafür war der Umstand, dass Verleger im Mai 2009 einen Vortrag auf einem Teffen der Muslimischen Jugend Deutschlands hielt.
Unter Charlotte Knobloch habe der Zentralrat laut Verleger eine “Abschottungs-Mentalität” gegenüber anderen Minderheiten als Folge unbedingter Unterstützung der israelischen Politik erfahren.
Im Zuge der Vorbereitung der Hilfsaktion fanden sich zudem auch in deutschen Medien Äußerungen prozionistischer Akteure, die u. a. “Free Gaza” als vom Iran instruierte “Propaganda auf hoher See” in Misskredit zu bringen suchten, die nur eines zum Ziel hätte: die israelische Politik in Verruf zu bringen (als ob es dazu noch spezielle Maßnahmen von außen bräuchte). So konstatierte der britisch-jüdische Verleger und ehemalige Politikberater in israelischen Diensten, Lord George Weidenfeld, in der Welt:
Eine groß angelegte Propagandaaktion gegen Israel im Namen der Menschenrechte. Die Organisatoren erwarten offenbar, dass die israelischen Behörden die “Liebesgaben” des Propagandaschiffes aus Sicherheitsgründen nicht ins Land lassen. So könnte man dann der Welt beweisen, dass die Menschen in Gaza vollständig abgeriegelt seien und es schärfste Sanktionen gegen Israel bräuchte. Die Drahtzieher der Kampagne stehen in Kontakt mit dem Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen, zu dem übrigens auch das Gaddafi-Regime in Libyen gehört. … Die Gaza-Propaganda gegen Israel ist die bisher gefährlichste, aber auch skrupelloseste. Sie gemahnt an Joseph Goebbels’ Maxime, wonach je größer die Lüge, desto stärker der propagandistische Effekt ist.
Angesichts solch haarsträubender propagandistischer Umstrickungen der realen Verhältnisse kann man sich eigentlich nur noch entsetzt die Haare raufen: Es ist Israel, das Völkerrecht bricht und Menschen seit Jahren ihrer Bewegungsfreiheit sowie des zum Überleben Notwendigsten beraubt – hier braucht es keine Propaganda, um die Unerträglichkeit dieses Verbrechens herauszustellen, hier genügt ein Blick auf die Tatsachen.
Überfall in bester Piratenmanier
In der Nacht auf den 31. Mai schließlich erreichte die Gaza-Hilfe die internationalen Gewässer vor dem Gaza-Streifen. Nach Angaben von Passagieren sowie Medienberichten enterten israelische Militärs in bester Piratenmanier im Schutze der Dunkelheit der Nacht die Schiffe der Hilfsflotte. Einsatzkräfte hätten sich von Helikoptern auf die Schiffe abgeseilt und gegen die schockierten Passagiere und Besatzungsmitglieder das Feuer eröffnet, nachdem die Flotte auf die Aufforderung der israelischen Marine hin, zu stoppen, ihre Fahrt verlangsamt hatte, um Konfrontationen zu vermeiden. Entgegen der Behauptungen der israelischen Offiziellen, man habe das Feuer erst eröffnet nachdem Aktivisten die Militärs mit Messern und scharfer Munition angegriffen hätten, verlautbaren Zeugenaussagen der noch sichtlich unter Schock stehenden Aktivisten das Gegenteil. Demnach wurde sofort das Feuer auf unbewaffnete Zivilisten eröffnet, wobei nach neusten Angaben mindestens 10-15 Hilfsaktivisten zu Tode kamen und Dutzende Menschen verletzt wurden, unter anderem auch 4 israelische Soldaten.
Über die Identität der Opfer und den Verbleib der deutschen Aktivisten, die auf den Schiffen unterwegs waren, gibt es derzeit noch keine Angaben. Die 6 Schiffe der Hilfsflotte wurden indes in die israelische Hafenstadt Haifa verschleppt. Derweil hat die EU das Vorgehen Israels scharf verurteilt und eine Untersuchung der Vorkommnisse gefordert. Die EU-Außenbeauftragte Ashton nannte Israels Reaktion “inakzeptabel und politisch kontraproduktiv” und forderte zudem eine Lockerung der Gaza-Blockade für humanitäre Hilfslieferungen.
Verhöhnung des Völkerrechtes
Israel hat hier abermals eine Grenze überschritten auf dem Weg zur totalen Ignoranz völkerrechtlicher Konventionen. So heißt es in den auch von Israel ratifizierten Genfer Abkommen II sowie IV vom 12.08.1949:
Die Konfliktparteien können Schiffe neutraler Parteien sowie alle anderen erreichbaren Schiffe um Hilfe bei der Übernahme, dem Transport und der Versorgung der kranken, verwundeten und schiffbrüchigen Soldaten bitten (Artikel 21). Alle Schiffe, die dieser Bitte Folge leisten, stehen unter besonderem Schutz. [...]
Die Zerstörung von zivilen Einrichtungen und Privateigentum im besetzten Gebiet ist verboten, wenn sie nicht Teil von notwendigen militärischen Operationen ist (Artikel 53). Die Besatzungsmacht ist verpflichtet, für die Bevölkerung des besetzten Gebietes die Versorgung mit Nahrung und medizinischen Artikeln sicherzustellen und hat, wenn sie sich dazu außerstande sieht, Hilfslieferungen zuzulassen (Artikel 55 und 59). Die Tätigkeit der jeweiligen nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und ähnlicher Hilfsorganisationen darf durch die Besatzungsmacht nicht eingeschränkt werden
Gegen diese Grundsätze völkerrechtlicher Art hat Israel nun zum wiederholten Male verstoßen, dabei sind diesmal zudem unbewaffnete Zivilisten zu Tode gekommen, die nur helfen wollten, die katastrophale Lage der Menschen im Gazastreifen zu lindern, und die sich auf genau jenen Völkerrechtsverstoß Israels beriefen, den Menschen die lebensnotwendige Versorgung zu versagen.
Wie viel Arroganz und Gleichgültigkeit dem menschlichen Leben gegenüber braucht ein derartiges Vorgehen?
Der Lange Arm der zionistischen Lobby II
Es braucht vor allem eine weltweit aktive israelische Lobby, die unter der Maxime arbeitet, dass das israelische Sicherheitsbedürfnis vor allem auch im Interesse des Westens sei. Ganz besonders in den USA hat diese Lobby starken politischen Einfluss. Dieser stellt weitgehend sicher, dass das US-Veto im UN-Sicherheitsrat härtere internationale Konsequenzen für Israel verhindert, so wie es seit Jahrzehnten der Fall ist. Nur so ist es möglich, dass sich ein derart kleiner Staat, der überdies ohne internationale Milliardenstützen vollkommen hilflos wäre, derart gegen inernationales Recht auflehnen kann, Menschenrechte ignorieren sowie ein Atomprogramm betreiben kann, das noch niemals von einem einzigen Beobachter der Atomenergiebehörde IAEA in Augenschein genommen wurde, während ein Land wie der Iran nur wegen eines dieser Vergehen, seinem Atomprogramm, mit Sanktionen und Drohungen nur so überhäuft wird.
Und auch dieser neuerliche Vorfall, bei dem Bürger anderer Nationen, Zivilisten, wie Staatsfeinde behandelt und eiskalt umgebracht wurden, weil sie den israelischen Umgang mit dem Völkerrecht und den Menschenrechten nicht weiter tatenlos hinnehmen wollten, wird wohl kaum Konsequenzen für Israel nach sich ziehen. Die übliche Welle der Empörungsrhetorik ist bereits angerollt, gefolgt von Ankündigungen von Untersuchungen, die dann irgendwo im Sande verlaufen werden – ähnlich wie die Untersuchungen zum israelischen Organhandelskandal oder jene zum Massaker in Jenin aus dem Jahre 2002, die daran scheiterte, dass Israel die Untersuchungskommission der UN ganz einfach nicht ins Land ließ, indem sie ihr Befangenheit vorwarf, erst Monate später, als die schlimmsten Spuren längst beseitigt waren, wurden UN-Kommissare vorgelassen.
Selbst auf das Massaker an 1500 palästinensischen Zivilisten im Gazastreifen von Anfang 2009 folgten außer einer Resolution der UN-Generalversammlung keinerlei Konsequenzen. Dieses Stillhalten der Internationalen Gemeinschaft kommt einem Freibrief für israelische Willkür und Terrorherrschaft im Nahen Osten gleich. Wir alle hier machen uns dabei mitschuldig, mit Ausnahme jener, die aktiv etwas dagegen tun und dafür unter Umständen mit ihrem Leben bezahlen.
Und dabei wären Konsequenzen jenseits von Sanktionen durch die UNO durchaus möglich, wenn nicht beinahe jedes der einflussreichen Länder dieser Erde in Israel auch einen willkommenen Absatzmarkt, vor allem für militärische Produkte, erblicken würde. So setzen deutsche Rüstungsbetriebe jährlich Milliarden an Militärgütern nach Israel ab – der deutsche Betrag zum langsamen Sterben jeglicher Hoffnung auf Gerechtigkeit.





Ich bin auch sehr enttäuscht von der internationalen Staatengemeinschaft, das sie bis jetzt keinen Weg gefunden haben, Israel in seine Schranken zu weisen. Aber Israel hat zu viele große Freunde wie die USA und Deutschland, die jede Kritik an Israel gleich als antisimitische Propaganda hinstellen. Jane welche Rolle spielt eigentlich Ägypten in dem ganzen Prozess, sie beteiligen sich ja auch an der Blockade gegen den Gaza?
Wie jeder andere Staat auch ist Ägypten zunächst ein souveräner Staat mit vitalen Eigeninteressen. Die Regierung Mubarak ist zudem auf wirtschaftlichen Fortschritt und Modernisierung ausgerichtet, allerdings mittels quasi-totalitärer Methoden. So wird der Widerstand konservativer Gruppen im Land (z.B. der Muslimbruderschaft, in der auch die Hamas ihre Wurzeln hat) mit Gewalt unterdrückt. Schon deshalb ist man in Ägypten der palästinensischen Hamas nicht sonderlich wohlgesonnen. Dass es in Palästina weniger um Politik als zunächst vielmehr um die Rettung von Menschenleben geht, bleibt dabei außen vor.
Und genau das muss sich Ägypten für meine Begriffe primär ankreiden: Wie die westlichen Staaten betreibt es gegenüber Israel eine Beschwichtigungspolitik, um bestehende Verträge und wirtschaftliche Interessen nicht zu gefährden. Seine außerordentlichen Möglichkeiten, den Menschen gerade im Gazastreifen zu helfen, schöpft Ägypten bewusst nicht aus, um sich “Ärger” vom Leib zu halten. So wirkt das Land z.B. auch aktiv an der Beseitigung der sogenannten “Schmuggeltunnel” in den Gazastreifen mit, über die Sympathisanten und Aktivisten der Not leidenden Bevölkerung bislang hin und wieder das Nötigste zustecken. Als während des Gaza-Kriegs 08/09 Tausende vor der israelischen Aggression nach Ägypten fliehen wollten, machte das Land die Grenzen dicht.
Ein solches Verhalten ist für meine Begriffe eine Schande für ein Land, das Mitglied der Vereinten Nationen ist und sich offiziell zu den Menschenrechten und zu deren bedinungslosem Schutz bekannt hat.
Mitglied der Vereinten Nation sind viele andere Länder auch, Die auftreten wie die 3Affen, nichts hören ,nichts sehen und nichts reden, wenn es um Israel geht. Dies merkt man gerade bei n-tv. Jede Nachrichtensendung wird ausgiebig genutzt um den Rücktritt von Hr. Köhler zu besprechen. Weil er mißverstanden würde und jetzt eingeschnabt ist. Aber das bei einem Einsatz im Mittelmeer Menschen ihr Leben verloren haben, interessiert den Medien nicht. So wird es auch morgen in den Zeitungen weitergehen. Man will ja keinen “Freund” verärgern. Schade!!
Man wird das Ganze jetzt wahrscheinlich so drehen, dass man der IHH, jener Hilfsorganisation vorrangig türkisch-stämmiger Deutscher, die die Hilfsflotte maßgeblich mitorganisierte, öffentlich Nähe zu terroristischen Vereinigungen unterstellen wird, um das Vorgehen Israels irgendwie in die Nähe von Legitmität zu rücken. Israels Offizielle tun dies bereits. Zumindest wird es weithin Erwähnung in den Medien finden, ohne konkret auf Richtigkeit geprüft zu werden.
Dass es im Prinzip völlig zweitrangig ist, wer da Hilfe organisiert, sondern vorrangig die Frage steht, inwieweit das eine Begründung sein kann, humanitäre Hilfe gewaltsam zu verhindern – und das in internationalen Gewässern, wird vermutlich in den Hintergund der Debatte gedrängt werden.
Übrigens: Dass ausgerechnet jetzt, parallel zu diesem Vorfall, Bundespräsident Köhler zurücktritt, weil er seine Äußerungen missverstanden sah, wirtschaftliche Interessen eines Landes würden durchaus auch militärischen Einsatz rechtfertigen, halte ich für eine ausgesprochen pikante Koinzidenz
Denn wenn man so will, dürften wirtschaftliche Interessen zu einem großen Teil dafür verantwortlich sein, dass Deutschland sich im Nahostkonflikt nicht entsprechend positioniert und die militärische Willkür der Israelis gegenüber den Palästinensern weiter duldet.
die flotte war doch nur dazu da, einen vorfall zu inszenieren, bei dem israel schlecht weg kommen muß. wasser auf die mühlen antiisraelischer propaganda! tatsächlich haben den vorfall wirklich die sogenannten friedensaktivisten zu verantworten. es ging ihnen definitiv nicht um hilfe, sonst hätten sie ja in einem israelischen hafen anlegen können und ihre ladung nach kontrolle auf dem landweg, wie von der israelischen regierung angeboten, nach gaza bringen können.
Solche Postings zeigen nun wirklich, dass die Schreiber NICHTS verstanden haben. Abgesehen davon, dass hier haltlos eine Flotte diskreditiert wird, die mit Hilfsgütern unterwegs war, für die Tausende Menschen in Europa gespendet haben, um anderen zu helfen, kann es vor dem Hintergrund des Völkerrechts gar nicht um die Frage gehen, was vielleicht noch andere Motive der Aktivisten gewesen sein könnten. Hier ging es um humanitäre Hilfe, die von Israel gewaltsam verhindert wurde.
Und ich kann auch überhaupt nicht verstehen, was angesichts der schier unglaublichen Provokationen und Verbrechen Israels in den besetzten Gebieten seit über 40 Jahren so schlimm daran sein sollte, Israel zeigen zu wollen, dass man es damit nicht durchkommen lässt.
Hier werden nichts als klassische pro-zionistische Stereotype nachgeschwätzt und das auch noch fast 1:1.
Selbst ein pro-zionistischer Standpunkt – der ja zunächst erst mal auch nur ein Standpunkt ist und daher seine Berechtigung im freiheitlich-demokratischen Sinne hat, so sehr er mir persönlich auch gegen den Strich gehen mag – lässt sich sicherlich einfallsreicher darlegen und mit Argumenten unterfüttern, die man dann diskutieren kann.
Aber beim obigen Kommentar erkenne nicht nichts davon.
Übrigens: Wenn ich mir das verzerrende Schmierakel in deinem “Blog” so anschaue, wird mir schlecht. Schon die Geringschätzigkeit, mit der du über Todesopfer herziehst, ist wahrlich erschreckend. So was geht nur mit einem fest eingeimpften Freund-Feind-Denken, das keinerlei Menschlichkeit mehr zulässt. Und wenn ich mich auf eine Aktion begeben würde, bei der ich höchstwahrscheinlich auf einen aggressiven Gegner treffen werde, der zum einen zuvor massive Abwehrmaßnahmen angekündigt hatte und zum anderen in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er auch vor dem Einsatz chemischer Kampfstoffe nicht zurückschreckt, dann hätte ich mir höchstwahrscheinlich sicherheitshalber auch eine Gasmaske mitgenommen.
Vor dieser Diskussion die jetzt folgen kann habe ich Angst. Denn dies wird noch beleidigender und angreifender als bei Anton zum 13.02.10. “Blockieren oder Maschieren”. Jetzt treten Ansichten gegeneinander auf wo es keinen Mittelweg gibt, entweder man liebt Israel über alles (Antideutsche) oder man hasst Israel wegen ihrer Politik gegen Palästina! Hier wird es keinen Schulterschluß geben, da die Ansichten zu unterschiedlich sind. Die Antideutschen keine Kritik an Israel zulassen und die Schuld immer den Palästinensern geben!
@cap hat sich ja nicht mal die Mühe gemacht deinen Artikel zu lesen oder ihn zu verstehen.
Keine Angst, Derartiges würde ich hier nicht zulassen. Schon, weil es mir ein persönliches Anliegen ist, genau jene polarisierende Art der Auseinandersetzung zu vermeiden.
Ich muss Israel nicht hassen, um seine Politik zu kritisieren und ein Ende dieses unmenschlichen Kurses zu fordern.
Wie könnte ich, wo ich doch darum weiß, dass es auch in Israel viele Menschen gibt, die mir darin zustimmen und ihre eigene Regierung nicht verstehen?
Ich denke dabei an die 20-Jährige, die vor Kurzem mit Gehorsamsverweigerung während ihres Pflichtwehrdienstes im israelischen Militär gegen die Willkürherrschaft ihres Landes in den besetzten Gebieten protestierte (gabs neulich einen Artikel in der taz dazu) und sich so die Anfeindungen und Hasstiraden großer Teile der israelischen Gesellschaft zuzog. Oder die Friedensbewegung Gush-Shalom, die sich seit Jahren für ein Ende der Besatzung einsetzt.
Israel könnte so ein wunderbares Land sein, wenn alle seine Bürger endlich frei wären und seine Nachbarn keine Vertreibung und Besatzung mehr fürchten müssten.
Es muss ja keinen Schulterschluss geben, eine Diskussion ohne einseitige Wertungen und das vorgefertigte Ziel, “gewinnen” zu wollen, in der jeder bereit ist, ein Stück weit ideologisches Terrain zu verlassen und vom menschenrechtlichen, sachlichen Standpunkt aus zu argumentieren, wäre schon ein Erfolg.
Was “cap” betrifft, fürchte ich, hast du wohl recht.
sorry, aber argumentativ kommt von dir aber auch nix.
ja, auf meinem blog bin ich zynisch und sarkastisch unterwegs. das sterben von menschen finde ich eigentlich sehr schlimm, es passiert aber in einer kapitalistischen weltordnug.
aber jetzt mal zu dem geschriebenen.
wieso wurde die hilfslieferung denn nicht an israelische behörden übergeben? nach einer kontrolle auf waffen und militärisch nutzbare güter, wäre sie doch auch in den gazastreifen gekommen. damit wäre das ziel der hilfe doch erreicht gewesen.
aber nein. es mußte ja durch die seeblockade gehen. wenn ich in deutschland versuche durch eine kette von polizisten zu durchberechen, was passiert denn dann wohl? richtig, sie verprügeln mich.
versuche ich jetzt nun auf hoher see mich mit dem israelischen militär anzulegen, laut verschiedenen medien mit äxten und knüppeln, setze ich mich einer gefahr aus. dies endet dann eben im schlimmsten fall mit dem tod. auf dem von mir geposteten youtubevideo sieht mensch doch deutlich, wie aktivisten die soldaten mit küppeln schlagen und sie mit steinen(?)bewerfen. was glaubst du denn, was dann passiert? ein staat wird sich sowas nicht bieten lassen.
ich glaube also, dass es sich bei diesem konvoi um eine sehr geplante provokation gehandelt hat. mit den konsequenzen – dem tod von menschen und der medialen antisemitischen hetze – müssen wir jetzt leider leben.
zu deinem standpunkt:”…der schier unglaublichen Provokationen und Verbrechen Israels in den besetzten Gebieten seit über 40 Jahren..”
dies spricht für mich aber auch nicht für eine differenzierte sicht der dinge. unterschlagen tust du hier den andren teil der gewaltspirale. die selbstmordanschläge auf israelische busse und restaurants, die kriege der arabischen staaten gegen israel, den beschuß von tel aviv während des golfkrieges ’91 mit raketen, den mörsergranaten- und raketenbeschuß auf die südlichen gebiete israels aus dem gazastreifen….was ist denn das für dich? evtl:”…Israel zeigen zu wollen, dass man es damit nicht durchkommen lässt” ?
daher bin ich der meinung, dass auch du ein schönes, “fest eingeimpften Freund-Feind-Denken” besitzt.
mfg cap
Ich gehe darauf jetzt nicht weiter ein. Denn das hier entwickelt sich zu genau jener Form der diskussion, die Jürgen befürchtete und die ich hier nicht haben will, in der es zumindest einem nur darum geht, die Argumente des anderen zu diskreditieren oder der Lüge zu bezichtigen.
Nur eines vielleicht noch: Die israelische Besatzung zieht sich bereits über 40 Jahre hin und hat in dieser Zeit Zigtausende Palästinenser das Leben gekostet. Ich werde mich hier gewiss nicht darüber streiten, ob das ein “unglaubliches Verbrechen” ist oder nicht.
Und wie kommst du auf die Idee, dass
a) es rechtmäßig und nicht kritikwürdig sei, dass ein Autonomiegebiet mit Vertretung in der UN auf die Gnade eines dritten Staates angewiesen ist, um das öffentliche Leben am Laufen zu halten, und
b) dass Menschen, die genau diesen Umstand nicht hinnehmen wollen, in irgendeiner Weise verpflichtet wären, sich bei Israel an- oder abzumelden, wenn sie Menschen in Palästina Hilfsgüter zukommen lassen wollen?
Ich finde diese Art der Argumentation sehr sehr fragwürdig.
naja, ich hab doch auch nur gesagt, dass das was passiert ist auch vorhersehbar war…und ja, ich ich hab den artikel gelesen, aber wer von “…Erdbeeren und Schnittblumen…” schwadroniert, ist echt nem komischen pferd aufgesessen.
Cap, ich habe nicht davon schwadroniert, sondern die Tatsache, dass ein paar Fuhren Erdbeeren und Schnittblumen das einzige waren, das Israel in vielen Wochen an Ausfuhr aus Gaza und somit an Konjunkturarbeit für die einheimische Wirtschaft zuließ, spricht Bände dahingehend, in welch desaströsem Zustand sich die Lage im Gaza-Streifen befindet. Die Leute leben dort quasi von dem, was sie selbst gerade so anbauen können und von Hilfslieferungen, deren Durchkommen immer von der Gnade Israels abhängt.
Mir ist völlig egal, welchem politischen Spektrum du angehörst, aber DAS kann dir einfach als Mensch mit Anstand und Gewissen nicht egal sein, dass Menschen derart dauerhaft kollektiv unter einem Stacheldrahtkäfig gehalten werden von einer Nation, die dazu nicht das geringste Recht hat. Über die Hälfte der Gazaner sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du gerne unter solchen Bedingungen leben wollen würdest – unfrei, in bitterer Armut und ohne jegliche Hoffnung. Ein solches Schicksal wurde nicht einmal dem deutschen Volk nach der Hitler-Schreckensherrschaft zuteil – aber die Menschen im Gazastreifen haben das verdient?
Übrigens: “Vorhersehbar” ist eine solche Reaktion seitens Israels nur dann, wenn man Mord und Totschlag für eine geeignete und legitime Methode hält, gegen Hilfskräfte und Demonstranten vorzugehen. Du hattest weiter oben das Beispiel mit der Blockade und den Polizisten erwähnt: Wie fändest du es denn, wenn jene Polizisten dich als Demonstranten einfach über den Haufen ballern würden, statt dir “nur” eins mit dem Gummiknüppel überzuziehen und dich festzunehmen? Na?
Auch entbehrt der Vergleich an sich ja jedweder Grundlage: Unangemeldete und aggressive Zusammenrottungen sind illegal, Hilfsorganisationen, die Hilfsgüter zu Eingeschlossenen bringen, hingegen völkerrechtlich geschützt.
nein, ich will wirklich nicht unter stacheldraht leben. aber das mit den “…Erdbeeren und Schnittblumen…” glaub ich dir halt einfach nicht. kommen wir aber wahrscheinlich auch nicht zusammen bei dieser frage, weil wir unterschiedliche quellen für die richtigkeit unserer angaben heranziehen würden.
mal nen paar andre sachen:
“…deren Durchkommen immer von der Gnade Israels abhängt.”
auch von der “gnade” der hamas hängt dies ab, oder zieht die etwa nicht viele der hilfsgüter direkt für ihre organisationsmitglieder ab?
“…von einer Nation, die dazu nicht das geringste Recht hat. Über die Hälfte der Gazaner sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren!”
und die mehrheit des restes hat eine patei (ich würde ja auch terrorgruppe sagen) gewählt, die in ihrer gründungscharta die auslöschung des staates israel fordert.
“Mord und Totschlag…gegen Hilfskräfte und Demonstranten vorzugehen.”
hmmm, auf den videos (selbst auf denen des türkischen TVs) ist von hilfskräften wenig zu sehen. eher sind das demonstranten. aber auch solche, die sich mit küppeln und messern bewaffnet haben. da ist nix mit sitzblockade, das ist ein gewalttätiger mob. und wenn dieser mob es meint mit einer spezialeinheit aufnehmen zu können, sind tote wirklich vorhersehbar.
“Auch entbehrt der Vergleich an sich ja jedweder Grundlage.”
vergleichen kann ich, gleichsetzen wäre falsch. das hab ich aber auch nicht gemacht.
aber ich komme an dieser stelle nochmal auf die hilfslieferungen zu sprechen. auf die frage, warum nicht landweg, hast du nur mit “dass Menschen, die genau diesen Umstand nicht hinnehmen wollen, in irgendeiner Weise verpflichtet wären, sich bei Israel an- oder abzumelden, wenn sie Menschen in Palästina Hilfsgüter zukommen lassen wollen?” geantwortet. ich sag es mal so, wenn hilfe mein ziel wäre, würde ich mich an- und abmelden. damit würde ich die chance auf gelingen der hilfe definitiv erhöhen. wenn ich aber auf das anmelden verzichte, suche ich die konfrontation/ protestiere ich. jetzt bin ich verwirrt. geht es nun um hilfe oder konfrontation/ protest?
Also erstens ist das mit den Schnittblumen und Erdbeeren nicht meine Aussage, sondern die des UNO-Beauftragten für humanitäre Angelegenheiten, so wie es im dazu verlinkten Artikel stand. Wenn, dann müsstest du also schon den Aussagen der UN-Offiziellen keinen Glauben schenken – auf welcher argumentativen Grundlage? Ich halte einen UN-Beauftragten, dessen explizite Aufgabe es ist, vor Ort die Situation zu bewerten, durchaus für eine seriöse Quelle, die man nicht ohne Weiteres in die Nähe der Palästinenser oder gar der Hamas rücken und somit für befangen erklären kann.
Auf deine Quellen wäre ich ja mal gespannt.
Ob die Hamas überhaupt dazu kommt, Hilfsgüter “abzuziehen”, was erst mal von dir belegt werden sollte, hängt davon ab, ob Israel überhaupt Hilfsgüter ins Land lässt. Außerdem: Auch Hamas-Mitglieder sind Bürger dieses Landes und haben selbstverständlich Anspruch auf ein Auskommen. Mir ist überdies nichts darüber bekannt, dass die Hamas ihre eigenen Mitglieder gegenüber der Bevölkerung nennenswert übervorteilte – im Gegenteil, die Hamas erlangte einen Großteil ihrer Anhänger gerade über ihre Abneigung gegenüber Korruption und Vetternwirtschaft, die sie nach ihren Statuten für “unislamisch” hält.
Die Mehrheit der Israelis hat seinerzeit einen Staat befürwortet, der explizit die Deportation aller nicht-jüdischen Bewohner vorsah. Eine nicht zu verachtende Zahl der Menschen ist selbst heute noch für die Deportation aller arabischen Israelis aus Israel hinaus. Und nicht zuletzt ist es wohl israel, das seit Jahrzehnten eine schleichtende Vernichtung der palästinensischen Existenz auf dem Gebiet betreibt.
Was wiegt nun schwerer – geschriebene Worte oder Taten?
Und wenn es so schlimm ist, dass die Hamas in ihrer Charta den Auslöschungsanspruch drinstehen hat, warum hat Israel dann seinerzeit mit der PLO verhandelt? Die hat den gleichen Passus bis heute in ihrer Charta stehen. Seltsme Doppelmoral für meine Begriffe.
Die Hamas hat außerdem in der jüngeren Vergangenheit deutlich gemacht, von diesem Anspruch abrücken zu wollen, sofern es eine friedliche 2-Staaten-Lösung gäbe mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt Palästinas sowie eine Lösung für die Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen, die nach wie vor in umliegenden Staaten teils in desolaten Zuständen leben.
Es ist Israel, das sich dagegen verweigert, mit der Hamas darüber überhaupt zu verhandeln – eine Haltung, mit der es sich weltweit mehr und mehr isoliert, das würde mir zu denken geben.
Wen die Palästinenser wählen, ist zudem ihre persönliche Entscheidung, die ganz sicherlich keinerlei kollektive Bestrafung nach sich ziehen darf und die wiederum maßgeblich durch das bockbeinige Verhalten Israels während des Friedensprozesses bestimmt war. Das gestattet Israel aber noch lange nicht, willkürlich die gesamte Bevölkerung von der Versorgung abzuschneiden, Teile davon umzubringen oder ihnen ihre persönlichen Freiheiten zu rauben.
Ich könnte dich auch nicht einfach in deinem Keller einsperren und jahrelang auf dem Schlüssel hocken, wenn du mich beschimpfst, mit Steinen nach mir wirfst oder mich bedrohst – so verhält sich einfach kein Demokrat, und kein demokratischer Rechtsstaat würde so ein Verhalten billigen.
Und was die An- und Abmeldung betrifft: Die Hilfsorganisation HAT sich angemeldet bei Israel und zwar Monate bevor der Konvoi aufgebrochen ist. Man hat die israelische Regierung zudem höflichst und inbrünstig um Großmut gebeten, diese Hilfe zuzulassen, weitere Friedensaktivsten, auch in Israel selbst, haben diesen Appell unterstützt. Israels Reaktion: Man hat der Hauptorganisation IHH haltlos Nähe zu Terrornetzwerken unterstellt und null Toleranz angekündigt. Mit dieser durchmilitarisierten Führung kann man ganz einfach nicht reden, die sind es gewohnt, mit der Waffe in der Hand für “Ordnung” zu sorgen. Genau das ist seit Generationen das Problem im Nahen Osten: Israel wird seit Jahr und Tag von Militärs und Ex-Terroristen regiert.
Lol, cap, landen in deinem Blog eigentlich unliebsame Standpunkte, die sachlich und argumentativ fundiert begründet eingereichet werden, immer im Spam-Filter? Na würde ja zu meinem bisher gewonnenen Eindruck von antideutschen Spinnern passen:
Immer großspurig die verbale Keule schwingen, Unsinn behaupten, Sachverhalte umdeuten und Falschinformationen verbreiten, aber Kritik, Richtigstellungen und anderslautende Meinungen über den virtuellen Papierkorb entsorgen.
Aber ich frage dich gerne auch hier: Was bist du bloß für ein Mensch, wenn alles, was dir zum Tod der 3 Kampfmittelräumer in Göttingen einfällt, ist, diese gnadenlos zu verhöhnen, indem du in ekelhaftestem Zynismus schreibst:
Seit ich dich daran erinnerte, dass du die gleiche dämliche Logik dann doch bitte auch mal auf den Nahostkonflikt anwenden solltest (was ich persönlich für falsch und kontraproduktiv halte), bin ich in deinem Blog auf die Spamliste verbannt. Argumente und logische Gedankensprünge sind anscheinend zu viel für dich und potenziell gefährlich für dein selektives Weltbild.