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Bilanz des “humanitären Einsatzes” der NATO zum Wiederaufbau in Afghanistan.

Menschen in Armut: 2001: 33%, 2010: 42%

Unterernährte Menschen: 2001: 30%, 2010: 39%

Zugang zu sanitären Einrichtungen: 2001: 12%, 2010: 5,2%

Slumbewohner: 2001: 2,5 Mio., 2010: 5,4 Mio.

Jugendarbeitslosigkeit: 2001: 26%, 2010: 47%

Mohnfelder für Rauschgiftgewinnung: 2001: 131.000 ha, 2010: 193.000 ha

Entwicklungshelfer vor Ort sagen: Ohne Militär verlief der zivile Wiederaufbau erfolgreicher als seit dem Militäreinsatz.

(Quelle: Gregor Gysi (Die Linke) in der Bundestagsdebatte zum Afghanistan-Einsatz am 22. April unter Berufung auf statistisches Material der Vereinten Nationen)

Frau Merkel in meinem Ohr: Dieser Einsatz ist notwendig, um die Afghaninnen und Afghanen von der Schreckensherrschaft der Taliban zu befreien und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
Tja, ich finde, da kann man sich angesichts dieser statistischen Daten nach 9 Jahren und 43 toten deutschen Soldaten wirklich auf die Schulter klopfen. Um nicht zu sagen, man hätte das eigens verfolgte Ziel stärker nicht mehr verfehlen können.
Schlimmer noch: Wenn ich Afghane wäre, ich würde mir mittlerweile händeringend die Taliban zurückwünschen, denn unter denen ging es vielen Menschen offensichtlich noch erheblich besser, als heute unter alliierter Besatzung.

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