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	<title>art und wIEse. &#187; Kultur und Kunst</title>
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	<description>Der Weidegrund für Querdenker.</description>
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		<title>Zeitreise mit Hindernissen.</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 19:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausprobiert]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es ist der 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer. Was macht man an einem solchen Tag, an dem sich mal wieder Ausstellungen, Gedenkrunden und Vorträge die Klinke in die Hand geben? Jane, dacht ich mir, machst du mal wieder eine &#8220;Zeitreise&#8221; in die gute alte DDR, die du (im Großen und Ganzen gottseidank) gegen die tolle BRD eintauschen durftest, als du 12 Jahre alt warst.<br />
Also auf nach Radebeul in das DDR-Museum &#8220;Zeitreise&#8221;, das ich das letzte Mal im September 2007 besucht hatte, als es noch so ziemlich im Aufbau war. Einfach mal sehen, was sich so getan hat, wie viele Exponate dazugekommen sind und sich mal ganz bewusst wieder erinnern und mit der heutigen Realität abgleichen. Ich gebe zu: Ganz uneigennützig war der Besuch nicht, arbeite ich doch gerade an einem Schrieb, der ziemlich viel mit dieser Zeit zu tun hat. So ganz nebenbei wollte ich auch ein paar ganz natürlich bedingte, der Gnade der späten Geburt geschuldete Wissenslücken schließen.<br />
<div id="attachment_3111" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-08-13-zeitreise-mit-hindernissen/foto0340/" rel="attachment wp-att-3111"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/08/Foto0340-225x300.jpg" alt="Bildzeitung vom 15. August 1961." title="Bildzeitung vom 15. August 1961." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-3111" /></a><p class="wp-caption-text">Bildzeitung vom 15. August 1961.</p></div></p>
<p>Die erste Überraschung gab&#8217;s bereits an der Kasse: Nee, keine Journalistenkonditionen, ok, meinetwegen. Wieso auch Extrawürste für die Journaille braten? Auch die zweite gab&#8217;s an der Kasse: Der ermäßigten-Obolus, den Kinder, Schüler, Studenten und Rentner für das Visum berappen müssen, das zum eintägigen Aufenthalt in der DDR berechtigt, kostet mittlerweile sechs Euro, statt wie früher 5 (normal 7,50 Euro). Von &#8220;Ermäßigung&#8221; kann somit kaum noch eine Rede sein. Tja, auch in der DDR wird anscheinend langsam alles teurer&#8230;</p>
<p>Die zweite Überraschung war dann durchaus positiver Natur. Die Zahl der Exponate hatte sich im Vergleich zu vor vier Jahren vor allem um ein paar sehr informative Schautafeln erweitert. Das Problem daran war nur: Gerade im Erdgeschoss waren viele Tafeln offensichtlich einfach nur dort aufgehängt worden, wo gerade noch ein freier Platz war. So fanden sich Zeitungsausschnitte und Originaldokumente zum Todesstreifen zwischen Trabis und Wartburgs. Der Zeitstrahl durch die Geschichte der DDR, der von 1945 bis 1990 mittels beschrifteter Pfeile durch das gesamte Haus (vier Etagen) führt, ist zwar gut gemeint, aber in seiner Überdimensioniertheit ziemlich unübersichtlich. Immer wieder verliert man während des Beschauens der vielen anderen Objekte auf den Etagen den Faden. Besser wäre es gewesen, hätte man dem Zeitstrahl einen eigenen Bereich im Haus zugedacht und ihn kleiner, aber dafür übersichtlicher gestaltet, sodass er in einem Aufwasch einsehbar wäre.</p>
<p>Die Vielfalt der Ausstellungsobjekte ist ein absolutes Plus des Museums. Ich glaube nicht, dass es eine ähnlich umfangreiche Sammlung irgendwo anders gibt. Allerdings stellt speziell im Fall der &#8220;Zeitreise&#8221; diese Vielfalt die Betreiber vor Probleme, die anscheinend nicht zu bewältigen sind. So wirken viele Ausstellungsbereiche total überladen, indem einfach alles, was man zu greifen bekam, auch ausgestellt wurde &#8211; um den Preis der Übersichtlichkeit und vor allem der Informativität. Infotafeln, die den ausgestellten Gegenstand erklären, sucht man an den allermeisten Exponaten vergebens. Das betrifft vor allem die Themenbereiche wie Sport, Musik, Wohnen, Spielen usw. Bei so vielen Ausstellungsobjekten hätte man auch ein ganzes Unternehmen nur damit beschäftigen können, alles mit Erklärschildern zu versehen. Und so erinnert die Ausstellung an vielen Stellen eher an das Großlager des Rumpelmännchens, denn an ein Museum. Es wäre insgesamt wohl ratsamer gewesen, die Ausstellung nicht mit all zu vielen Exemplaren zu überfrachten, stattdessen sorgsam auszuwählen und dafür größeres Augenmerk auf Erklärungen zu legen. Man rühmt sich auf seiner Homepage, die größte Ausstellung zum Leben in der DDR zu sein, doch eine Ausstellung lässt sich nicht nur an der Masse der Exponate, sondern auch an Qualität, Umfang und Präsentation der vermittelten Informationen bemessen. Eine Puppe oder ein Plastik-Teller erzählen mir noch nichts über das Leben in der DDR. Schön wären zu solch persönlichen, da gebrauchten, Exponanten kleine Anekdoten aus dem Alltag gewesen.</p>
<p>Auch in Punkto Arrangement der Ausstellungsobjekte gibt es noch ziemlich viel Nachholebedarf. Das meiste wurde einfach nur  ziemlich lieblos auf den Boden gelegt. Und oft (z.B. in der Kaufhalle) waren die Absperrungen so ungünstig angebracht, dass man viele kleinere Exponate nur aus ziemlicher Entfernung mit der Lupe suchen muss. Es fehlt des Öfteren die Möglichkeit, nahe heranzugehen.<br />
Im Gegensatz dazu wiederum sehr hübsch und zum Teil ziemlich realistisch sind die originalgetreu nachgebildeten Kaderbüros, Werkstatträume und Wohnstuben, die einen beim Eintreten schlagartig wieder im alten Wohnzimmer oder Büro von damals stehen lassen. Die &#8220;Zeitreise&#8221;-Kaufhalle protzt mit einem Überfluss an (Original-!)Waren, über den sich früher wahrscheinlich jeder Kunde unbändig gefreut hätte.</p>
<p>Besonders herauszuheben aber ist die beachtliche Sammlung an Originaldokumenten wie Urkunden, Briefwechsel, &#8220;Verschlusssachen&#8221;, Zeitungsartikel, klassische DDR-Literatur und dergleichen mehr. So kann man sich in einen alten Sessel (natürlich aus DDR-Produktion) setzen und endlich einmal in jenem &#8220;Der Sinn meines Lebens&#8221;-Buch schmökern, das jungen FDJler bei ihrer &#8211; na ich nenns einfach mal Vereidigung &#8211; mit auf den weiteren Lebensweg gegeben wurde, was mir ja knapp erspart blieb. Da sträuben sich einem die Haare, wenn man liest, was man damals 14-Jährigen alles eingetrichtert und als Fakt verkauft hat. Was der Quellensammlung für meinen Geschmack noch ein wenig fehlt, ist ein größeres Angebot an alten Originalzeitungen, die man noch lesen kann. Ein paar wenige (darunter auch eine &#8220;Union&#8221; vom Oktober 1980) lagen da verführerisch hinter der Absperrung.</p>
<p>Und weil beim Lesen die Zeit so schnell vergeht, wird man in der 3. Etage auch schon mal vom Schließkommando überrascht. Das kam allerdings schon um 25 vor sechs in Gestalt eines sehr jungen Mannes daher, der einfach anfing, die Lichter auszuschalten. Als ich ihn daraufhin ansprach und meinte, dass ich für mein Eintrittsgeld schon auch bis sechs Uhr die Ausstellung besichtigen möchte, wie es die offiziellen Öffnungszeiten versprechen, meinte er etwas verwirrt, er könne ja das Ganglicht noch mal einschalten. Statt mich aber wenigstens noch bis sechs in Ruhe durch den Gang schlendern zu lassen, verfolgte er mich nun auf Schritt und Tritt: Machte ich einen Schritt, machte er auch einen. Und während der ganzen Prozedur hatte ich seinen bohrenden Blick im Rücken.<br />
Sorry, aber so was geht einfach mal gar nicht. Wenn bis sechs Uhr offen ist, muss der Besucher auch bis sechs Uhr besichtigen können. Auch wenn Samstag ist, kann ich nicht einfach um 17.35 Uhr das Licht ausmachen und noch anwesende Gäste rausekeln. Überhaupt ist das Personal für mich ein Kritikpunkt. Statt sich wie in herkömmlichen Museen dezent im Hintergrund zu halten, sind die zudem recht ungepflegt wirkenden Herrschaften in der &#8220;Zeitreise&#8221; omnipräsent und quasi auch kaum zu übersehen und zu überhören. So stehen sie mal hier, mal da rum, fletzen sich auf Ausstellungsobjekte, die eigentlich hinter der Absperrung liegen, gießen zwischendurch die Blumen und unterhalten sich lautstark in platter Art und Weise, sodass es beim Lesen von Dokumenten und Literatur unheimlich stört &#8211; oder sie stellen einem eben quasi den Stuhl vor die Tür.</p>
<p>Fazit: Empfehlenswert, wenn man möglichst viele Dinge des täglichen Gebrauchs aus der DDR sehen will und sich nebenbei noch ein wenig Hintergrundwissen zu politischen und historischen Themen anlesen will und dabei nicht allzu viel Wert auf Ambiente und Übersichtlichkeit legt. Kritik: zu wenig Detailinformation zu den Exponaten und teilweise chaotisches Arrangement. Ungepflegtes Personal und überpünktliche Schließzeiten.</p>
[...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer. Was macht man an einem solchen Tag, an dem sich mal wieder Ausstellungen, Gedenkrunden und Vorträge die Klinke in die Hand geben? Jane, dacht ich mir, machst du mal wieder eine &#8220;Zeitreise&#8221; in die gute alte DDR, die du (im Großen und Ganzen gottseidank) gegen die tolle BRD eintauschen durftest, als du 12 Jahre alt warst.<br />
Also auf nach Radebeul in das DDR-Museum &#8220;Zeitreise&#8221;, das ich das letzte Mal im September 2007 besucht hatte, als es noch so ziemlich im Aufbau war. Einfach mal sehen, was sich so getan hat, wie viele Exponate dazugekommen sind und sich mal ganz bewusst wieder erinnern und mit der heutigen Realität abgleichen. Ich gebe zu: Ganz uneigennützig war der Besuch nicht, arbeite ich doch gerade an einem Schrieb, der ziemlich viel mit dieser Zeit zu tun hat. So ganz nebenbei wollte ich auch ein paar ganz natürlich bedingte, der Gnade der späten Geburt geschuldete Wissenslücken schließen.<br />
<div id="attachment_3111" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-08-13-zeitreise-mit-hindernissen/foto0340/" rel="attachment wp-att-3111"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/08/Foto0340-225x300.jpg" alt="Bildzeitung vom 15. August 1961." title="Bildzeitung vom 15. August 1961." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-3111" /></a><p class="wp-caption-text">Bildzeitung vom 15. August 1961.</p></div></p>
<p>Die erste Überraschung gab&#8217;s bereits an der Kasse: Nee, keine Journalistenkonditionen, ok, meinetwegen. Wieso auch Extrawürste für die Journaille braten? Auch die zweite gab&#8217;s an der Kasse: Der ermäßigten-Obolus, den Kinder, Schüler, Studenten und Rentner für das Visum berappen müssen, das zum eintägigen Aufenthalt in der DDR berechtigt, kostet mittlerweile sechs Euro, statt wie früher 5 (normal 7,50 Euro). Von &#8220;Ermäßigung&#8221; kann somit kaum noch eine Rede sein. Tja, auch in der DDR wird anscheinend langsam alles teurer&#8230;</p>
<p>Die zweite Überraschung war dann durchaus positiver Natur. Die Zahl der Exponate hatte sich im Vergleich zu vor vier Jahren vor allem um ein paar sehr informative Schautafeln erweitert. Das Problem daran war nur: Gerade im Erdgeschoss waren viele Tafeln offensichtlich einfach nur dort aufgehängt worden, wo gerade noch ein freier Platz war. So fanden sich Zeitungsausschnitte und Originaldokumente zum Todesstreifen zwischen Trabis und Wartburgs. Der Zeitstrahl durch die Geschichte der DDR, der von 1945 bis 1990 mittels beschrifteter Pfeile durch das gesamte Haus (vier Etagen) führt, ist zwar gut gemeint, aber in seiner Überdimensioniertheit ziemlich unübersichtlich. Immer wieder verliert man während des Beschauens der vielen anderen Objekte auf den Etagen den Faden. Besser wäre es gewesen, hätte man dem Zeitstrahl einen eigenen Bereich im Haus zugedacht und ihn kleiner, aber dafür übersichtlicher gestaltet, sodass er in einem Aufwasch einsehbar wäre.</p>
<p>Die Vielfalt der Ausstellungsobjekte ist ein absolutes Plus des Museums. Ich glaube nicht, dass es eine ähnlich umfangreiche Sammlung irgendwo anders gibt. Allerdings stellt speziell im Fall der &#8220;Zeitreise&#8221; diese Vielfalt die Betreiber vor Probleme, die anscheinend nicht zu bewältigen sind. So wirken viele Ausstellungsbereiche total überladen, indem einfach alles, was man zu greifen bekam, auch ausgestellt wurde &#8211; um den Preis der Übersichtlichkeit und vor allem der Informativität. Infotafeln, die den ausgestellten Gegenstand erklären, sucht man an den allermeisten Exponaten vergebens. Das betrifft vor allem die Themenbereiche wie Sport, Musik, Wohnen, Spielen usw. Bei so vielen Ausstellungsobjekten hätte man auch ein ganzes Unternehmen nur damit beschäftigen können, alles mit Erklärschildern zu versehen. Und so erinnert die Ausstellung an vielen Stellen eher an das Großlager des Rumpelmännchens, denn an ein Museum. Es wäre insgesamt wohl ratsamer gewesen, die Ausstellung nicht mit all zu vielen Exemplaren zu überfrachten, stattdessen sorgsam auszuwählen und dafür größeres Augenmerk auf Erklärungen zu legen. Man rühmt sich auf seiner Homepage, die größte Ausstellung zum Leben in der DDR zu sein, doch eine Ausstellung lässt sich nicht nur an der Masse der Exponate, sondern auch an Qualität, Umfang und Präsentation der vermittelten Informationen bemessen. Eine Puppe oder ein Plastik-Teller erzählen mir noch nichts über das Leben in der DDR. Schön wären zu solch persönlichen, da gebrauchten, Exponanten kleine Anekdoten aus dem Alltag gewesen.</p>
<p>Auch in Punkto Arrangement der Ausstellungsobjekte gibt es noch ziemlich viel Nachholebedarf. Das meiste wurde einfach nur  ziemlich lieblos auf den Boden gelegt. Und oft (z.B. in der Kaufhalle) waren die Absperrungen so ungünstig angebracht, dass man viele kleinere Exponate nur aus ziemlicher Entfernung mit der Lupe suchen muss. Es fehlt des Öfteren die Möglichkeit, nahe heranzugehen.<br />
Im Gegensatz dazu wiederum sehr hübsch und zum Teil ziemlich realistisch sind die originalgetreu nachgebildeten Kaderbüros, Werkstatträume und Wohnstuben, die einen beim Eintreten schlagartig wieder im alten Wohnzimmer oder Büro von damals stehen lassen. Die &#8220;Zeitreise&#8221;-Kaufhalle protzt mit einem Überfluss an (Original-!)Waren, über den sich früher wahrscheinlich jeder Kunde unbändig gefreut hätte.</p>
<p>Besonders herauszuheben aber ist die beachtliche Sammlung an Originaldokumenten wie Urkunden, Briefwechsel, &#8220;Verschlusssachen&#8221;, Zeitungsartikel, klassische DDR-Literatur und dergleichen mehr. So kann man sich in einen alten Sessel (natürlich aus DDR-Produktion) setzen und endlich einmal in jenem &#8220;Der Sinn meines Lebens&#8221;-Buch schmökern, das jungen FDJler bei ihrer &#8211; na ich nenns einfach mal Vereidigung &#8211; mit auf den weiteren Lebensweg gegeben wurde, was mir ja knapp erspart blieb. Da sträuben sich einem die Haare, wenn man liest, was man damals 14-Jährigen alles eingetrichtert und als Fakt verkauft hat. Was der Quellensammlung für meinen Geschmack noch ein wenig fehlt, ist ein größeres Angebot an alten Originalzeitungen, die man noch lesen kann. Ein paar wenige (darunter auch eine &#8220;Union&#8221; vom Oktober 1980) lagen da verführerisch hinter der Absperrung.</p>
<p>Und weil beim Lesen die Zeit so schnell vergeht, wird man in der 3. Etage auch schon mal vom Schließkommando überrascht. Das kam allerdings schon um 25 vor sechs in Gestalt eines sehr jungen Mannes daher, der einfach anfing, die Lichter auszuschalten. Als ich ihn daraufhin ansprach und meinte, dass ich für mein Eintrittsgeld schon auch bis sechs Uhr die Ausstellung besichtigen möchte, wie es die offiziellen Öffnungszeiten versprechen, meinte er etwas verwirrt, er könne ja das Ganglicht noch mal einschalten. Statt mich aber wenigstens noch bis sechs in Ruhe durch den Gang schlendern zu lassen, verfolgte er mich nun auf Schritt und Tritt: Machte ich einen Schritt, machte er auch einen. Und während der ganzen Prozedur hatte ich seinen bohrenden Blick im Rücken.<br />
Sorry, aber so was geht einfach mal gar nicht. Wenn bis sechs Uhr offen ist, muss der Besucher auch bis sechs Uhr besichtigen können. Auch wenn Samstag ist, kann ich nicht einfach um 17.35 Uhr das Licht ausmachen und noch anwesende Gäste rausekeln. Überhaupt ist das Personal für mich ein Kritikpunkt. Statt sich wie in herkömmlichen Museen dezent im Hintergrund zu halten, sind die zudem recht ungepflegt wirkenden Herrschaften in der &#8220;Zeitreise&#8221; omnipräsent und quasi auch kaum zu übersehen und zu überhören. So stehen sie mal hier, mal da rum, fletzen sich auf Ausstellungsobjekte, die eigentlich hinter der Absperrung liegen, gießen zwischendurch die Blumen und unterhalten sich lautstark in platter Art und Weise, sodass es beim Lesen von Dokumenten und Literatur unheimlich stört &#8211; oder sie stellen einem eben quasi den Stuhl vor die Tür.</p>
<p>Fazit: Empfehlenswert, wenn man möglichst viele Dinge des täglichen Gebrauchs aus der DDR sehen will und sich nebenbei noch ein wenig Hintergrundwissen zu politischen und historischen Themen anlesen will und dabei nicht allzu viel Wert auf Ambiente und Übersichtlichkeit legt. Kritik: zu wenig Detailinformation zu den Exponaten und teilweise chaotisches Arrangement. Ungepflegtes Personal und überpünktliche Schließzeiten.</p>
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		<title>Bild des Monats.</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 08:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nach langer Zeit mal wieder ein &#8220;Bild des Monats&#8221;:</p>
<div id="attachment_3027" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-07-18-bild-des-monats/foto0328/" rel="attachment wp-att-3027"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/07/Foto0328.jpg" alt="Christopher Haley Simpson, Herbst 1991, 61x84,3 cm" title="Christopher Haley Simpson, Herbst 1991, 61x84,3 cm" width="800" height="600" class="size-full wp-image-3027"  displayexif=".DISPEXIF_66431" /></a><p class="wp-caption-text">Christopher Haley Simpson, Herbst 1991, 61x84,3 cm</p></div>
<p>Dieses Aquarell des britischen Künstlers Christopher Haley Simpson aus dem Jahr 1991 hat einen festen Platz in der Reihe meiner absoluten Lieblingsbilder. Ein Werk, das die unruhigen Jahre der Wende in Dresden von 1989 bis 1991 und ihre oft skurrilen Auswüchse wie kaum ein zweites festhielt, was man übrigens über viele Werke des Künstlers aus jener Zeit sagen kann.<br />
Wo das Bild entstand, dürfte wohl allen Neustädtern klar sein, oder?</p>
<div class="dispexif_hidden DISPEXIF_66431" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Christopher Haley Simpson, Herbst 1991, 61x84,3 cm</div></div></div>[...]]]></description>
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<div id="attachment_3027" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-07-18-bild-des-monats/foto0328/" rel="attachment wp-att-3027"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/07/Foto0328.jpg" alt="Christopher Haley Simpson, Herbst 1991, 61x84,3 cm" title="Christopher Haley Simpson, Herbst 1991, 61x84,3 cm" width="800" height="600" class="size-full wp-image-3027"  displayexif=".DISPEXIF_33202" /></a><p class="wp-caption-text">Christopher Haley Simpson, Herbst 1991, 61x84,3 cm</p></div>
<p>Dieses Aquarell des britischen Künstlers Christopher Haley Simpson aus dem Jahr 1991 hat einen festen Platz in der Reihe meiner absoluten Lieblingsbilder. Ein Werk, das die unruhigen Jahre der Wende in Dresden von 1989 bis 1991 und ihre oft skurrilen Auswüchse wie kaum ein zweites festhielt, was man übrigens über viele Werke des Künstlers aus jener Zeit sagen kann.<br />
Wo das Bild entstand, dürfte wohl allen Neustädtern klar sein, oder?</p>
<div class="dispexif_hidden DISPEXIF_33202" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Christopher Haley Simpson, Herbst 1991, 61x84,3 cm</div></div></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Update: Schutz des Zivilteils des Garnisonfriedhofes vor Abriss und Umgestaltung.</title>
		<link>http://djane.momocat.de/2011-07-02-online-petition-schutz-des-zivilteils-des-garnisonfriedhofes-vor-abriss-und-umgestaltung/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 17:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetischer Garnisonfriedhof Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Freundeskreis]]></category>
		<category><![CDATA[Garnisonfriedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Nordflügel]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>
		<category><![CDATA[SIB]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Eine Eingabe zur Ausweitung des Denkmalschutzes für den Garnisonfriedhof von der Kriegsgräberstätte auf den Nordflügel ging im September 2010 an das Sächsische Landesamt für Denkmalpflege. Darin wurde geschildert, wie wichtig der Erhalt eines zeithistorisch in Dresden einmaligen Ortes ist und dass eine Trennung in Kriegsgräberstätte und &#8220;Zivilteil&#8221;, wie es im offiziellen Behördendeutsch der Fall ist, unsinnig ist, da die Linie zwischen Kriegsgräber und Nichtkriegsgräber selbst auf der unter Denkmalschutz stehenden Kriegsgräberstätte im Zickzack verläuft.<br />
Im April erfuhr der zwischenzeitlich gegründete Freundeskreis Sowjetischer Garnisonfriedhof in Dresden aus einer Antwort der sächsischen Staatsregierung an die anfragende Linksfraktion im Landtag, dass das Landesamt für Denkmalpflege bereits im November 2011 dieses Ersuchen positiv beschieden und die Anpassung der Liste der Dresdner Kulturdenkmäler um den Nordflügel beschlossen hatte. Der Freistaat Sachsen informierte über diese Entscheidung weder den Freundeskreis als Antragssteller noch das Deutsch-Russische Kulturinstitut, das sich seit 1993 um den Garnisonfriedhof bemüht und eigentlich auch bei den Gesprächen über die Zukunft des Nordflügels mit am Tisch sitzen sollte. An das Sächsische Immobilien- und Baumangement (SIB) als verantwortliche Institution für die Umgestaltungspläne, die den Abriss der Grabmale vorsehen, gab das Landesamt für Denkmalpflege diese für den Umgestaltungsprozess essenziell wichtige Information nach SIB-Angaben erst Mitte März 2011 weiter.</p>
<p>Im Gespräch zwischen  Vertretern des SIB und dem Freundeskreis, dem auch zwei Mitglieder des Deutsch-Russischen Kulturinstitutes angehören, am 12. Mai 2011 war die Verachtung des Freistaates für das bürgerschaftliche Engagement des Freundeskreises zum Erhalt des Nordflügels unüberhörbar. Unter anderem attestierte man mir als für den Freundeskreis anwesende Journalistin unlautere Methoden (&#8220;wahrscheinlich haben sie da irgendwo ein Tonbandgerät mitlaufen&#8221;) und machte den Freundeskreis offen dafür verantwortlich, dass die Umgestaltungspläne bis heute nicht von der russischen Seite abgesegnet seien und durch den veränderten Denkmalschutzstatus zusätzlich ins Stocken gerieten. Die russische Seite, der derzeit der aktuelle Entwurf für den Nordflügel zur Prüfung vorliegt, wurde über diesen veränderten Status bis heute nicht informiert. Auf Anfragen reagiert der SIB ausweichend.<br />
Man warf uns in Geheimdienst-Manier Fotos unseres am 30. April stattgefundenen Arbeitseinsatzes auf dem Nordflügel auf den Tisch und meinte, dies sei gesetzeswidrig gewesen. Wir hatten den Arbeitseinsatz initiiert, weil der 8. Mai anstand und der SIB bis dahin keine Anstalten unternommen hatte, wie versprochen den Nordflügel herzurichten. Just am Tag vor dem Einsatz hatte man einen Gärtnertrupp über das Gelände gescheucht, der in Windeseile Rasen mähte und Sträucher zurückschnitt, die in jahrelangem Wildwuchs Grabmale vollkommen überwuchert hatten &#8211; natürlich außerhalb der gesetzlich dafür zulässigen Gehölzschnittzeiten (30.9.-31.3.) &#8211; wo wir schon bei Gesetzeswidrigkeiten wären.</p>
<p>Fazit: Der Freundeskreis versteht nicht, warum der Steuerzahler für die Zerstörung eines zeithistorisch wertvollen Friedhofes und die Errichtung eines seelenlosen Gedenkschreins, der über Bestattungs- und Trauerkultur zur Besatzungszeit keinerlei Auskunft mehr geben wird, eine Viertelmillion Euro zahlen soll. Es sind für jedes Grab Grabsteine vorhanden, die sich in hervorragendem Zustand befinden, ihr Abriss ist vollkommen irrational und aus kulturwissenschaftlicher Perspektive als absoluter Frevel zu bezeichnen. Alles, was der Nordflügel an Instandsetzung bräuchte, ist die Errichtung eines stabilen Zaunes zum Schutz vor Wildbefall sowie etwas Auslichtung und Grünflächensanierung. Dies wären einmalige Arbeiten, die um ein Vielfaches weniger Kosten verursachen würden als die geplante Generalumgestaltung.<br />
Auch das Argument der aufwendigeren Pflege bei Belassen der Grabsteine ist nicht nachvollziehbar. Der Freundeskreis und auch das Deutsch-Russische Kulturinstitut haben mehrfach dem Freistaat ihre Unterstützung bei der Pflege und Instandhaltung des Nordflügels angeboten. Der Arbeitseinsatz vom 30.4. sollte dieses Angebot unterstreichen. In Kooperation mit grenzübergreifenden Schüler- und Migrantenprojekten soll künftig ein großer Teil der Pflege des Nordflügels ehrenamtlich &#8211; also ohne Kosten für den Freistaat &#8211; bewerkstelligt werden. der Freistaat nimmt dieses Angebot weder an noch ernst, er belächelt es vielmehr als halbseiden und unzuverlässig. An dieser Reaktion kann man erkennen, was das Ehrenamt in einem Land, in dem praktisch permanent die vorgebliche Bedeutsamkeit des Ehrenamtes besungen wird, tatsächlich wert ist: nämlich gar nichts, wenn es nicht imstande ist, Aufgaben mit derselben chirurgischen Präzision zu meistern, wie das Prinzp &#8220;kurzer Prozess&#8221;, mit dem der Freistaat das Thema &#8220;Nordflügel des Garnisonfriedhofes&#8221; ein für allemal vom Tisch haben will.</p>
[...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Eingabe zur Ausweitung des Denkmalschutzes für den Garnisonfriedhof von der Kriegsgräberstätte auf den Nordflügel ging im September 2010 an das Sächsische Landesamt für Denkmalpflege. Darin wurde geschildert, wie wichtig der Erhalt eines zeithistorisch in Dresden einmaligen Ortes ist und dass eine Trennung in Kriegsgräberstätte und &#8220;Zivilteil&#8221;, wie es im offiziellen Behördendeutsch der Fall ist, unsinnig ist, da die Linie zwischen Kriegsgräber und Nichtkriegsgräber selbst auf der unter Denkmalschutz stehenden Kriegsgräberstätte im Zickzack verläuft.<br />
Im April erfuhr der zwischenzeitlich gegründete Freundeskreis Sowjetischer Garnisonfriedhof in Dresden aus einer Antwort der sächsischen Staatsregierung an die anfragende Linksfraktion im Landtag, dass das Landesamt für Denkmalpflege bereits im November 2011 dieses Ersuchen positiv beschieden und die Anpassung der Liste der Dresdner Kulturdenkmäler um den Nordflügel beschlossen hatte. Der Freistaat Sachsen informierte über diese Entscheidung weder den Freundeskreis als Antragssteller noch das Deutsch-Russische Kulturinstitut, das sich seit 1993 um den Garnisonfriedhof bemüht und eigentlich auch bei den Gesprächen über die Zukunft des Nordflügels mit am Tisch sitzen sollte. An das Sächsische Immobilien- und Baumangement (SIB) als verantwortliche Institution für die Umgestaltungspläne, die den Abriss der Grabmale vorsehen, gab das Landesamt für Denkmalpflege diese für den Umgestaltungsprozess essenziell wichtige Information nach SIB-Angaben erst Mitte März 2011 weiter.</p>
<p>Im Gespräch zwischen  Vertretern des SIB und dem Freundeskreis, dem auch zwei Mitglieder des Deutsch-Russischen Kulturinstitutes angehören, am 12. Mai 2011 war die Verachtung des Freistaates für das bürgerschaftliche Engagement des Freundeskreises zum Erhalt des Nordflügels unüberhörbar. Unter anderem attestierte man mir als für den Freundeskreis anwesende Journalistin unlautere Methoden (&#8220;wahrscheinlich haben sie da irgendwo ein Tonbandgerät mitlaufen&#8221;) und machte den Freundeskreis offen dafür verantwortlich, dass die Umgestaltungspläne bis heute nicht von der russischen Seite abgesegnet seien und durch den veränderten Denkmalschutzstatus zusätzlich ins Stocken gerieten. Die russische Seite, der derzeit der aktuelle Entwurf für den Nordflügel zur Prüfung vorliegt, wurde über diesen veränderten Status bis heute nicht informiert. Auf Anfragen reagiert der SIB ausweichend.<br />
Man warf uns in Geheimdienst-Manier Fotos unseres am 30. April stattgefundenen Arbeitseinsatzes auf dem Nordflügel auf den Tisch und meinte, dies sei gesetzeswidrig gewesen. Wir hatten den Arbeitseinsatz initiiert, weil der 8. Mai anstand und der SIB bis dahin keine Anstalten unternommen hatte, wie versprochen den Nordflügel herzurichten. Just am Tag vor dem Einsatz hatte man einen Gärtnertrupp über das Gelände gescheucht, der in Windeseile Rasen mähte und Sträucher zurückschnitt, die in jahrelangem Wildwuchs Grabmale vollkommen überwuchert hatten &#8211; natürlich außerhalb der gesetzlich dafür zulässigen Gehölzschnittzeiten (30.9.-31.3.) &#8211; wo wir schon bei Gesetzeswidrigkeiten wären.</p>
<p>Fazit: Der Freundeskreis versteht nicht, warum der Steuerzahler für die Zerstörung eines zeithistorisch wertvollen Friedhofes und die Errichtung eines seelenlosen Gedenkschreins, der über Bestattungs- und Trauerkultur zur Besatzungszeit keinerlei Auskunft mehr geben wird, eine Viertelmillion Euro zahlen soll. Es sind für jedes Grab Grabsteine vorhanden, die sich in hervorragendem Zustand befinden, ihr Abriss ist vollkommen irrational und aus kulturwissenschaftlicher Perspektive als absoluter Frevel zu bezeichnen. Alles, was der Nordflügel an Instandsetzung bräuchte, ist die Errichtung eines stabilen Zaunes zum Schutz vor Wildbefall sowie etwas Auslichtung und Grünflächensanierung. Dies wären einmalige Arbeiten, die um ein Vielfaches weniger Kosten verursachen würden als die geplante Generalumgestaltung.<br />
Auch das Argument der aufwendigeren Pflege bei Belassen der Grabsteine ist nicht nachvollziehbar. Der Freundeskreis und auch das Deutsch-Russische Kulturinstitut haben mehrfach dem Freistaat ihre Unterstützung bei der Pflege und Instandhaltung des Nordflügels angeboten. Der Arbeitseinsatz vom 30.4. sollte dieses Angebot unterstreichen. In Kooperation mit grenzübergreifenden Schüler- und Migrantenprojekten soll künftig ein großer Teil der Pflege des Nordflügels ehrenamtlich &#8211; also ohne Kosten für den Freistaat &#8211; bewerkstelligt werden. der Freistaat nimmt dieses Angebot weder an noch ernst, er belächelt es vielmehr als halbseiden und unzuverlässig. An dieser Reaktion kann man erkennen, was das Ehrenamt in einem Land, in dem praktisch permanent die vorgebliche Bedeutsamkeit des Ehrenamtes besungen wird, tatsächlich wert ist: nämlich gar nichts, wenn es nicht imstande ist, Aufgaben mit derselben chirurgischen Präzision zu meistern, wie das Prinzp &#8220;kurzer Prozess&#8221;, mit dem der Freistaat das Thema &#8220;Nordflügel des Garnisonfriedhofes&#8221; ein für allemal vom Tisch haben will.</p>
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		</item>
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		<title>Kirchentag &#8211; eine Geschichte voller Missverständnisse.</title>
		<link>http://djane.momocat.de/2011-06-10-kirchentag-eine-geschichte-voller-missverstandnisse/</link>
		<comments>http://djane.momocat.de/2011-06-10-kirchentag-eine-geschichte-voller-missverstandnisse/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 13:49:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Skandale]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://djane.momocat.de/?p=2966</guid>
		<description><![CDATA[<p>Lange hatte sich Dresden vorbereitet auf DAS Großereignis des Jahres, den 33. Evangelischen Kirchentag. Der liegt nun bereits längst wieder in der Vergangenheit &#8211; Gott sei dank, kann man fast sagen. Den meisten Kirchentags-Fans dürften die fünf Tage wie im Fluge vergangen sein, aus der Perspektive einer schwer arbeitenden Dresdnerin und Nichtchristin zogen sie sich hingegen wie Gummilitze.<br />
Als bei einer Dresdner Tageszeitung Tätige war ich wie viele meiner Kollegen auch natürlich im Großeinsatz &#8211; alle fünf Tage, und das auch noch krank. Das hieß, man war vorzugsweise dort, wo gerade am meisten los war und stürzte sich mitten ins Getümmel &#8211; und davon gab es zum Kirchentag reichlich bei 300000 Gästen, die die Einwohnerzahl Dresdens mal schlagartig um 50% erhöhten.<br />
Wenn man nun von Termin zu Termin muss, findet man freilich wenig Gefallen an glückstrunkenen Leuten, die Straßen und öffentliche Verkehrsmittel blockieren und die schon bei der leisesten Bitte um Rücksichtnahme eine Spaßbremse wittern. Denn das war die andere Seite des Kirchentages, die dunkle, sozusagen: Nächstenliebe &#8211; von den Kanzeln der zahlreichen Gottesdienste und Bibelarbeiten so häufig gepredigt &#8211; war etwas, das man mit Gleichgesinnten teilte. Wer ausscherte oder es gar wagte, als Einwohner und Berufstätiger ein Stück weit Normalität und Rücksichtnahme für sich einzufordern, der stieß schon mal auf Verständnislosigkeit und Renitenz.<br />
<a href="http://djane.momocat.de/2011-06-10-kirchentag-eine-geschichte-voller-missverstandnisse/kirchentag-2011-in-dresden-129096/" rel="attachment wp-att-2971"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/06/kirchentag-2011-in-dresden-129096.jpg" alt="" title="kirchentag-2011-in-dresden-129096" width="200" height="200" class="alignright size-full wp-image-2971" /></a></p>
<p>Richard David Precht brachte dieses Verhaltensmuster am Kirchentagssonnabend in der Frauenkirche pointiert auf den Punkt: Nächstenliebe sei etwas, das den gemeinen menschlichen Verstand überfordere, der Mensch könne danach gar nicht handeln, wenn die Forderung allgemein im Raum stünde, so wie es die christliche Lehre ja formuliert. Im Grunde leben Christen also in einer Scheinwelt, in der sie Ziele formulieren, die so nicht umsetzbar sind, Precht nannte es die &#8220;Uneigentlichkeit&#8221; aufgestellter Erwartungshaltungen. Der menschlichen Natur entspreche es vielmehr, seinen Nächsten zu lieben, wenn der mich auch liebt &#8211; und deshalb liebt am Ende kaum einer irgendwen. Aber keine Angst, nicht nur Christen erliegen der Uneigentlichkeit, auch alle anderen sind nicht frei davon.</p>
<p>Als Nichtchrist und somit Kirchen-Laie erstaunt hat mich, dass es in den Kirchen und Gemeinden anscheinend nichts als Blasmusik gibt, so gut wie nie traf man bei Veranstaltungen Streicher oder Piano. Da ich keine Blasmusik mag, war also leider bereits das musikalische Erlebnis megamäßig abtörnend, zumal wenn im Prinzip überall dieselben Lieder erschallen &#8211; hier hauptsächlich der dreifache Bläserruf des Kirchentages, der bis zum Erbrechen hingeschmettert wurde.</p>
<p>Als Nichtchrist und Kirchen-Laie regelrecht erschrocken hat mich, dass ich den Kirchentag zu mehr als 50% mit meinen Steuern mitfinanzieren muss. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Kirchen ohnehin bereits mit Mitteln aus dem Steuersäckel vom Staat unterstützt werden (außerhalb der Kirchensteuer), dann fragt man sich wirklich, wie das sein kann. Keine andere Großveranstaltung privater Akteuere erhält staatliche Zuschüsse, die meisten Vereine und Verbände müssen ohnehin zumeist um jeden Cent staatlicher Förderung kämpfen. Aber hier richtet ein Verein sein ganz eigenes Fest aus und bekommt das zu mehr als der Hälfte vom Staat bezahlt. Kein Wunder, dass sich die Kirche da sagt: Jo mei, klasse, da können wir doch richtig auf die Kacke hauen und feiern gleich fünf Tage lang! Frei nach dem Motto des Kirchentages: &#8220;Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein&#8221; (Matth., Bergpredigt). Wenn man also nur genug Geld reingebuttert hat, liebt man den Kirchentag ganz automatisch.<br />
Für meine Begriffe ist die Finanzierung dieses Spektakels in einem Land, das laut Grundgesetz weltanschaulich neutral ist, ein Skandal und nicht wirklich plausibel zu begründen. Künftig sollten solche Veranstaltungen von der Kirche getragen werden &#8211; oder wofür zahlen die Christen ihre Kirchensteuer? Wofür zahlt der Staat jährlich Millionen an die Kirchen?</p>
<p>Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Auch Christsein macht noch lange keinen vernünftigen, umsichtigen Menschen, und Bescheidenheit, liebe Kirchen, sieht sowieso anders aus.</p>
[...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange hatte sich Dresden vorbereitet auf DAS Großereignis des Jahres, den 33. Evangelischen Kirchentag. Der liegt nun bereits längst wieder in der Vergangenheit &#8211; Gott sei dank, kann man fast sagen. Den meisten Kirchentags-Fans dürften die fünf Tage wie im Fluge vergangen sein, aus der Perspektive einer schwer arbeitenden Dresdnerin und Nichtchristin zogen sie sich hingegen wie Gummilitze.<br />
Als bei einer Dresdner Tageszeitung Tätige war ich wie viele meiner Kollegen auch natürlich im Großeinsatz &#8211; alle fünf Tage, und das auch noch krank. Das hieß, man war vorzugsweise dort, wo gerade am meisten los war und stürzte sich mitten ins Getümmel &#8211; und davon gab es zum Kirchentag reichlich bei 300000 Gästen, die die Einwohnerzahl Dresdens mal schlagartig um 50% erhöhten.<br />
Wenn man nun von Termin zu Termin muss, findet man freilich wenig Gefallen an glückstrunkenen Leuten, die Straßen und öffentliche Verkehrsmittel blockieren und die schon bei der leisesten Bitte um Rücksichtnahme eine Spaßbremse wittern. Denn das war die andere Seite des Kirchentages, die dunkle, sozusagen: Nächstenliebe &#8211; von den Kanzeln der zahlreichen Gottesdienste und Bibelarbeiten so häufig gepredigt &#8211; war etwas, das man mit Gleichgesinnten teilte. Wer ausscherte oder es gar wagte, als Einwohner und Berufstätiger ein Stück weit Normalität und Rücksichtnahme für sich einzufordern, der stieß schon mal auf Verständnislosigkeit und Renitenz.<br />
<a href="http://djane.momocat.de/2011-06-10-kirchentag-eine-geschichte-voller-missverstandnisse/kirchentag-2011-in-dresden-129096/" rel="attachment wp-att-2971"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/06/kirchentag-2011-in-dresden-129096.jpg" alt="" title="kirchentag-2011-in-dresden-129096" width="200" height="200" class="alignright size-full wp-image-2971" /></a></p>
<p>Richard David Precht brachte dieses Verhaltensmuster am Kirchentagssonnabend in der Frauenkirche pointiert auf den Punkt: Nächstenliebe sei etwas, das den gemeinen menschlichen Verstand überfordere, der Mensch könne danach gar nicht handeln, wenn die Forderung allgemein im Raum stünde, so wie es die christliche Lehre ja formuliert. Im Grunde leben Christen also in einer Scheinwelt, in der sie Ziele formulieren, die so nicht umsetzbar sind, Precht nannte es die &#8220;Uneigentlichkeit&#8221; aufgestellter Erwartungshaltungen. Der menschlichen Natur entspreche es vielmehr, seinen Nächsten zu lieben, wenn der mich auch liebt &#8211; und deshalb liebt am Ende kaum einer irgendwen. Aber keine Angst, nicht nur Christen erliegen der Uneigentlichkeit, auch alle anderen sind nicht frei davon.</p>
<p>Als Nichtchrist und somit Kirchen-Laie erstaunt hat mich, dass es in den Kirchen und Gemeinden anscheinend nichts als Blasmusik gibt, so gut wie nie traf man bei Veranstaltungen Streicher oder Piano. Da ich keine Blasmusik mag, war also leider bereits das musikalische Erlebnis megamäßig abtörnend, zumal wenn im Prinzip überall dieselben Lieder erschallen &#8211; hier hauptsächlich der dreifache Bläserruf des Kirchentages, der bis zum Erbrechen hingeschmettert wurde.</p>
<p>Als Nichtchrist und Kirchen-Laie regelrecht erschrocken hat mich, dass ich den Kirchentag zu mehr als 50% mit meinen Steuern mitfinanzieren muss. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Kirchen ohnehin bereits mit Mitteln aus dem Steuersäckel vom Staat unterstützt werden (außerhalb der Kirchensteuer), dann fragt man sich wirklich, wie das sein kann. Keine andere Großveranstaltung privater Akteuere erhält staatliche Zuschüsse, die meisten Vereine und Verbände müssen ohnehin zumeist um jeden Cent staatlicher Förderung kämpfen. Aber hier richtet ein Verein sein ganz eigenes Fest aus und bekommt das zu mehr als der Hälfte vom Staat bezahlt. Kein Wunder, dass sich die Kirche da sagt: Jo mei, klasse, da können wir doch richtig auf die Kacke hauen und feiern gleich fünf Tage lang! Frei nach dem Motto des Kirchentages: &#8220;Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein&#8221; (Matth., Bergpredigt). Wenn man also nur genug Geld reingebuttert hat, liebt man den Kirchentag ganz automatisch.<br />
Für meine Begriffe ist die Finanzierung dieses Spektakels in einem Land, das laut Grundgesetz weltanschaulich neutral ist, ein Skandal und nicht wirklich plausibel zu begründen. Künftig sollten solche Veranstaltungen von der Kirche getragen werden &#8211; oder wofür zahlen die Christen ihre Kirchensteuer? Wofür zahlt der Staat jährlich Millionen an die Kirchen?</p>
<p>Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Auch Christsein macht noch lange keinen vernünftigen, umsichtigen Menschen, und Bescheidenheit, liebe Kirchen, sieht sowieso anders aus.</p>
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		<title>Subbotnik.</title>
		<link>http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 17:27:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetischer Garnisonfriedhof Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Freundeskreis]]></category>
		<category><![CDATA[Garnisonfriedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Nordflügel]]></category>
		<category><![CDATA[Subbotnik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie geplant, haben der Freundeskreis Sowjetischer Garnisonfriedhof in Dresden und das Deutsch Russische Kulturinstitut (DRKI) am Sonnabend, dem 30. April, auf dem Nordflügel des Garnisonfriedhofes einen sogenannten &#8220;Subbotnik&#8221;, also einen freiwilligen Arbeitseinsatz, durchgeführt. Bei herrlichstem Sonnenwetter versammelten sich etwa 20 Personen, um den Nordflügel für die Feierlichkeiten zum 8. Mai, dem Tag des Kriegsendes in Europa, herzurichten. Vor allem Kriegsveteranen und ihre Familien, aber auch ehemals hier stationierte Sowjets waren gekommen. Der älteste Teilnehmer war ein 90-jähriger Mann, der die Blockade von Leningrad (1941-1943) er- und überlebt hat. Der jüngste war der neunjährige Daniel. </p>
<p>Zwei Gäste waren eigens aus Russland bzw. Tschechien angereist: Wladimir Wassiljew (49) aus Moskau war von 1987 bis 89 Leiter des Fernsehzentrums in der Garnison der 40.  Gardepanzerarmee in Königsbrück, der Weißrusse Eduard Mojsak (40) lebte als Kind mit seinem hier als Offizier stationierten Vater und der Familie in Dresden-Klotzsche und ging dort in eine sowjetische Grundschule. Beide waren extra mit dem Auto angereist, um beim Arbeitseinsatz mitzuhelfen. Es wurde viel geschafft, und ich habe noch eine Woche danach meine Knochen gespürt.</p>
<p>Viel geschafft hatte in der Woche zuvor auch das Sächsische Immobilien- und Baumanagement. Erstmals seit vielen Jahren wurde nicht nur die Kriegsgräberstätte, sondern auch unser Neudenkmal, der Nordflügel, aufwendig instand gesetzt. So wurde der Wildwuchs um völlig eingewachsene Grabmale entfernt, viele Gräber waren zum ersten Mal seit Jahren wieder zugänglich. Für eine Schönheitskur haben dann die Subbotniki am 30. April gesorgt. Hier einige Fotos vom Einsatz:</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0489-3/" rel="attachment wp-att-2928"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_04892-300x225.jpg" alt="" title="100_0489" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-2928" /></a></p>
<div id="attachment_2929" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0492/" rel="attachment wp-att-2929"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_0492-300x225.jpg" alt="Gisela Wedekind vom Freundeskreis an unserem Modell-Feld" title="Gisela Wedekind vom Freundeskreis an unserem Modell-Feld" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2929" /></a><p class="wp-caption-text">Gisela Wedekind vom Freundeskreis an unserem Modell-Feld</p></div>
<div id="attachment_2930" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0493-3/" rel="attachment wp-att-2930"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_04932-300x225.jpg" alt="Gisela und ich - beide FSGiD." title="Gisela und ich - beide FSGiD." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2930" /></a><p class="wp-caption-text">Gisela und ich - beide FSGiD.</p></div>
<div id="attachment_2935" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0494/" rel="attachment wp-att-2935"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_0494-300x225.jpg" alt="Vitali Kolesnyk vom DRKI." title="Vitali Kolesnyk vom DRKI." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2935" /></a><p class="wp-caption-text">Vitali Kolesnyk vom DRKI.</p></div>
<div id="attachment_2936" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0496-2/" rel="attachment wp-att-2936"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_04961-300x225.jpg" alt="Eduard Mojsak aus Prag und Wladimir Wassiljew aus Moskau." title="Eduard Mojsak aus Prag und Wladimir Wassiljew aus Moskau." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2936" /></a><p class="wp-caption-text">Eduard Mojsak aus Prag und Wladimir Wassiljew aus Moskau.</p></div>
<div id="attachment_2939" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0498-3/" rel="attachment wp-att-2939"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_04982-300x225.jpg" alt="Subbotniki (nicht vollzählig)." title="Subbotniki (nicht vollzählig)." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2939" /></a><p class="wp-caption-text">Subbotniki (nicht vollzählig).</p></div>
<div id="attachment_2940" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0502-3/" rel="attachment wp-att-2940"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_05022-300x225.jpg" alt="Das Modell-Feld nach getaner Arbeit." title="Das Modell-Feld nach getaner Arbeit." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2940" /></a><p class="wp-caption-text">Das Modell-Feld nach getaner Arbeit.</p></div>
<div id="attachment_2941" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0506-2/" rel="attachment wp-att-2941"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_05061-300x225.jpg" alt="Gemeinschaftsproduktion von Bürgern und SIB." title="Gemeinschaftsproduktion von Bürgern und SIB." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2941" /></a><p class="wp-caption-text">Gemeinschaftsproduktion von Bürgern und SIB.</p></div>
<div id="attachment_2949" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0509-4/" rel="attachment wp-att-2949"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_05093-300x225.jpg" alt="Edik und Wladimir bei den Kindergraebern, rechts Philipp." title="Edik und Wladimir bei den Kindergraebern, rechts Philipp." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2949" /></a><p class="wp-caption-text">Edik und Wladimir bei den Kindergraebern, rechts Philipp.</p></div>
<div id="attachment_2952" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0510-2/" rel="attachment wp-att-2952"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_05101-300x225.jpg" alt="Edik, ich, Wladmir nach getaner Arbeit." title="Edik, ich, Wladmir nach getaner Arbeit." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2952" /></a><p class="wp-caption-text">Edik, ich, Wladmir nach getaner Arbeit.</p></div>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie geplant, haben der Freundeskreis Sowjetischer Garnisonfriedhof in Dresden und das Deutsch Russische Kulturinstitut (DRKI) am Sonnabend, dem 30. April, auf dem Nordflügel des Garnisonfriedhofes einen sogenannten &#8220;Subbotnik&#8221;, also einen freiwilligen Arbeitseinsatz, durchgeführt. Bei herrlichstem Sonnenwetter versammelten sich etwa 20 Personen, um den Nordflügel für die Feierlichkeiten zum 8. Mai, dem Tag des Kriegsendes in Europa, herzurichten. Vor allem Kriegsveteranen und ihre Familien, aber auch ehemals hier stationierte Sowjets waren gekommen. Der älteste Teilnehmer war ein 90-jähriger Mann, der die Blockade von Leningrad (1941-1943) er- und überlebt hat. Der jüngste war der neunjährige Daniel. </p>
<p>Zwei Gäste waren eigens aus Russland bzw. Tschechien angereist: Wladimir Wassiljew (49) aus Moskau war von 1987 bis 89 Leiter des Fernsehzentrums in der Garnison der 40.  Gardepanzerarmee in Königsbrück, der Weißrusse Eduard Mojsak (40) lebte als Kind mit seinem hier als Offizier stationierten Vater und der Familie in Dresden-Klotzsche und ging dort in eine sowjetische Grundschule. Beide waren extra mit dem Auto angereist, um beim Arbeitseinsatz mitzuhelfen. Es wurde viel geschafft, und ich habe noch eine Woche danach meine Knochen gespürt.</p>
<p>Viel geschafft hatte in der Woche zuvor auch das Sächsische Immobilien- und Baumanagement. Erstmals seit vielen Jahren wurde nicht nur die Kriegsgräberstätte, sondern auch unser Neudenkmal, der Nordflügel, aufwendig instand gesetzt. So wurde der Wildwuchs um völlig eingewachsene Grabmale entfernt, viele Gräber waren zum ersten Mal seit Jahren wieder zugänglich. Für eine Schönheitskur haben dann die Subbotniki am 30. April gesorgt. Hier einige Fotos vom Einsatz:</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0489-3/" rel="attachment wp-att-2928"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_04892-300x225.jpg" alt="" title="100_0489" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-2928" /></a></p>
<div id="attachment_2929" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0492/" rel="attachment wp-att-2929"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_0492-300x225.jpg" alt="Gisela Wedekind vom Freundeskreis an unserem Modell-Feld" title="Gisela Wedekind vom Freundeskreis an unserem Modell-Feld" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2929" /></a><p class="wp-caption-text">Gisela Wedekind vom Freundeskreis an unserem Modell-Feld</p></div>
<div id="attachment_2930" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0493-3/" rel="attachment wp-att-2930"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_04932-300x225.jpg" alt="Gisela und ich - beide FSGiD." title="Gisela und ich - beide FSGiD." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2930" /></a><p class="wp-caption-text">Gisela und ich - beide FSGiD.</p></div>
<div id="attachment_2935" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0494/" rel="attachment wp-att-2935"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_0494-300x225.jpg" alt="Vitali Kolesnyk vom DRKI." title="Vitali Kolesnyk vom DRKI." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2935" /></a><p class="wp-caption-text">Vitali Kolesnyk vom DRKI.</p></div>
<div id="attachment_2936" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0496-2/" rel="attachment wp-att-2936"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_04961-300x225.jpg" alt="Eduard Mojsak aus Prag und Wladimir Wassiljew aus Moskau." title="Eduard Mojsak aus Prag und Wladimir Wassiljew aus Moskau." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2936" /></a><p class="wp-caption-text">Eduard Mojsak aus Prag und Wladimir Wassiljew aus Moskau.</p></div>
<div id="attachment_2939" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0498-3/" rel="attachment wp-att-2939"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_04982-300x225.jpg" alt="Subbotniki (nicht vollzählig)." title="Subbotniki (nicht vollzählig)." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2939" /></a><p class="wp-caption-text">Subbotniki (nicht vollzählig).</p></div>
<div id="attachment_2940" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0502-3/" rel="attachment wp-att-2940"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_05022-300x225.jpg" alt="Das Modell-Feld nach getaner Arbeit." title="Das Modell-Feld nach getaner Arbeit." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2940" /></a><p class="wp-caption-text">Das Modell-Feld nach getaner Arbeit.</p></div>
<div id="attachment_2941" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0506-2/" rel="attachment wp-att-2941"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_05061-300x225.jpg" alt="Gemeinschaftsproduktion von Bürgern und SIB." title="Gemeinschaftsproduktion von Bürgern und SIB." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2941" /></a><p class="wp-caption-text">Gemeinschaftsproduktion von Bürgern und SIB.</p></div>
<div id="attachment_2949" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0509-4/" rel="attachment wp-att-2949"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_05093-300x225.jpg" alt="Edik und Wladimir bei den Kindergraebern, rechts Philipp." title="Edik und Wladimir bei den Kindergraebern, rechts Philipp." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2949" /></a><p class="wp-caption-text">Edik und Wladimir bei den Kindergraebern, rechts Philipp.</p></div>
<div id="attachment_2952" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-05-13-mein-bisschen-gartenarbeit-gib-mir-nicht-nur-heute/100_0510-2/" rel="attachment wp-att-2952"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/05/100_05101-300x225.jpg" alt="Edik, ich, Wladmir nach getaner Arbeit." title="Edik, ich, Wladmir nach getaner Arbeit." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2952" /></a><p class="wp-caption-text">Edik, ich, Wladmir nach getaner Arbeit.</p></div>
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		<title>Ringen von Erfolg gekrönt: Nordflügel des Sowjetischen Garnisonfriedhofes nun Kulturdenkmal!</title>
		<link>http://djane.momocat.de/2011-04-08-ringen-von-erfolg-gekront-nordflugel-des-sowjetischen-garnisonfriedhofes-nun-kulturdenkmal/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 18:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetischer Garnisonfriedhof Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmalschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Freundeskreis]]></category>
		<category><![CDATA[Garnisonfriedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Nordflügel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es ist geschafft! Nach mehr als einem halben Jahr Ringen um den Erhalt des Nordflügels des Sowjetischen Garnisonfriedhofes, insgesamt drei Eingaben an das Landesamt für Denkmalpflege, das sächsische Innenministerium und das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) und jeder Menge Öffentlichkeitsarbeit steht seit heute fest: Der Garnisonfriedhof wird von nun an als zusammenhängendes Ensemble von zeithistorischem Wert angesehen und steht vollständig unter Denkmalschutz &#8211; und zwar inklusive dem bislang von der Denkmalschutzwürde ausgeschlossenen Nordflügel, auf dem sich rund 600 Gräber von Soldaten, Zivilisten und Kindern befinden, die in der Zeit zwischen 1952 und 1987 in Dresden ums Leben kamen (art und wIEse berichtete). Dies ging heute aus einer Antwort der Sächsischen Staatsregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Landtag hervor, die hier zu einem späteren Zeitpunkt noch verlinkt wird. Damit haben sich viele Stunden Arbeit, in denen viele Menschen ihre Freizeit geopfert haben, letztlich gelohnt.</p>
<p>Inzwischen gibt es einen &#8220;Freundeskreis Sowjetischer Garnisonfriedhof in Dresden&#8221;, der von sechs engagierten Dresdner Bürgern am 14. Februar 2011 ins Leben gerufen wurde &#8211; ich selbst gehöre auch dazu. Gemeinsam haben wir in den letzten Monaten Gespräche geführt, zuständige Instanzen angeschrieben und um Unterstützung für unseren Standpunkt geworben, dass es keiner Radikalumgestaltung bedarf, die mindestens eine Viertelmillion Euro kosten würde und die Anlage ihres Friedhofscharakters vollständig berauben würde, um eine kostengünstige Pflege zu gewährleisten, wie vom Freistaat in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geplant. Nicht nur aus dem Bürgerlager und von russischer Seite, sondern nun auch von denkmalschutztechnischer wehen den Plänen des unbelehrbaren Herrn Leroff vom Volksbund nun eisige Winde entgegen. Die Losung heißt ganz klar: Wir wollen kein seelenloses, dafür aber teures Denkmal &#8211; für wen denn auch? &#8211; wir wollen Ursprünglichkeit erhalten und den im Nordflügel beerdigten Toten nach Sitte ihres Heimatlandes eine würdige Totenruhe gestatten &#8211; ohne dass ihre Gräber für immer anonymisiert würden, was das Vorhaben des Herrn Leroff unweigerlich bedeutet hätte.</p>
<p>Der Freundeskreis setzt sich aber nun nicht zur Ruhe. Wir hoffen zwar, dass sich die unseligen Abrisspläne des Freistaates nun endgültig erledigt haben, denn ein Abriss von Grabsteinen auf einem unter Denkmalschutz stehenden Friedhof wäre so ohne Weiteres nicht möglich. Wir rechnen jedoch auch damit, dass SIB und Volksbund in irgendeiner Weise versuchen werden, ihre Pläne dennoch umzusetzen. Deshalb stehen in der nächsten Zeit eine Reihe weiterer Aktivitäten auf dem Programm. Unter anderem wird es am 30. April eine Aktion &#8220;Frühjahrsputz&#8221; auf dem Nordflügel geben. Freiwillige sind aufgerufen, mit mitgebrachtem Gartengerät wie Spaten, Harken, Besen und Schaufeln den sich in einem katastrophalen Zustand befindlichen Nordflügel von den gröbsten Verwahrlosungserscheinungen zu befreien.<br />
Dabei werden wir uns zunächst den schlimmsten Teil am Südwestende des Nordflügels vornehmen, wo die meisten Grabmale unter eine Schicht aus Unkraut und aufgewühlter Erde verschwunden sind. Die Erde soll gelockert, von Unkraut befreit und geebnet, die Grabmale freigelegt werden. Die Aktion soll ausloten, was das Ehrenamt künftig imstande ist, in Sachen Friedhofspflege zu leisten. 4000 Euro würde die Radikalumgestaltung dem Freistaat im Jahr Pflegekosten sparen  &#8211; wir wollen zeigen, dass eine Kooperation mit Bürgern und Vereinen das ebenso abfangen kann. Es ist geplant, über das Deutsch-Russische Kulturinstitut dauerhaft Jugend- und Migrantenprojekte in die Friedhofspflege mit einzubeziehen. </p>
<p>Wer also Lust hat, am 30. April bei trockenem Wetter mitanzupacken, der finde sich zwischen 9 und 16 Uhr (jeder macht nur so lange mit, wie er will) am Garnisonfriedhof an der Marienallee ein (zum Nordflügel bitte vom Haupttor aus den Mittelweg rechter Hand zwischen den Grabreihen bis ganz hinter zum Denkmal für die Kinder gehen, dann die Stufen zwischen den hohen Lebensbaumhecken hinunter zum Nordflügel gehen). Für Verpflegung sorgt der Freundeskreis. Dringend benötigt werden für die Aktion Gartengeräte aller Art, Schubkarren, Besen, Eimer, aber auch Bürsten (zum reinigen der Grabsteine) und Wellblech oder Maschendraht (zum Stopfen der Löcher im Maschendrahtzaun, durch die ständig Schwarzwild einfällt) &#8211; ganz toll wäre auch ein benzingetriebener oder ein Handrasenmäher sowie eine Gartenfräse.<br />
Falls sich ein Gartenbaubetrieb fände, der mit einer Art Spende oder aber einer dauerhaften Patenschaft die Pflege des zeithistorisch wertvollen Nordflügels unterstützen möchte, wäre das riesig. Wir benötigen jede Art von Geräten, aber auch ein- bis zwei kostengünstige Gehölzrückschnitte im Jahr. Bei Interesse bitte einfach mailen.</p>
<p>P.S.: Ich weiß, ich habe mein kleines Wiesen-Blog in den letzten Wochen arg vernachlässigt. Das liegt daran, dass mir mein Volontariat, das ich im März begonnen habe, einfach keiner Zeit mehr gelassen hat. Und die Zeit, die überblieb, hab ich meinem Privatleben und zum Beispiel dem Garnisonfriedhof geschenkt.</p>
[...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist geschafft! Nach mehr als einem halben Jahr Ringen um den Erhalt des Nordflügels des Sowjetischen Garnisonfriedhofes, insgesamt drei Eingaben an das Landesamt für Denkmalpflege, das sächsische Innenministerium und das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) und jeder Menge Öffentlichkeitsarbeit steht seit heute fest: Der Garnisonfriedhof wird von nun an als zusammenhängendes Ensemble von zeithistorischem Wert angesehen und steht vollständig unter Denkmalschutz &#8211; und zwar inklusive dem bislang von der Denkmalschutzwürde ausgeschlossenen Nordflügel, auf dem sich rund 600 Gräber von Soldaten, Zivilisten und Kindern befinden, die in der Zeit zwischen 1952 und 1987 in Dresden ums Leben kamen (art und wIEse berichtete). Dies ging heute aus einer Antwort der Sächsischen Staatsregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Landtag hervor, die hier zu einem späteren Zeitpunkt noch verlinkt wird. Damit haben sich viele Stunden Arbeit, in denen viele Menschen ihre Freizeit geopfert haben, letztlich gelohnt.</p>
<p>Inzwischen gibt es einen &#8220;Freundeskreis Sowjetischer Garnisonfriedhof in Dresden&#8221;, der von sechs engagierten Dresdner Bürgern am 14. Februar 2011 ins Leben gerufen wurde &#8211; ich selbst gehöre auch dazu. Gemeinsam haben wir in den letzten Monaten Gespräche geführt, zuständige Instanzen angeschrieben und um Unterstützung für unseren Standpunkt geworben, dass es keiner Radikalumgestaltung bedarf, die mindestens eine Viertelmillion Euro kosten würde und die Anlage ihres Friedhofscharakters vollständig berauben würde, um eine kostengünstige Pflege zu gewährleisten, wie vom Freistaat in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geplant. Nicht nur aus dem Bürgerlager und von russischer Seite, sondern nun auch von denkmalschutztechnischer wehen den Plänen des unbelehrbaren Herrn Leroff vom Volksbund nun eisige Winde entgegen. Die Losung heißt ganz klar: Wir wollen kein seelenloses, dafür aber teures Denkmal &#8211; für wen denn auch? &#8211; wir wollen Ursprünglichkeit erhalten und den im Nordflügel beerdigten Toten nach Sitte ihres Heimatlandes eine würdige Totenruhe gestatten &#8211; ohne dass ihre Gräber für immer anonymisiert würden, was das Vorhaben des Herrn Leroff unweigerlich bedeutet hätte.</p>
<p>Der Freundeskreis setzt sich aber nun nicht zur Ruhe. Wir hoffen zwar, dass sich die unseligen Abrisspläne des Freistaates nun endgültig erledigt haben, denn ein Abriss von Grabsteinen auf einem unter Denkmalschutz stehenden Friedhof wäre so ohne Weiteres nicht möglich. Wir rechnen jedoch auch damit, dass SIB und Volksbund in irgendeiner Weise versuchen werden, ihre Pläne dennoch umzusetzen. Deshalb stehen in der nächsten Zeit eine Reihe weiterer Aktivitäten auf dem Programm. Unter anderem wird es am 30. April eine Aktion &#8220;Frühjahrsputz&#8221; auf dem Nordflügel geben. Freiwillige sind aufgerufen, mit mitgebrachtem Gartengerät wie Spaten, Harken, Besen und Schaufeln den sich in einem katastrophalen Zustand befindlichen Nordflügel von den gröbsten Verwahrlosungserscheinungen zu befreien.<br />
Dabei werden wir uns zunächst den schlimmsten Teil am Südwestende des Nordflügels vornehmen, wo die meisten Grabmale unter eine Schicht aus Unkraut und aufgewühlter Erde verschwunden sind. Die Erde soll gelockert, von Unkraut befreit und geebnet, die Grabmale freigelegt werden. Die Aktion soll ausloten, was das Ehrenamt künftig imstande ist, in Sachen Friedhofspflege zu leisten. 4000 Euro würde die Radikalumgestaltung dem Freistaat im Jahr Pflegekosten sparen  &#8211; wir wollen zeigen, dass eine Kooperation mit Bürgern und Vereinen das ebenso abfangen kann. Es ist geplant, über das Deutsch-Russische Kulturinstitut dauerhaft Jugend- und Migrantenprojekte in die Friedhofspflege mit einzubeziehen. </p>
<p>Wer also Lust hat, am 30. April bei trockenem Wetter mitanzupacken, der finde sich zwischen 9 und 16 Uhr (jeder macht nur so lange mit, wie er will) am Garnisonfriedhof an der Marienallee ein (zum Nordflügel bitte vom Haupttor aus den Mittelweg rechter Hand zwischen den Grabreihen bis ganz hinter zum Denkmal für die Kinder gehen, dann die Stufen zwischen den hohen Lebensbaumhecken hinunter zum Nordflügel gehen). Für Verpflegung sorgt der Freundeskreis. Dringend benötigt werden für die Aktion Gartengeräte aller Art, Schubkarren, Besen, Eimer, aber auch Bürsten (zum reinigen der Grabsteine) und Wellblech oder Maschendraht (zum Stopfen der Löcher im Maschendrahtzaun, durch die ständig Schwarzwild einfällt) &#8211; ganz toll wäre auch ein benzingetriebener oder ein Handrasenmäher sowie eine Gartenfräse.<br />
Falls sich ein Gartenbaubetrieb fände, der mit einer Art Spende oder aber einer dauerhaften Patenschaft die Pflege des zeithistorisch wertvollen Nordflügels unterstützen möchte, wäre das riesig. Wir benötigen jede Art von Geräten, aber auch ein- bis zwei kostengünstige Gehölzrückschnitte im Jahr. Bei Interesse bitte einfach mailen.</p>
<p>P.S.: Ich weiß, ich habe mein kleines Wiesen-Blog in den letzten Wochen arg vernachlässigt. Das liegt daran, dass mir mein Volontariat, das ich im März begonnen habe, einfach keiner Zeit mehr gelassen hat. Und die Zeit, die überblieb, hab ich meinem Privatleben und zum Beispiel dem Garnisonfriedhof geschenkt.</p>
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		<title>18 Jahre Verfall und Legendenbildung: Die Übigauer Kaserne.</title>
		<link>http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 16:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Seit 18 Jahren ruht sie im Dornröschenschlaf, die Kasernenanlage in der Klingerstraße in Dresden-Übigau. Im Frühjahr 1993 verließen mit den seit 1945 hier stationierten sowjetischen Truppen die letzten Bewohner das Areal. Vermutlich waren hier das 68. Ponton-Brückenregiment und das 443. Pionierbataillon untergebracht &#8211; sicher weiß ich das jedoch nicht zu sagen. Selbst die ehemaligen Besatzungssoldaten wissen heute nicht mehr genau, welche Truppenteile in der fast schon idyllisch im malerischen Ortskern von Altübigau gelegenen Kaserne Station bezogen hatten. Doch anders als die Schöne im Märchen zeigt das fast 100 Jahre alte Gebäudeensemble sehr wohl Alterungs- um nicht zu sagen Auflösungserscheinungen.</p>
<div id="attachment_2738" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/012-3/" rel="attachment wp-att-2738"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/012-300x225.jpg" alt="Gesunkener Stern: Ruine der ehemaligen Sowjet-Kaserne Dresden-Übigau." title="Gesunkener Stern: Ruine der ehemaligen Sowjet-Kaserne Dresden-Übigau." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2738" /></a><p class="wp-caption-text">Gesunkener Stern: Ruine der ehemaligen Sowjet-Kaserne Dresden-Übigau.</p></div>
<p>Zur Genüge wurde bereits in der Vergangenheit geschimpft, die Russen hätten wie die Vandalen in den 1945 in gutem Zustand übernommenen Gebäuden gehaust, alles kolossal heruntergewirtschaftet. Doch solange sich die Kasernenanlagen in Nutzung durch die Sowjets befanden, waren die meisten von ihnen offensichtlich noch gut in Schuss, die Bundeswehr bei vielen Objekten sogar bei der Übernahme überrascht darüber, wie gut vieles noch intakt war. Davon weiß unter anderem Dieter Liebschner zu berichten, Mitglied des Arbeitskreises Sächsische Militärgeschichte in Dresden und seinerzeit bei der Übergabe der Albertstadt-Kasernenanlagen an die Bundeswehr im Jahre 1994 zugegen. Herr Liebschner ist wohlgemerkt weit davon entfernt, ein ausgesprochener &#8220;Freund&#8221; der Sowjets zu sein und somit nicht gefährdet, den Himmel über den ehemaligen Besatzern voller Geigen zu malen. </p>
<p>Das beste Beispiel sind dafür wohl die Heilstätten Beelitz: Bis zuletzt das modernste Militärlazarett der Russen auf deutschem Boden, sah es hier bis 1994 noch so aus:<br />
<div id="attachment_2827" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/23-2/" rel="attachment wp-att-2827"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/231-225x300.jpg" alt="Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." title="Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-2827" /></a><p class="wp-caption-text">Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin.</p></div><br />
<div id="attachment_2756" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/24/" rel="attachment wp-att-2756"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/24-300x225.jpg" alt="Beelitz Heilstätten, 1992. Quelle: Sowjetische Truppen in Deutschland, Burlakow." title="Beelitz Heilstätten, 1992. Quelle: Sowjetische Truppen in Deutschland, Burlakow." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2756" /></a><p class="wp-caption-text">Beelitz Heilstätten, 1992. Quelle: Sowjetische Truppen in Deutschland, Burlakow.</p></div><br />
<div id="attachment_2772" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/22/" rel="attachment wp-att-2772"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/22-300x225.jpg" alt="Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." title="Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2772" /></a><p class="wp-caption-text">Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin.</p></div></p>
<p>Von &#8220;heruntergewirtschaftet&#8221; oder &#8220;verlumpt&#8221;<a href="http://www.heilstaetten.beelitz-online.de/PLANUNGEN/Prozess___Entwicklung/Sowjetisches_Militarhospital/sowjetisches_militarhospital.html"> keine Spur</a>. Keine bröckelnden Fassaden, kein herabblätternder Putz, gepflegte Außenanlagen, innen alles blitzsauber. Zwar war die Bausubstanz alt und marode, doch die Sowjets hielten die Klinik mit kleineren Reparaturen und Flickarbeiten und vor allem penibler Reinlichkeit nutzbar. Nur wenige Jahre nach dem Abzug der Truppen standen die Gebäude noch immer leer, zeigten sich die Spuren in der Hauptsache nicht der Vernachlässigung durch die Sowjets, sondern durch die Kommunen, die die denkmalgeschützten Bauten jahrelang verwahrlosen und verfallen ließen, bevor die ersten saniert wurden. Im Prinzip lässt sich sogar sagen, das die Nutzung durch die Sowjets die Anlage während der DDR-Zeit sogar vor dem Verfall rettete &#8211; denn die SED-Behörden hatten mit Denkmalschutz und Sanierung bekanntlich nicht viel am Hut.<br />
<div id="attachment_2767" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/299__600x400_jwd_beelitz081/" rel="attachment wp-att-2767"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/299__600x400_jwd_beelitz081-300x199.jpg" alt="Beelitz Heilstätten, Ende 90er-Jahre." title="Beelitz Heilstätten, Ende 90er-Jahre." width="300" height="199" class="size-medium wp-image-2767" /></a><p class="wp-caption-text">Beelitz Heilstätten, Ende 90er-Jahre.</p></div></p>
<p>Wie immer hat die Wahrheit zwei Medaillen. Die Sowjets erwiesen sich auch in Beelitz als Überlebenskünstler und Improvisateure, statt als Modernisierer. Moskau wollte so wenig Geld wie möglich in die hiesige Gebäudesubstanz investieren, wirkliche Instandsetzung gab es also auch in Beelitz in den 45 Jahren sowjetischer Präsenz nicht. Stattdessen wurde geflickt und gepflegt. Beim Abzug gingen die gedemütigten Truppen zudem oft alles andere als zimperlich mit Inventar und Einrichtung um, teilweise wurden sogar ganze Heizungsanlagen einfach ausgebaut und mit in die Heimat genommen. Dennoch: Die Gebäude befanden sich 1994 in einem nutzbaren Zustand. Mit vergleichsweise geringem Sanierungsaufwand machte man bis 1999 einige davon auch wieder flott &#8211; 2000 geriet der Erneuerungsprozess ins Stocken, die übrigen Gebäude verfielen immer mehr. Auch Vandalismus tat seins dazu: Zerschmissene Fensterscheiben und eingetretene Türen öffneten der Verwitterung Tür und Tor. Und eines ist wohl sicher: Je länger die Häuser verfallen, desto teurer wird eine eventuelle Sanierung. Von der gesetzlichen Verpflichtung, denkmalgeschützte Bauten zu erhalten, mal ganz zu schweigen.</p>
<p>Beelitz ist nur eines von vielen Beispielen, die zeigen, wie nach der Wende vergammelnde Kasernen bevorzugt auf das Konto der &#8220;sowjetischen Horden&#8221; geschrieben wurden, statt sich an die eigene Nase zu fassen. Wie viele DDR-Wohnhäuser (z.B. in der Neustdt) sahen genauso katastrophal aus, weil sie jahrzehntelang unbewohnt dem Verfall preisgegeben worden oder aber dringend notwendige Sanierungen immer auf das aller Notwendigste beschränkt waren?<br />
Dass die Sowjets während der Besatzung alles andere als wie die Vandalen hausten, zeigen weitere Aufnahmen von Kasernengebäuden in ganz Ostdeutschland kurz vor dem Truppenabzug:</p>
<div id="attachment_2811" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/25/" rel="attachment wp-att-2811"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/25-300x225.jpg" alt="Kaserne der 34. Artillerie-Division in Potsdam, 1993. Quelle: Burlakow, Sowjetische Truppen in Deutschland." title="Kaserne der 34. Artillerie-Division in Potsdam, 1993. Quelle: Burlakow, Sowjetische Truppen in Deutschland." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2811" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne der 34. Artillerie-Division in Potsdam, 1993. Quelle: Burlakow, Sowjetische Truppen in Deutschland.</p></div>
<div id="attachment_2818" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/21-3/" rel="attachment wp-att-2818"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/21-300x225.jpg" alt="Schlafsaal Berlin-Brigade, Berlin Karlshorst (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." title="Schlafsaal Berlin-Brigade, Berlin Karlshorst (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2818" /></a><p class="wp-caption-text">Schlafsaal Berlin-Brigade, Berlin Karlshorst (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin.</p></div>
<p>Auch hier zeigt sich ein vergleichsweise zivilisiertes Bild: Die Bausubstanz mag alt gewesen sein, doch sie zeigt sich sowohl von außen als auch von innen in annehmbarem Zustand. Die Schlafsäle seien auch in den Dresdner Kasernen bei der Übergabe an die Bundeswehr &#8220;blitzsauber&#8221; gewesen, sodass &#8220;man vom Boden hätte essen können&#8221;, erinnert sich Dieter Liebschner. Die Exerzier- und Vorplätze zeigen sich aufgeräumt, akurat gepflastert und von Pflanzkübeln und Rasenrabatten, teils sogar Blumenbeeten, gesäumt. Weitere Fotos aus dem Fundus des letzten Oberkommandierenden der Westgruppe, Burlakow, zeigen Soldaten beim Rasenmähen und Putzen.</p>
<p>*</p>
<p>Sieht man sich nun die wenigen zugänglichen, unscharfen Bilder der 1913/14 errichteten ehemaligen Luftschifffahrts- und späteren Nachrichtenkaserne in Übigau an, die das Areal in sowjetischer Nutzung kurz vor dem Abzug der Truppen im Frühjahr 1993 zeigen, kann auch hier konstatiert werden: Die Kaserne befand sich vor Übergabe an die deutschen Behörden in einem vergleichsweise zivilisierten Zustand &#8211; bis die ersten Fensterscheiben in dem nur dürftig gesicherten Gebäudekomplex zu Bruch gingen und einheimische Abenteurer sich Zutritt verschafften.</p>
<div id="attachment_2832" class="wp-caption alignleft" style="width: 242px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_abmarsch_02_1992_2/" rel="attachment wp-att-2832"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_abmarsch_02_1992_2.jpg" alt="Die letzten Truppen verlassen die Übigauer Kaserne, Frühjahr 1993. Quelle: www.dresden-übigau.de." title="Die letzten Truppen verlassen die Übigauer Kaserne, Frühjahr 1993. Quelle: www.dresden-übigau.de." width="232" height="155" class="size-full wp-image-2832" /></a><p class="wp-caption-text">Die letzten Truppen verlassen die Übigauer Kaserne, Frühjahr 1993. Quelle: www.dresden-übigau.de.</p></div>
<div id="attachment_2835" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_abmarsch_02_1992_1/" rel="attachment wp-att-2835"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_abmarsch_02_1992_1.jpg" alt="Der Exerzierplatz auf dem Kasernenhof, Herbst/Winter 92/93. Quelle: www.dresden-übigau.de." title="Der Exerzierplatz auf dem Kasernenhof, Herbst/Winter 92/93. Quelle: www.dresden-übigau.de." width="260" height="174" class="size-full wp-image-2835" /></a><p class="wp-caption-text">Der Exerzierplatz auf dem Kasernenhof, Herbst/Winter 92/93. Quelle: www.dresden-übigau.de.</p></div>
<div id="attachment_2739" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/023-3/" rel="attachment wp-att-2739"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/023-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau, Unterkünfte." title="Kaserne Dresden-Übigau, Unterkünfte." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2739" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau, Unterkünfte.</p></div>
<p>Heute hingegen ist der gesamte Innenhof der Kaserne von Bauschutt und Trümmerresten, Pflastersteinen und Schrott übersäht. Wahrscheinlich großteils Rückstände des Abrisses einiger Gebäude in den Jahren 2004 und 2005. Die Häuserreihe im Hintergrund des rechten oberen Fotos mit dem Exerzierplatz steht heute nicht mehr. Früher befanden sich Ställe und Fuhrpark darin. Wind und Wetter setzten ihnen so zu, dass sie teilweise einstürzten und notdürftig abgerissen wurden.<br />
An der Mauer entlang der Klingerstraße türmt sich achtlos von Anwohnern rübergeworfener Müll: Flaschen, Autoreifen und ganze Möbel- und Technikteile gammeln dort vor sich hin. Sowjetische Hinterlassenschaften hingegen sind trotz intensiver Suche kaum zu finden: Ein Soldatenstiefel hinter der Turnhalle ist eines der wenigen Originalsouvenire, die das Gelände heute hergibt. Auch der meiste Unrat in den Kasernengebäuden entpuppt sich als &#8220;deutsches Erbe&#8221;: haufenweise Zementsäcke und Werkzeug aus deutscher Produktion, herangeschleppte Möbel; verwanzte Schlafsäcke und Decken zeugen von gelegentlichen nächtlichen Gästen. Der Zutritt ist auch heute noch &#8211; trotz der augenscheinlichen Einsturz- und sogar Lebensgefahr in vielen Bereichen &#8211; kinderleicht. Nur ein Schild warnt direkt neben dem bequemen Einstiegsloch im Haupttor: &#8220;Betreten der Baustelle verboten&#8221;. Vermutlich muss erst ein neugieriges Kind durch das Loch in der Hauswand in den mehrere Meter tiefen Kohlenschacht (mehr dazu später im Text) stürzen und dabei umkommen, bis die Ruine (und mehr ist das heute einfach nicht mehr) besser gesichert wird. Dass Ruinen eine magische Anziehungskraft auf abenteuerlustige Kinder haben, wissen wir nicht erst, seit die 11-jährige Emma vorvergangene Woche im alten Sachsenbad in den Tod stürzte. Auch ich streifte als Kind bereits bevorzugt durch die Ruinen der Neustadt.</p>
<div id="attachment_2746" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/025-4/" rel="attachment wp-att-2746"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/025-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: Soldatenstiefel." title="Kaserne Dresden-Übigau: Soldatenstiefel." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2746" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: Soldatenstiefel.</p></div>
<div id="attachment_2740" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/026/" rel="attachment wp-att-2740"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/026-225x300.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: rosa Wände?" title="Kaserne Dresden-Übigau: rosa Wände?" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-2740" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: rosa Wände?</p></div>
<p>Auch heute, 17 Jahre nach dem Abzug, geben die Gebäude noch Aufschluss über so manche sowjetische Auffassung von Wohnlichkeit: So schienen die Sowjets trotz des tristen Graus der Außenfassaden eine Vorliebe für kräftige Farben im Innenbereich zu haben. Häufig stößt man im Inneren der Kasernenbauten auf knallige Blau- und Mintgrün-Töne, sonniges Gelb und sogar schreiendes Rosa &#8211; in einem Haus, das fast ausschließlich Männer beherbergte, wohlgemerkt. Die Latrinen erstrahlen sogar in einer gewagten Kombination aus Blau, Grün und Rot. </p>
<div id="attachment_2742" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/022/" rel="attachment wp-att-2742"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/022-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: Festsaal?" title="Kaserne Dresden-Übigau: Festsaal?" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2742" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: Festsaal?</p></div>
<div id="attachment_2743" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/019-2/" rel="attachment wp-att-2743"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/019-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: Kellerloch." title="Kaserne Dresden-Übigau: Kellerloch." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2743" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: Kellerloch.</p></div>
<p>An der Westseite befinden sich die ehemalige Turnhalle und anscheinend so etwas wie der ehemalige Festsaal. Auf dem Bild (links) mag das nicht so ganz rüberkommen, aber die Bretterlandschafft im Vordergrund mutet wie eine Bühne an, von der rechter Hand Stufen in einen tiefer gelegenen Bereich führen. Betreten ist aber mittlerweile gerade bei dem momentanen Tauwetter nicht zu empfehlen, Dach und Bretterboden sind extrem morsch und akut einsturzgefährdet.<br />
Auf dem rechten Bild ist etwas undeutlich ein ziemlich dunkles, mindestens sechs Meter tiefes Kellerloch zu sehen, das im mittleren Hauptgebäude an der Klingerstraße durch ein Loch in der Hauswand einsehbar ist. Vom Loch in der Wand führt eine Eisenstiege nach unten. Eventuell befand sich hier mal das Heizhaus, denn das Loch sieht ziemlich ausgeweidet aus, die Kessel und Geräte wurden anscheinend mitgenommen. Sogar die Treppe an der dem Einstiegsloch gegenüberliegenden Kellerwand, die von unten zu einer parterre liegenden Tür hinaufführte, wurde abgebaut. Anscheinend wurden früher Kohlen dort gelagert, denn alles ist irgendwie noch ziemlich schwarz da unten.</p>
<div id="attachment_2744" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/027/" rel="attachment wp-att-2744"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/027-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: mediale Tapete." title="Kaserne Dresden-Übigau: mediale Tapete." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2744" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: mediale Tapete.</p></div>
<div id="attachment_2745" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/029/" rel="attachment wp-att-2745"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/029-225x300.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: farbenfrohes Treppenhaus." title="Kaserne Dresden-Übigau: farbenfrohes Treppenhaus." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-2745" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: farbenfrohes Treppenhaus.</p></div>
<p>Die Übigauer Kaserne steht zu 85% unter Denkmalschutz, doch der Verfall geht weiter. 2004 wurden einige Gebäude abgerissen, ein Dehner-Gartencenter entstand an der Washington-Straße. Eine vor Jahren geplante Seniorenwohnanlage wurde nie gebaut, seit 2003 gelten die Pläne als verworfen. Seither hat sich an dem schlechten Zustand der restlichen Gebäude nichts geändert. Sollte die einst schmucke Kaserne ihren 100. Geburtstag in 3 Jahren tatsächlich als Ruine feiern müssen?<br />
<div id="attachment_2870" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_beamtenwohnungen_2k/" rel="attachment wp-att-2870"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_beamtenwohnungen_2k.jpg" alt="Unterkünfte der Nachrichtenkaserne Klinger-/Ecke Kaditzer Straße um 1937." title="Unterkünfte der Nachrichtenkaserne Klinger-/Ecke Kaditzer Straße um 1937." width="259" height="135" class="size-full wp-image-2870" /></a><p class="wp-caption-text">Unterkünfte der Nachrichtenkaserne Klinger-/Ecke Kaditzer Straße um 1937.</p></div></p>
<div id="attachment_2873" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/013-2/" rel="attachment wp-att-2873"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/013-300x225.jpg" alt="Zeugnis alter kaiserlicher Herrlichkeit: Ornament an der Fassade Klingerstraße." title="Zeugnis alter kaiserlicher Herrlichkeit: Ornament an der Fassade Klingerstraße." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2873" /></a><p class="wp-caption-text">Zeugnis alter kaiserlicher Herrlichkeit: Ornament an der Fassade Klingerstraße.</p></div>
[...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 18 Jahren ruht sie im Dornröschenschlaf, die Kasernenanlage in der Klingerstraße in Dresden-Übigau. Im Frühjahr 1993 verließen mit den seit 1945 hier stationierten sowjetischen Truppen die letzten Bewohner das Areal. Vermutlich waren hier das 68. Ponton-Brückenregiment und das 443. Pionierbataillon untergebracht &#8211; sicher weiß ich das jedoch nicht zu sagen. Selbst die ehemaligen Besatzungssoldaten wissen heute nicht mehr genau, welche Truppenteile in der fast schon idyllisch im malerischen Ortskern von Altübigau gelegenen Kaserne Station bezogen hatten. Doch anders als die Schöne im Märchen zeigt das fast 100 Jahre alte Gebäudeensemble sehr wohl Alterungs- um nicht zu sagen Auflösungserscheinungen.</p>
<div id="attachment_2738" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/012-3/" rel="attachment wp-att-2738"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/012-300x225.jpg" alt="Gesunkener Stern: Ruine der ehemaligen Sowjet-Kaserne Dresden-Übigau." title="Gesunkener Stern: Ruine der ehemaligen Sowjet-Kaserne Dresden-Übigau." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2738" /></a><p class="wp-caption-text">Gesunkener Stern: Ruine der ehemaligen Sowjet-Kaserne Dresden-Übigau.</p></div>
<p>Zur Genüge wurde bereits in der Vergangenheit geschimpft, die Russen hätten wie die Vandalen in den 1945 in gutem Zustand übernommenen Gebäuden gehaust, alles kolossal heruntergewirtschaftet. Doch solange sich die Kasernenanlagen in Nutzung durch die Sowjets befanden, waren die meisten von ihnen offensichtlich noch gut in Schuss, die Bundeswehr bei vielen Objekten sogar bei der Übernahme überrascht darüber, wie gut vieles noch intakt war. Davon weiß unter anderem Dieter Liebschner zu berichten, Mitglied des Arbeitskreises Sächsische Militärgeschichte in Dresden und seinerzeit bei der Übergabe der Albertstadt-Kasernenanlagen an die Bundeswehr im Jahre 1994 zugegen. Herr Liebschner ist wohlgemerkt weit davon entfernt, ein ausgesprochener &#8220;Freund&#8221; der Sowjets zu sein und somit nicht gefährdet, den Himmel über den ehemaligen Besatzern voller Geigen zu malen. </p>
<p>Das beste Beispiel sind dafür wohl die Heilstätten Beelitz: Bis zuletzt das modernste Militärlazarett der Russen auf deutschem Boden, sah es hier bis 1994 noch so aus:<br />
<div id="attachment_2827" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/23-2/" rel="attachment wp-att-2827"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/231-225x300.jpg" alt="Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." title="Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-2827" /></a><p class="wp-caption-text">Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin.</p></div><br />
<div id="attachment_2756" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/24/" rel="attachment wp-att-2756"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/24-300x225.jpg" alt="Beelitz Heilstätten, 1992. Quelle: Sowjetische Truppen in Deutschland, Burlakow." title="Beelitz Heilstätten, 1992. Quelle: Sowjetische Truppen in Deutschland, Burlakow." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2756" /></a><p class="wp-caption-text">Beelitz Heilstätten, 1992. Quelle: Sowjetische Truppen in Deutschland, Burlakow.</p></div><br />
<div id="attachment_2772" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/22/" rel="attachment wp-att-2772"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/22-300x225.jpg" alt="Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." title="Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2772" /></a><p class="wp-caption-text">Beelitz Heilstätten (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin.</p></div></p>
<p>Von &#8220;heruntergewirtschaftet&#8221; oder &#8220;verlumpt&#8221;<a href="http://www.heilstaetten.beelitz-online.de/PLANUNGEN/Prozess___Entwicklung/Sowjetisches_Militarhospital/sowjetisches_militarhospital.html"> keine Spur</a>. Keine bröckelnden Fassaden, kein herabblätternder Putz, gepflegte Außenanlagen, innen alles blitzsauber. Zwar war die Bausubstanz alt und marode, doch die Sowjets hielten die Klinik mit kleineren Reparaturen und Flickarbeiten und vor allem penibler Reinlichkeit nutzbar. Nur wenige Jahre nach dem Abzug der Truppen standen die Gebäude noch immer leer, zeigten sich die Spuren in der Hauptsache nicht der Vernachlässigung durch die Sowjets, sondern durch die Kommunen, die die denkmalgeschützten Bauten jahrelang verwahrlosen und verfallen ließen, bevor die ersten saniert wurden. Im Prinzip lässt sich sogar sagen, das die Nutzung durch die Sowjets die Anlage während der DDR-Zeit sogar vor dem Verfall rettete &#8211; denn die SED-Behörden hatten mit Denkmalschutz und Sanierung bekanntlich nicht viel am Hut.<br />
<div id="attachment_2767" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/299__600x400_jwd_beelitz081/" rel="attachment wp-att-2767"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/299__600x400_jwd_beelitz081-300x199.jpg" alt="Beelitz Heilstätten, Ende 90er-Jahre." title="Beelitz Heilstätten, Ende 90er-Jahre." width="300" height="199" class="size-medium wp-image-2767" /></a><p class="wp-caption-text">Beelitz Heilstätten, Ende 90er-Jahre.</p></div></p>
<p>Wie immer hat die Wahrheit zwei Medaillen. Die Sowjets erwiesen sich auch in Beelitz als Überlebenskünstler und Improvisateure, statt als Modernisierer. Moskau wollte so wenig Geld wie möglich in die hiesige Gebäudesubstanz investieren, wirkliche Instandsetzung gab es also auch in Beelitz in den 45 Jahren sowjetischer Präsenz nicht. Stattdessen wurde geflickt und gepflegt. Beim Abzug gingen die gedemütigten Truppen zudem oft alles andere als zimperlich mit Inventar und Einrichtung um, teilweise wurden sogar ganze Heizungsanlagen einfach ausgebaut und mit in die Heimat genommen. Dennoch: Die Gebäude befanden sich 1994 in einem nutzbaren Zustand. Mit vergleichsweise geringem Sanierungsaufwand machte man bis 1999 einige davon auch wieder flott &#8211; 2000 geriet der Erneuerungsprozess ins Stocken, die übrigen Gebäude verfielen immer mehr. Auch Vandalismus tat seins dazu: Zerschmissene Fensterscheiben und eingetretene Türen öffneten der Verwitterung Tür und Tor. Und eines ist wohl sicher: Je länger die Häuser verfallen, desto teurer wird eine eventuelle Sanierung. Von der gesetzlichen Verpflichtung, denkmalgeschützte Bauten zu erhalten, mal ganz zu schweigen.</p>
<p>Beelitz ist nur eines von vielen Beispielen, die zeigen, wie nach der Wende vergammelnde Kasernen bevorzugt auf das Konto der &#8220;sowjetischen Horden&#8221; geschrieben wurden, statt sich an die eigene Nase zu fassen. Wie viele DDR-Wohnhäuser (z.B. in der Neustdt) sahen genauso katastrophal aus, weil sie jahrzehntelang unbewohnt dem Verfall preisgegeben worden oder aber dringend notwendige Sanierungen immer auf das aller Notwendigste beschränkt waren?<br />
Dass die Sowjets während der Besatzung alles andere als wie die Vandalen hausten, zeigen weitere Aufnahmen von Kasernengebäuden in ganz Ostdeutschland kurz vor dem Truppenabzug:</p>
<div id="attachment_2811" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/25/" rel="attachment wp-att-2811"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/25-300x225.jpg" alt="Kaserne der 34. Artillerie-Division in Potsdam, 1993. Quelle: Burlakow, Sowjetische Truppen in Deutschland." title="Kaserne der 34. Artillerie-Division in Potsdam, 1993. Quelle: Burlakow, Sowjetische Truppen in Deutschland." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2811" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne der 34. Artillerie-Division in Potsdam, 1993. Quelle: Burlakow, Sowjetische Truppen in Deutschland.</p></div>
<div id="attachment_2818" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/21-3/" rel="attachment wp-att-2818"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/21-300x225.jpg" alt="Schlafsaal Berlin-Brigade, Berlin Karlshorst (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." title="Schlafsaal Berlin-Brigade, Berlin Karlshorst (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2818" /></a><p class="wp-caption-text">Schlafsaal Berlin-Brigade, Berlin Karlshorst (90er-Jahre). Foto: W. Borissow, Deutsch-Russisches Museum Berlin.</p></div>
<p>Auch hier zeigt sich ein vergleichsweise zivilisiertes Bild: Die Bausubstanz mag alt gewesen sein, doch sie zeigt sich sowohl von außen als auch von innen in annehmbarem Zustand. Die Schlafsäle seien auch in den Dresdner Kasernen bei der Übergabe an die Bundeswehr &#8220;blitzsauber&#8221; gewesen, sodass &#8220;man vom Boden hätte essen können&#8221;, erinnert sich Dieter Liebschner. Die Exerzier- und Vorplätze zeigen sich aufgeräumt, akurat gepflastert und von Pflanzkübeln und Rasenrabatten, teils sogar Blumenbeeten, gesäumt. Weitere Fotos aus dem Fundus des letzten Oberkommandierenden der Westgruppe, Burlakow, zeigen Soldaten beim Rasenmähen und Putzen.</p>
<p>*</p>
<p>Sieht man sich nun die wenigen zugänglichen, unscharfen Bilder der 1913/14 errichteten ehemaligen Luftschifffahrts- und späteren Nachrichtenkaserne in Übigau an, die das Areal in sowjetischer Nutzung kurz vor dem Abzug der Truppen im Frühjahr 1993 zeigen, kann auch hier konstatiert werden: Die Kaserne befand sich vor Übergabe an die deutschen Behörden in einem vergleichsweise zivilisierten Zustand &#8211; bis die ersten Fensterscheiben in dem nur dürftig gesicherten Gebäudekomplex zu Bruch gingen und einheimische Abenteurer sich Zutritt verschafften.</p>
<div id="attachment_2832" class="wp-caption alignleft" style="width: 242px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_abmarsch_02_1992_2/" rel="attachment wp-att-2832"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_abmarsch_02_1992_2.jpg" alt="Die letzten Truppen verlassen die Übigauer Kaserne, Frühjahr 1993. Quelle: www.dresden-übigau.de." title="Die letzten Truppen verlassen die Übigauer Kaserne, Frühjahr 1993. Quelle: www.dresden-übigau.de." width="232" height="155" class="size-full wp-image-2832" /></a><p class="wp-caption-text">Die letzten Truppen verlassen die Übigauer Kaserne, Frühjahr 1993. Quelle: www.dresden-übigau.de.</p></div>
<div id="attachment_2835" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_abmarsch_02_1992_1/" rel="attachment wp-att-2835"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_abmarsch_02_1992_1.jpg" alt="Der Exerzierplatz auf dem Kasernenhof, Herbst/Winter 92/93. Quelle: www.dresden-übigau.de." title="Der Exerzierplatz auf dem Kasernenhof, Herbst/Winter 92/93. Quelle: www.dresden-übigau.de." width="260" height="174" class="size-full wp-image-2835" /></a><p class="wp-caption-text">Der Exerzierplatz auf dem Kasernenhof, Herbst/Winter 92/93. Quelle: www.dresden-übigau.de.</p></div>
<div id="attachment_2739" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/023-3/" rel="attachment wp-att-2739"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/023-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau, Unterkünfte." title="Kaserne Dresden-Übigau, Unterkünfte." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2739" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau, Unterkünfte.</p></div>
<p>Heute hingegen ist der gesamte Innenhof der Kaserne von Bauschutt und Trümmerresten, Pflastersteinen und Schrott übersäht. Wahrscheinlich großteils Rückstände des Abrisses einiger Gebäude in den Jahren 2004 und 2005. Die Häuserreihe im Hintergrund des rechten oberen Fotos mit dem Exerzierplatz steht heute nicht mehr. Früher befanden sich Ställe und Fuhrpark darin. Wind und Wetter setzten ihnen so zu, dass sie teilweise einstürzten und notdürftig abgerissen wurden.<br />
An der Mauer entlang der Klingerstraße türmt sich achtlos von Anwohnern rübergeworfener Müll: Flaschen, Autoreifen und ganze Möbel- und Technikteile gammeln dort vor sich hin. Sowjetische Hinterlassenschaften hingegen sind trotz intensiver Suche kaum zu finden: Ein Soldatenstiefel hinter der Turnhalle ist eines der wenigen Originalsouvenire, die das Gelände heute hergibt. Auch der meiste Unrat in den Kasernengebäuden entpuppt sich als &#8220;deutsches Erbe&#8221;: haufenweise Zementsäcke und Werkzeug aus deutscher Produktion, herangeschleppte Möbel; verwanzte Schlafsäcke und Decken zeugen von gelegentlichen nächtlichen Gästen. Der Zutritt ist auch heute noch &#8211; trotz der augenscheinlichen Einsturz- und sogar Lebensgefahr in vielen Bereichen &#8211; kinderleicht. Nur ein Schild warnt direkt neben dem bequemen Einstiegsloch im Haupttor: &#8220;Betreten der Baustelle verboten&#8221;. Vermutlich muss erst ein neugieriges Kind durch das Loch in der Hauswand in den mehrere Meter tiefen Kohlenschacht (mehr dazu später im Text) stürzen und dabei umkommen, bis die Ruine (und mehr ist das heute einfach nicht mehr) besser gesichert wird. Dass Ruinen eine magische Anziehungskraft auf abenteuerlustige Kinder haben, wissen wir nicht erst, seit die 11-jährige Emma vorvergangene Woche im alten Sachsenbad in den Tod stürzte. Auch ich streifte als Kind bereits bevorzugt durch die Ruinen der Neustadt.</p>
<div id="attachment_2746" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/025-4/" rel="attachment wp-att-2746"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/025-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: Soldatenstiefel." title="Kaserne Dresden-Übigau: Soldatenstiefel." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2746" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: Soldatenstiefel.</p></div>
<div id="attachment_2740" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/026/" rel="attachment wp-att-2740"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/026-225x300.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: rosa Wände?" title="Kaserne Dresden-Übigau: rosa Wände?" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-2740" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: rosa Wände?</p></div>
<p>Auch heute, 17 Jahre nach dem Abzug, geben die Gebäude noch Aufschluss über so manche sowjetische Auffassung von Wohnlichkeit: So schienen die Sowjets trotz des tristen Graus der Außenfassaden eine Vorliebe für kräftige Farben im Innenbereich zu haben. Häufig stößt man im Inneren der Kasernenbauten auf knallige Blau- und Mintgrün-Töne, sonniges Gelb und sogar schreiendes Rosa &#8211; in einem Haus, das fast ausschließlich Männer beherbergte, wohlgemerkt. Die Latrinen erstrahlen sogar in einer gewagten Kombination aus Blau, Grün und Rot. </p>
<div id="attachment_2742" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/022/" rel="attachment wp-att-2742"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/022-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: Festsaal?" title="Kaserne Dresden-Übigau: Festsaal?" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2742" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: Festsaal?</p></div>
<div id="attachment_2743" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/019-2/" rel="attachment wp-att-2743"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/019-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: Kellerloch." title="Kaserne Dresden-Übigau: Kellerloch." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2743" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: Kellerloch.</p></div>
<p>An der Westseite befinden sich die ehemalige Turnhalle und anscheinend so etwas wie der ehemalige Festsaal. Auf dem Bild (links) mag das nicht so ganz rüberkommen, aber die Bretterlandschafft im Vordergrund mutet wie eine Bühne an, von der rechter Hand Stufen in einen tiefer gelegenen Bereich führen. Betreten ist aber mittlerweile gerade bei dem momentanen Tauwetter nicht zu empfehlen, Dach und Bretterboden sind extrem morsch und akut einsturzgefährdet.<br />
Auf dem rechten Bild ist etwas undeutlich ein ziemlich dunkles, mindestens sechs Meter tiefes Kellerloch zu sehen, das im mittleren Hauptgebäude an der Klingerstraße durch ein Loch in der Hauswand einsehbar ist. Vom Loch in der Wand führt eine Eisenstiege nach unten. Eventuell befand sich hier mal das Heizhaus, denn das Loch sieht ziemlich ausgeweidet aus, die Kessel und Geräte wurden anscheinend mitgenommen. Sogar die Treppe an der dem Einstiegsloch gegenüberliegenden Kellerwand, die von unten zu einer parterre liegenden Tür hinaufführte, wurde abgebaut. Anscheinend wurden früher Kohlen dort gelagert, denn alles ist irgendwie noch ziemlich schwarz da unten.</p>
<div id="attachment_2744" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/027/" rel="attachment wp-att-2744"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/027-300x225.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: mediale Tapete." title="Kaserne Dresden-Übigau: mediale Tapete." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2744" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: mediale Tapete.</p></div>
<div id="attachment_2745" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/attachment/029/" rel="attachment wp-att-2745"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/029-225x300.jpg" alt="Kaserne Dresden-Übigau: farbenfrohes Treppenhaus." title="Kaserne Dresden-Übigau: farbenfrohes Treppenhaus." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-2745" /></a><p class="wp-caption-text">Kaserne Dresden-Übigau: farbenfrohes Treppenhaus.</p></div>
<p>Die Übigauer Kaserne steht zu 85% unter Denkmalschutz, doch der Verfall geht weiter. 2004 wurden einige Gebäude abgerissen, ein Dehner-Gartencenter entstand an der Washington-Straße. Eine vor Jahren geplante Seniorenwohnanlage wurde nie gebaut, seit 2003 gelten die Pläne als verworfen. Seither hat sich an dem schlechten Zustand der restlichen Gebäude nichts geändert. Sollte die einst schmucke Kaserne ihren 100. Geburtstag in 3 Jahren tatsächlich als Ruine feiern müssen?<br />
<div id="attachment_2870" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_beamtenwohnungen_2k/" rel="attachment wp-att-2870"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/222_0_0_images_stories_geschichte_kaserne_beamtenwohnungen_2k.jpg" alt="Unterkünfte der Nachrichtenkaserne Klinger-/Ecke Kaditzer Straße um 1937." title="Unterkünfte der Nachrichtenkaserne Klinger-/Ecke Kaditzer Straße um 1937." width="259" height="135" class="size-full wp-image-2870" /></a><p class="wp-caption-text">Unterkünfte der Nachrichtenkaserne Klinger-/Ecke Kaditzer Straße um 1937.</p></div></p>
<div id="attachment_2873" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/2011-02-19-18-jahre-verfall-und-legendenbildung-die-ubigauer-kaserne/013-2/" rel="attachment wp-att-2873"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/02/013-300x225.jpg" alt="Zeugnis alter kaiserlicher Herrlichkeit: Ornament an der Fassade Klingerstraße." title="Zeugnis alter kaiserlicher Herrlichkeit: Ornament an der Fassade Klingerstraße." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2873" /></a><p class="wp-caption-text">Zeugnis alter kaiserlicher Herrlichkeit: Ornament an der Fassade Klingerstraße.</p></div>
]]></content:encoded>
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		<title>Frieden.</title>
		<link>http://djane.momocat.de/2011-01-10-frieden/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 12:07:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Neustadt]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetischer Garnisonfriedhof Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Garnisonfriedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Nordflügel]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, der sollte dem Garnisonfriedhof an der Marienallee unbedingt im Winter einen Besuch abstatten. Nirgends ist es ruhiger, friedlicher und feierlich als dort, wenn der Schnee zentimeterhoch alles bedeckt, beinahe jedes Geräusch verschluckt und dabei im stahlenden Sonnenschein glitzert und funkelt. Kaum ein Ort hätte den Namen &#8220;FRIEDhof&#8221; mehr verdient.</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/784.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/784.jpg" alt="" title="" width="800" height="600" class="alignright size-full wp-image-2667"  displayexif=".DISPEXIF_45054" /></a></p>
<div id="attachment_2668" class="wp-caption alignright" style="width: 810px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/787.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/787.jpg" alt="Der Schnee deckt gnädig die Spuren der Verwahrlosung im Nordflügel zu." title="Der Schnee deckt gnädig die Spuren der Verwahrlosung im Nordflügel zu." width="800" height="600" class="size-full wp-image-2668"  displayexif=".DISPEXIF_64545" /></a><p class="wp-caption-text">Der Schnee deckt gnädig die Spuren der Verwahrlosung im Nordflügel zu.</p></div>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/793.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/793.jpg" alt="" title="" width="600" height="800" class="alignright size-full wp-image-2669"  displayexif=".DISPEXIF_78243" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/782.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/782.jpg" alt="" title="782" width="800" height="600" class="alignright size-full wp-image-2673"  displayexif=".DISPEXIF_14707" /></a></p>
<div class="dispexif_hidden DISPEXIF_45054" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_64545" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Der Schnee deckt gnädig die Spuren der Verwahrlosung im Nordflügel zu.</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_78243" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_14707" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >782</div></div></div>[...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, der sollte dem Garnisonfriedhof an der Marienallee unbedingt im Winter einen Besuch abstatten. Nirgends ist es ruhiger, friedlicher und feierlich als dort, wenn der Schnee zentimeterhoch alles bedeckt, beinahe jedes Geräusch verschluckt und dabei im stahlenden Sonnenschein glitzert und funkelt. Kaum ein Ort hätte den Namen &#8220;FRIEDhof&#8221; mehr verdient.</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/784.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/784.jpg" alt="" title="" width="800" height="600" class="alignright size-full wp-image-2667"  displayexif=".DISPEXIF_88971" /></a></p>
<div id="attachment_2668" class="wp-caption alignright" style="width: 810px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/787.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/787.jpg" alt="Der Schnee deckt gnädig die Spuren der Verwahrlosung im Nordflügel zu." title="Der Schnee deckt gnädig die Spuren der Verwahrlosung im Nordflügel zu." width="800" height="600" class="size-full wp-image-2668"  displayexif=".DISPEXIF_56611" /></a><p class="wp-caption-text">Der Schnee deckt gnädig die Spuren der Verwahrlosung im Nordflügel zu.</p></div>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/793.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/793.jpg" alt="" title="" width="600" height="800" class="alignright size-full wp-image-2669"  displayexif=".DISPEXIF_24555" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/782.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2011/01/782.jpg" alt="" title="782" width="800" height="600" class="alignright size-full wp-image-2673"  displayexif=".DISPEXIF_78350" /></a></p>
<div class="dispexif_hidden DISPEXIF_88971" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_56611" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Der Schnee deckt gnädig die Spuren der Verwahrlosung im Nordflügel zu.</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_24555" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_78350" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >782</div></div></div>]]></content:encoded>
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		<title>Spurensuche am Festspielhaus Hellerau.</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 16:43:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen begab ich mich auf Spurensuche auf dem Gelände des Festspielhauses Hellerau, das von den 30er-Jahren an bis in die 90er-Jahre hinein Kasernengelände war. Von 1945 bis 1992 waren hier das 153. separate Fernmeldebatallion sowie ein Sanitätsbatallion der Sowjetarmee samt Lazarett ansässig. In der großen grauen Villa (erstes Foto), links des Eingangs zum Gelände, sollen früher Politoffiziere gewohnt haben, in den kleinen gelben Häuschen am Festplatz die Kommandeure, während das Festspielhaus selbst anscheinend als Lazarett gedient hat.</p>
<p>Neben den bereits gesondert zur Schau gestellten Wandmalereien aus der Zeit der sowjetischen Besatzung im Festspielhaus gab es noch eine Reihe anderer interessanter Zeugnisse aus vergangenen Zeiten, die im Bild festzuhalten mir lohnenswert schien.<br />
Dabei herumgekommen ist u. a. dies (zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken):</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0060.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0060-300x225.jpg" alt="" title="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2563" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0059.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0059-300x225.jpg" alt="" title="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2565" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto00611.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto00611-300x225.jpg" alt="" title="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2568" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0054.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0054-300x225.jpg" alt="" title="Foto0054" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2569" /></a><br />
<div id="attachment_2572" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0053.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0053-300x225.jpg" alt="DMB 86" title="DMB 86." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2572" /></a><p class="wp-caption-text">DMB 86</p></div></p>
<ul>
Das obige Bild &#8211; dessen marmorierte Optik mir übrigens irgendwie total gut gefällt &#8211; zeigt ein Stück rohverputzte Mauer im Bereich der ehemaligen Werk- bzw. Fuhrparkshallen. Links ist sehr verschwommen mit dunkler Farbe in Kyrillisch &#8220;DMB 86&#8243; zu lesen. DMB steht dabei vermutlich für das Russische &#8220;Dembel&#8221;, abgeleitet von &#8220;Demobilisazia&#8221;, das im Prinzip die Entlassungskandidaten bezeichnete. Dazu steht meist das Jahr der Entlassung: oben 1986.<br />
Rechts daneben noch mal in Rot die Dienstzeit: 1984-86. Auf dem gesamten Gelände fanden sich solche Insignien von hier ihren Wehrdienst ableistenden Soldaten der Sowjetischen Armee. Siehe auch das nächste Bild: Entlassung Frühjahr (&#8220;Wesna&#8221;) 1988.</ul>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1288.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1288-300x225.jpg" alt="" title="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2576" /></a></p>
<p><div id="attachment_2578" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0056.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0056-225x300.jpg" alt="Freundschaft." title="Freundschaft." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-2578" /></a><p class="wp-caption-text">Freundschaft.</p></div><br />
<div id="attachment_2580" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1286.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1286-300x225.jpg" alt="Leningrad." title="Leningrad." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2580" /></a><p class="wp-caption-text">Leningrad.</p></div></p>
<div id="attachment_2583" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1292.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1292-300x225.jpg" alt="Eingewecktes anno 1984." title="Eingewecktes anno 1984." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2583" /></a><p class="wp-caption-text">Eingewecktes anno 1984.</p></div>
<ul>
Damals wie heute beliebt, früher aber fast überlebenswichtig: eingekochtes Obst. Hier Kirschen, Pflaumen und Apfelmus. Das ganz links sah aus wie Blumenkohl. Auf dem Apfelmusglas klebt noch ein kleiner weißer Aufkleber mit der Aufschrift &#8220;84&#8243;. Fotografiert durch die fast blinde Scheibe eines noch nahezu im Originalzustand erhaltenen Schuppens hinter dem Festspielhaus. Daher auch die recht miese Qualität des Fotos. Das Obst sieht übrigens &#8211; wie man erkennen kann &#8211; noch richtig genießbar aus. Würde sicher auch eine tolle Requisite fürs Theater abgeben.</ul>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1291.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1291-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1291" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2587" /></a></p>
<p>Altes Werbeschild des russischen Tanztheaters &#8220;Derevo&#8221; &#8211; oder ein Teil einer Requisite? Toller Fund auf jeden Fall. Es stand ziemlich abseits des Festspielhauses im Bereich der Schuppen und Baracken.</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1280.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1280-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1280" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2588" /></a></p>
<p>Dieses verwitterte Bild ziert eine der nach wie vor erhaltenen Begrenzungsmauern hinter den ehemaligen Truppenunterkünften (auf dem Festspielgelände die langgezogene Ruine rechter Hand). Auch wenn Wind und Wetter ihm arg zugesetzt haben, hat es mich sofort aufgrund seiner erstaunlichen Perspektivik und Weite begeistert. Wenn man hinschaut, meint man, auf ein steiniges Meeresufer zu blicken: In den seichten Wogen liegen runde, schwarze Steine im Morgendunst, die am Horizont aufgehende Sonne spiegelt sich im Wasser&#8230; fantastisch. Wahrscheinlich kommt dieser Effekt gerade deshalb zustande, weil das Bild bereits so verwaschen ist.</p>
<p>An diesem Mauerstück finden sich noch weitere handgemalte Bilder, teilweise mit kindlichen Motiven (siehe die nächsten Bilder). Womöglich wurden in dem auf dem Gelände befindlichen Lazarett dann und wann auch Kinder von Offizieren behandelt, sodass man die Mauern auf der Innenseite mit Bildern verzierte, um den kleinen Patienten den Aufenthalt angenehmer zu gestalten.</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1281.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1281-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1281" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2590" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1283.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1283-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1283" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2592" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1282.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1282-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1282" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2593" /></a></p>
[...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen begab ich mich auf Spurensuche auf dem Gelände des Festspielhauses Hellerau, das von den 30er-Jahren an bis in die 90er-Jahre hinein Kasernengelände war. Von 1945 bis 1992 waren hier das 153. separate Fernmeldebatallion sowie ein Sanitätsbatallion der Sowjetarmee samt Lazarett ansässig. In der großen grauen Villa (erstes Foto), links des Eingangs zum Gelände, sollen früher Politoffiziere gewohnt haben, in den kleinen gelben Häuschen am Festplatz die Kommandeure, während das Festspielhaus selbst anscheinend als Lazarett gedient hat.</p>
<p>Neben den bereits gesondert zur Schau gestellten Wandmalereien aus der Zeit der sowjetischen Besatzung im Festspielhaus gab es noch eine Reihe anderer interessanter Zeugnisse aus vergangenen Zeiten, die im Bild festzuhalten mir lohnenswert schien.<br />
Dabei herumgekommen ist u. a. dies (zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken):</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0060.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0060-300x225.jpg" alt="" title="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2563" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0059.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0059-300x225.jpg" alt="" title="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2565" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto00611.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto00611-300x225.jpg" alt="" title="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2568" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0054.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0054-300x225.jpg" alt="" title="Foto0054" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2569" /></a><br />
<div id="attachment_2572" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0053.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0053-300x225.jpg" alt="DMB 86" title="DMB 86." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2572" /></a><p class="wp-caption-text">DMB 86</p></div></p>
<ul>
Das obige Bild &#8211; dessen marmorierte Optik mir übrigens irgendwie total gut gefällt &#8211; zeigt ein Stück rohverputzte Mauer im Bereich der ehemaligen Werk- bzw. Fuhrparkshallen. Links ist sehr verschwommen mit dunkler Farbe in Kyrillisch &#8220;DMB 86&#8243; zu lesen. DMB steht dabei vermutlich für das Russische &#8220;Dembel&#8221;, abgeleitet von &#8220;Demobilisazia&#8221;, das im Prinzip die Entlassungskandidaten bezeichnete. Dazu steht meist das Jahr der Entlassung: oben 1986.<br />
Rechts daneben noch mal in Rot die Dienstzeit: 1984-86. Auf dem gesamten Gelände fanden sich solche Insignien von hier ihren Wehrdienst ableistenden Soldaten der Sowjetischen Armee. Siehe auch das nächste Bild: Entlassung Frühjahr (&#8220;Wesna&#8221;) 1988.</ul>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1288.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1288-300x225.jpg" alt="" title="" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2576" /></a></p>
<p><div id="attachment_2578" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0056.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0056-225x300.jpg" alt="Freundschaft." title="Freundschaft." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-2578" /></a><p class="wp-caption-text">Freundschaft.</p></div><br />
<div id="attachment_2580" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1286.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1286-300x225.jpg" alt="Leningrad." title="Leningrad." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2580" /></a><p class="wp-caption-text">Leningrad.</p></div></p>
<div id="attachment_2583" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1292.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1292-300x225.jpg" alt="Eingewecktes anno 1984." title="Eingewecktes anno 1984." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2583" /></a><p class="wp-caption-text">Eingewecktes anno 1984.</p></div>
<ul>
Damals wie heute beliebt, früher aber fast überlebenswichtig: eingekochtes Obst. Hier Kirschen, Pflaumen und Apfelmus. Das ganz links sah aus wie Blumenkohl. Auf dem Apfelmusglas klebt noch ein kleiner weißer Aufkleber mit der Aufschrift &#8220;84&#8243;. Fotografiert durch die fast blinde Scheibe eines noch nahezu im Originalzustand erhaltenen Schuppens hinter dem Festspielhaus. Daher auch die recht miese Qualität des Fotos. Das Obst sieht übrigens &#8211; wie man erkennen kann &#8211; noch richtig genießbar aus. Würde sicher auch eine tolle Requisite fürs Theater abgeben.</ul>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1291.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1291-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1291" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2587" /></a></p>
<p>Altes Werbeschild des russischen Tanztheaters &#8220;Derevo&#8221; &#8211; oder ein Teil einer Requisite? Toller Fund auf jeden Fall. Es stand ziemlich abseits des Festspielhauses im Bereich der Schuppen und Baracken.</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1280.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1280-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1280" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2588" /></a></p>
<p>Dieses verwitterte Bild ziert eine der nach wie vor erhaltenen Begrenzungsmauern hinter den ehemaligen Truppenunterkünften (auf dem Festspielgelände die langgezogene Ruine rechter Hand). Auch wenn Wind und Wetter ihm arg zugesetzt haben, hat es mich sofort aufgrund seiner erstaunlichen Perspektivik und Weite begeistert. Wenn man hinschaut, meint man, auf ein steiniges Meeresufer zu blicken: In den seichten Wogen liegen runde, schwarze Steine im Morgendunst, die am Horizont aufgehende Sonne spiegelt sich im Wasser&#8230; fantastisch. Wahrscheinlich kommt dieser Effekt gerade deshalb zustande, weil das Bild bereits so verwaschen ist.</p>
<p>An diesem Mauerstück finden sich noch weitere handgemalte Bilder, teilweise mit kindlichen Motiven (siehe die nächsten Bilder). Womöglich wurden in dem auf dem Gelände befindlichen Lazarett dann und wann auch Kinder von Offizieren behandelt, sodass man die Mauern auf der Innenseite mit Bildern verzierte, um den kleinen Patienten den Aufenthalt angenehmer zu gestalten.</p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1281.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1281-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1281" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2590" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1283.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1283-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1283" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2592" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1282.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/CIMG1282-300x225.jpg" alt="" title="CIMG1282" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-2593" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bilder eines Krieges &#8211; Ausdruck eines Selbstbildes.</title>
		<link>http://djane.momocat.de/2010-11-13-bilder-eines-krieges-ausdruck-eines-selbstbildes/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 13:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jane</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die folgenden Fotos zeigen Wandbilder aus dem Festspielhaus Hellerau. Bereits vor den Weltkriegen wurde das Ensemble als Spielstätte genutzt. Nach Ende des 2. Weltkrieges zog in die heutige Festhalle das Stabshauptquartier einer Einheit der Sowjetarmee ein, rings herum gruppierten sich die Mannschaftsunterkünfte sowie Werk- und Lagerhallen. Nach der Wende begann die Wiederbelebung der alten Festspiel-Tradition auf dem Areal.<br />
Im Zuge der Sanierung stieß man auf umfangreiche, farbenprächtige Wandgemälde der Sowjets, vermutlich aus jener Zeit kurz nach Ende des Krieges. Sie zeigen die Geschichte des &#8220;heldenhaften Vorstoßes&#8221; der Roten Armee über Russland, die Ukraine und Polen bis nach Berlin. Sie zeigen die Schrecken und das Grauen der Schlachten: brennende Panzer, Luftangriffe, Explosionen, Tote &#8211; und mittendrin eine junge Sanitäterin, die einen Verletzten birgt, um ihn zu retten. Bilder, die damals vermutlich in der Erinnerung des Künstlers noch sehr lebendig waren. Sein Name ist hingegen bis heute unbekannt.</p>
<p>Sie zeigen aber auch die bilderstürmerischen Ruhmessymbole vom siegreichen, mächten Rotarmisten mit wehendem Umhang, der ein angsterfülltes deutsches Kind in seinen Armen hält und mit einem überdimensionalen Schwert ein Hakenkreuz zerschmettert &#8211; die klassische Befreiungssymbolik. Eine Statue von ganz ähnlicher Gestalt steht noch heute am Ehrenmal in Berlin-Treptow. Dazu sieht man Landkarten mit den Marschrouten von damals. Dass von den ruhmreichen sowjetischen Kommandeuren schon mal eine Menschenmasse vergleichbar mit der Einwohnerzahl Leningrads binnen weniger Monate teils sinnlos verheizt wurde, darüber schweigen die Bilder.</p>
<p>Dass diese Kunstwerke im Zuge des Umbaus zum Festspielhaus erhalten wurden, ist ein wahrer Glücksfall und daher den Bauherren hoch anzurechnen. Denn zumeist werden die Zeugnisse jener Ära heute tunlichst übertüncht oder anderweitig zerstört. Nach Auskunft des Hauses wurden die Bilder einst mit einfacher Latex-Farbe auf die rohe Wand aufgebracht, an vielen Stellen bedürften sie dringend der Restaurierung. In de imposanten Eingangshalle, die nahezu ausschließlich in Weiß und anderen hellen Naturfarben gehalten ist, wirken die farbenfrohen Wandmalereien umso eindrucksvoller.</p>
<div id="attachment_2529" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0062.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0062.jpg" alt=" Im Treppenhaus zum Obergeschoss: Der lange Weg nach Berlin und der heldenhafte, siegreiche Rotarmist, Retter deutscher Kinder." title="Im Treppenhaus zum Obergeschoss - Der lange Weg nach Berlin und der heldenhafte, siegreiche Rotarmist, Retter deutscher Kinder." width="800" height="600" class="size-full wp-image-2529"  displayexif=".DISPEXIF_55993" /></a><p class="wp-caption-text">Im Treppenhaus zum Obergeschoss: Der lange Weg nach Berlin und der heldenhafte, siegreiche Rotarmist, Retter deutscher Kinder.</p></div>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0066.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0066.jpg" alt="" title="Foto0066" width="800" height="600" class="aligncenter size-full wp-image-2532"  displayexif=".DISPEXIF_99375" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0070.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0070.jpg" alt="" title="Foto0070" width="800" height="600" class="aligncenter size-full wp-image-2535"  displayexif=".DISPEXIF_98320" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0063.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0063-225x300.jpg" alt="" title="Foto0063" width="225" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-2537" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0067.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0067-225x300.jpg" alt="" title="Foto0067" width="225" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-2538" /></a></p>
<div id="attachment_2556" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0072.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0072-300x225.jpg"Kommentare im Wandbild." title="Kommentare im Wandbild." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2556" /></a><p class="wp-caption-text">Kommentare im Wandbild.</p></div>
<div class="dispexif_hidden DISPEXIF_55993" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Im Treppenhaus zum Obergeschoss - Der lange Weg nach Berlin und der heldenhafte, siegreiche Rotarmist, Retter deutscher Kinder.</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_99375" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Foto0066</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_98320" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Foto0070</div></div></div>[...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgenden Fotos zeigen Wandbilder aus dem Festspielhaus Hellerau. Bereits vor den Weltkriegen wurde das Ensemble als Spielstätte genutzt. Nach Ende des 2. Weltkrieges zog in die heutige Festhalle das Stabshauptquartier einer Einheit der Sowjetarmee ein, rings herum gruppierten sich die Mannschaftsunterkünfte sowie Werk- und Lagerhallen. Nach der Wende begann die Wiederbelebung der alten Festspiel-Tradition auf dem Areal.<br />
Im Zuge der Sanierung stieß man auf umfangreiche, farbenprächtige Wandgemälde der Sowjets, vermutlich aus jener Zeit kurz nach Ende des Krieges. Sie zeigen die Geschichte des &#8220;heldenhaften Vorstoßes&#8221; der Roten Armee über Russland, die Ukraine und Polen bis nach Berlin. Sie zeigen die Schrecken und das Grauen der Schlachten: brennende Panzer, Luftangriffe, Explosionen, Tote &#8211; und mittendrin eine junge Sanitäterin, die einen Verletzten birgt, um ihn zu retten. Bilder, die damals vermutlich in der Erinnerung des Künstlers noch sehr lebendig waren. Sein Name ist hingegen bis heute unbekannt.</p>
<p>Sie zeigen aber auch die bilderstürmerischen Ruhmessymbole vom siegreichen, mächten Rotarmisten mit wehendem Umhang, der ein angsterfülltes deutsches Kind in seinen Armen hält und mit einem überdimensionalen Schwert ein Hakenkreuz zerschmettert &#8211; die klassische Befreiungssymbolik. Eine Statue von ganz ähnlicher Gestalt steht noch heute am Ehrenmal in Berlin-Treptow. Dazu sieht man Landkarten mit den Marschrouten von damals. Dass von den ruhmreichen sowjetischen Kommandeuren schon mal eine Menschenmasse vergleichbar mit der Einwohnerzahl Leningrads binnen weniger Monate teils sinnlos verheizt wurde, darüber schweigen die Bilder.</p>
<p>Dass diese Kunstwerke im Zuge des Umbaus zum Festspielhaus erhalten wurden, ist ein wahrer Glücksfall und daher den Bauherren hoch anzurechnen. Denn zumeist werden die Zeugnisse jener Ära heute tunlichst übertüncht oder anderweitig zerstört. Nach Auskunft des Hauses wurden die Bilder einst mit einfacher Latex-Farbe auf die rohe Wand aufgebracht, an vielen Stellen bedürften sie dringend der Restaurierung. In de imposanten Eingangshalle, die nahezu ausschließlich in Weiß und anderen hellen Naturfarben gehalten ist, wirken die farbenfrohen Wandmalereien umso eindrucksvoller.</p>
<div id="attachment_2529" class="wp-caption aligncenter" style="width: 810px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0062.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0062.jpg" alt=" Im Treppenhaus zum Obergeschoss: Der lange Weg nach Berlin und der heldenhafte, siegreiche Rotarmist, Retter deutscher Kinder." title="Im Treppenhaus zum Obergeschoss - Der lange Weg nach Berlin und der heldenhafte, siegreiche Rotarmist, Retter deutscher Kinder." width="800" height="600" class="size-full wp-image-2529"  displayexif=".DISPEXIF_38379" /></a><p class="wp-caption-text">Im Treppenhaus zum Obergeschoss: Der lange Weg nach Berlin und der heldenhafte, siegreiche Rotarmist, Retter deutscher Kinder.</p></div>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0066.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0066.jpg" alt="" title="Foto0066" width="800" height="600" class="aligncenter size-full wp-image-2532"  displayexif=".DISPEXIF_61580" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0070.jpg"><img  src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0070.jpg" alt="" title="Foto0070" width="800" height="600" class="aligncenter size-full wp-image-2535"  displayexif=".DISPEXIF_98291" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0063.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0063-225x300.jpg" alt="" title="Foto0063" width="225" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-2537" /></a></p>
<p><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0067.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0067-225x300.jpg" alt="" title="Foto0067" width="225" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-2538" /></a></p>
<div id="attachment_2556" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0072.jpg"><img src="http://djane.momocat.de/wp-content/uploads/2010/11/Foto0072-300x225.jpg"Kommentare im Wandbild." title="Kommentare im Wandbild." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-2556" /></a><p class="wp-caption-text">Kommentare im Wandbild.</p></div>
<div class="dispexif_hidden DISPEXIF_38379" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Im Treppenhaus zum Obergeschoss - Der lange Weg nach Berlin und der heldenhafte, siegreiche Rotarmist, Retter deutscher Kinder.</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_61580" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Foto0066</div></div></div><div class="dispexif_hidden DISPEXIF_98291" style="display: none;" ><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Manufacturer</div><div class="dispexif_desc" >Nokia</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Model Name</div><div class="dispexif_desc" >7230</div></div><div class="dispexif_raw" ><div class="dispexif_title" >Title</div><div class="dispexif_desc" >Foto0070</div></div></div>]]></content:encoded>
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