Gefunden bei ebay auf der Suche nach einem Jogging-Outfit. Auktionsüber- und Bildunterschrift lauteten: “Jogginghose”.
Könnte in dieser Montur allerdings beschwerlich werden mit dem Laufen…
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Ich hatte ja damit gerechnet, dass meine kleine Kolumne früher oder später entdeckt würde. Womit ich allerdings nicht gerechnet hätte, das ist die gefühlte Gefahr und das Ausmaß der Verägerung, die “Standardisierte Inkorrektness” bei vielen der Kommentatoren dort ausgelöst hat. Anscheinend begreift man dort selbst die sachlichste Kritik (und ich habe mir doch wirklich Mühe gegeben, die Methoden von PI & Konsorten ausschließlich anhand tatsächlich nachvollziehbarer, sachlicher Beweisführung zu entlarven) als Majestätsbeleidigung und Angriff auf die gesamte Bewegung. So wird etwa Tassilochen nicht müde, den Entenhaufen auf PI unermüdlich auf mein Blog hinzuweisen und seinen pathologischen Verfolgungswahn auszuleben, indem er mich mit irgendwelchen ominösen Pseudonymen in Verbindung bringt – vermutlich Leute, die ihn aufgrund ihrer stringenten Argumentation schon früher mal zur Weisglut brachten:
So steht es in beinahe jedem PI-Forum geschrieben. Jaja, so ist’s recht, meine lieben PI-ler, kommt nur alle schön auf meine Seite und lest! Lest, bis ihr so etwas wie Vernunft entwickelt. Put, put, put… Bereits vor 3 Tagen gab der Deutsche Wetterdienst Vorwarnungen zur Unwetterwarnung vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen heraus. Bis zu 20 cm Neuschnee sollte das Niederschlagstief “Daisy” weiten Teilen des Südens und Ostens Deutschlands bis Samstag bringen, starke Wind- und sogar Sturmböhen sollten zu starken Beeinträchtigungen im Verkehr führen. Seit gestern Abend nun lagen konkrete Unwetterwarnungen für beinahe den gesamten Osten sowie Teile der Mitte Deutschlands vor, die immerhin noch vor 10-15 cm Neuschnee innerhalb von 12 Stunden und starken Schneeverwehungen warnten. Halb Deutschland machte sich also auf etwas gefasst. UNWETTER sieht anders aus. Aber, man fasst es nicht: Beim Deutschen Wetterdienst besteht nach wie vor “Daisy-Alarm” in Form einer Unwetterwarnung für Dresden vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen durch Windböen mit Neuschneehöhen bis zu 10 cm innerhalb von 6 Stunden, die soeben nochmals bis Mitternacht verlängert wurde, während das Schneegeriesel draußen beinahe völlig zum Erliegen gekommen ist und momentan sogar in eine Art Nieselregen überzugehen scheint. Ein Blick auf das Niederschlagsradar verrät: Da kommt auch nicht mehr allzu viel. Nach so viel künstlich produziertem Hype und dadurch erzeugter Spannung macht sich nun tatsächlich Ernüchterung breit. Haha, “Daisy”. Und, ob ein Wolkenband tatäschlich in der Lage ist, 15 cm Neuschnee in einem bestimmten Zeitraum zu produzieren, oder doch eher nur leichte Niederschläge bringen wird, sollten Meteorologen tatsächlich zeitnah prognostizieren können. Schaut man beim Deutschen Wetterdienst auf das Niederschlagsradar, das seit gestern Abend konstant für die nächsten Stunden lediglich geringe bis leichte Niederschläge aufzeigt, was in etwa auch dem entspricht, was bislang unten ankam, kann man über den Unwetter-Alarm nur noch den Kopf schütteln. Das steht nun wirklich in keinem Verhältnis. Für gewöhnlich bin ich ein unruhiger Schläfer. Meine Nächte sind oft geprägt von scheinbar ewig dauernden, oft erschreckend real wirkenden Traumsequenzen, unterbrochen von kurzen Phasen halben Erwachens und Wieder-Wegdriftens. Heute Nacht geträumt: Ich lebe mit 2 Typen in einer ziemlich obskuren WG. Ich glaub, ich hab mein DDR-Trauma zu ausgedehnt auf Antons Blog aufgearbeitet Wetter ist schon eine feine, hoch interessante Angelegenheit. Manchmal, wenn ich so fasziniert die Wolkengebilde am Himmel anstarre, denk ich mir: Wetterfrosch, das wär doch auch ein klasse Job gewesen. ![]() Letzte Woche an der Elbe unter einer sommerlich wirkenden Platane. Spektakulär wird’s dann, wenn das Wetter den Herbst einfach übergeht, und den Sommer schlagartig vom Winter ablösen lässt. So krass jedenfalls empfand ich den Unterschied zwischen letzter und der aktuellen Woche, die mit für Mitte Oktober äußerst ungewöhnlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt, Sturm und Schneefall (!) aufwartete: ![]() Heute hinterm Haus: Vorgeschmack auf den Winter mitten im Oktober. Schon verrückt das Ganze. Wie meinte mein Vater gestern Abend zu mir am Telefon:
Tscha mei… Der diesjährige Gewinner des Nobelpreises für Frieden, der höchsten Auszeichnung weltweit für Leistungen im Kampf für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt, ging an … Barack Obama. Wer ist Barack Obama? Da wären zunächst jede Menge löblicher Ankündigungen, mit denen Obama seinen Wahlkampf ausgestaltete, und die er auch seit seinem Amtsantritt immer wieder als oberste außen- und weltpolitische Ziele genannt hat. 1. Den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, um das Weltklima vor dem drohenden Kollaps zu bewahren. 2. den Nahostkonflikt zu einem friedlichen Ende zu führen 3. Die Militärpräsenz in Afghanistan schrittweise rückabzuwickeln. Auch hier: Aktionen in dieser Richtung – Fehlanzeige. Stattdessen wird das Klima in diesem zerrütteten Land seit Monaten immer unübersichtlicher, gewalttätiger und gefährlicher. Auch für die deutschen am Afghanistan-Einsatz beteiligten Soldaten. Dabei ist der US-Kurs auch für die deutsche Afghanistan-Politik von unmittelbarer Wichtigkeit. Was also hat Obama überhaupt getan? Er hat Gespräche geführt – seit langer Zeit auch wieder mit Vertretern jener Staaten, die unter George Bush noch als verhandlungsunwürdig betrachtet wurden – der Iran zum Beispiel. Das ist eine längst überfällige Korrektur eines weltweit als untragbar gehandelten Kurses der US-Außenpolitik, etwas, das von Obama erwartet wurde, nichts, was er unaufgefordert und in eigener Regie geleistet hätte. An dieser Stelle nun möchte ich einmal aus dem Testament Alfred Nobels zitieren, in dem er festlegte, an wen der Friedenspreis seiner Stiftung verliehen werden sollte:
Die Frage ist also: WAS hat Barack Obama in den 81/2 Monaten seiner Amtszeit für die “Verbrüderung der Völker” bzw. die “Abschaffung oder Verminderung stehender Heere” oder die “Förderung von Friedenskongressen” getan? Die Antwort: So gut wie gar nichts. Obama hat sich viele solcher hehren Ziele auf seine Fahnen geschrieben, aber er hat bislang keines davon realisiert, was sicherlich auch an der Kürze der Zeit liegen dürfte, die er erst im Amt ist. Die Förderung eines Friedenskongresses im Nahen Osten taucht bislang einzig als Agenda-Punkt in Obamas Wahlkampfliste auf – und nicht zuletzt bei der UN-Abstimmung über eine Resolution zur sofortigen Beendigung der Kampfhandlungen im Gaza-Streifen während der Operation “Gegossenes Blei” im Januar 2009 haben sich die USA abermals der Stimme enthalten. Es muss des Weiteren festgehalten werden, dass die Nominierungen für die im Dezember eines jeweiligen Jahres verliehenen Nobelpreise bis spätestens 1. Februar desselben Jahres erfolgt sein muss. Soll heißen, dass die Nominierung Obamas direkt nach dessen Wahl ins Amt des US-Präsidenten Ende Januar 2009 erfolgt sein muss. Warum überprüft das Nobelpreis-Komitee solche Nominierungen nicht? Würde es eine solche Überprüfung geben, würde wenigstens ein Viertel aller abgegebenen Nominierung aufgrund von Unzumutbarkeit verworfen werden müssen, wie u.a. Nominierungen wie Josef Stalin und Adolf Hitler (im Jahr 1939!) in der Vergangenheit oder eben auch die von Silvio Berlusconi und Barack Obama in diesem Jahr zeigen. Die Begründung des Nobel-Komitees für die Ehrung Obamas aber lautete:
Frage(n): Wie kann ein Mensch all dies in nur 8 Monaten Amtszeit schaffen und woran macht man diese Begründung konkret fest? Alfred Nobel hatte seinen Friedenspreis seinerzeit für außergewöhnliche LEISTUNGEN und RESULTATE ausgelobt, nicht für Ziele und Charisma. Obama hat bislang jedoch weder nennenswerte Leistungen noch Resultate erzielt und schon gar keine außergewöhnlichen. Fast scheint es, als sollte mit der Ehrung Obamas bewusst ein Zeichen gesetzt, vielleicht sogar das US-Image vom Kriegstreiber zum Friedensengel aufpoliert werden, noch bevor die neue US-Außenpolitik dahingehend selbst gesprochen hat. Wenn man mal in Betracht zieht, dass in anderen, gottverlassenen Winkeln dieser Erde Menschen im Arrest oder im Exil sitzen, um für die Freiheit ihrer Völker GEWALTLOS zu kämpfen; Menschen wie der Dalai Lama, der Bürgerrechtler Hu Jia, Journalisten wie Anna Politkowskaja, Menschenrechtler wie Natalja Estemirova, die ihr Leben gaben, um Menschenrechtsverletzungen in Russland und Tschetschenien aufzudecken, Menschen wie Mordechai Vanunu, der die Welt über das israelische geheime Atomprogramm aufklärte und dafür seit 20 Jahren dort festgehalten wird, oder der palästinensische Arzt Eseldin Abu al-Aisch, der im Blitzkrieg Israels im Januar 2009 3 seiner Töchter verlor und dennoch für Frieden und Versöhnung eintrittt und diesen Vorsatz vor allem jeden Tag LEBT, indem er in Krankenhäusern sowohl in israel als auch Palästina arbeitet; dann mutet es schon beinahe wie Hohn an, dass Machtpolitiker wie Obama, Jitzhak Rabin, Jassir Arafat, Menachem Begin, Shimon Peres, Henry Kissinger und sogar UN-Truppen (also kämpfende Truppen, wie in Afghanistan!) immer wieder den Vorzug bekamen vor denen, die WIRKLICH gegen Unterdrückung, Entrechtung, Krieg, Atomwaffen und Umweltverschmutzung kämpfen. Falls nicht, solltet ihr nicht mehr allzu lange überlegen. Denn die Einreise in das “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” wird alsbald mit einer Eintrittsgebühr in Höhe von 10 US$ verbunden sein. Mit dieser Maßnahme soll eine gemeinnützige Organisation zur Mitfinanzierung des angeschlagenen Tourismussektors ermöglicht werden. Der US-Tourismus hatte infolge der Wirtschaftskrise starke Einbrüche hinnehmen müssen, zahlreiche Stellen waren dem zum Opfer gefallen. In Europa ist der Beschluss weitestgehend mit Unmut bis hin zu offener Empörung aufgenommen worden. Die Vertretung der EU in Washington reagierte sogar mit der Forderung, nun im Umkehrschluss eine Einreisegebühr für US-Bürger auf dem europäischen Kontinent einzuführen. Ganz ehrlich: Ich halte eine solche Gebühr, egal, von wem erhoben, für Humbug. Sie wirkt immer abgrenzend und ausschließend und überhaupt nicht gastfreundlich. Man stelle sich mal vor, man müsste in jedem Restaurant erstmal Eintritt bezahlen, damit man sein Geld für Speis und Trank dortlassen darf und sich überhaupt jemand herablässt, einen zu bedienen. Tausende von Menschen, die in ein Fußballstadion gekarrt werden. Cola- und Hotdog-Stände, an den Stadionflanken Werbebanden von Party-Veranstaltern. Verstreut über das gesamte Areal stehen Buden wie auf dem Jahrmarkt, wo der “echte Fan” noch schnell seinen Vorrat an Memorabilia aller Art ergänzen kann – angefangen bei gerahmten Jacko-Postern mit passend schwarzem Trauer-Passepartout bis hin zum T-Shirt oder der verstaubten Thriller-CD, die aus Restbeständen hervorgekramt wurde. Allgemeine Volksfeststimmung, fröhliche Gesichter – und auf Knopfdruck: Trauerstimmung und kollektive Trance. Menschen, fragt man sich, wie es so weit hatte kommen können mit der Menschheit. Der eigentliche Moment des Verlustes, der vor allem die nächsten Angehörigen betreffen dürfte, tritt dabei völlig in den Hintergrund. Scherzkekse waren am vorvergangenen Wochenende in der Äußeren Neustadt und im Prießnitzgrund unterwegs und markierten die – zahlreich vorhandenen – Hundehaufen am Straßen- bzw. Wegesrand mit Miniaturausgaben der Flaggen der Länder dieser Erde. Einen praktischen Vorteil hatte das Ganze natürlich neben dem Unterhaltungsfaktor schon: Spaziergänger und Passanten wurden durch die bunten Fähnchen rechtzeitig vor der übelriechenden Gefahr gewarnt, auf die sie zusteuerten. Und ein in der Neustadt allgegenwärtiges Problem stach so noch einmal so richtig ins Auge.
Wenig Respekt hatten die Leute anscheinend vor der Festung Großbritanniens. Vernichtend geschlagen, ward der Union Jack in den Staub – oder besser den Hundekot – getreten. |
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