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Neustädter Hochhaus-Streit schlägt Wellen - und offenbart menschliche Abgründe.

Seit Wochen ist die Diskussion um die Sanierung und vor allem die Nutzung des seit 15 Jahren vor sich hinmodernden ehemaligen DVB-Hochhauses am Albertplatz neu entbrannt. Stein des Anstoßes sind Pläne der Architektin Regine Töberich, das Hochhaus-Areal mit einem Mischkonzept aus Wohn-, Geschäftshaus sowie Gastronomie neu zu gestalten.
In einer lebhaften Diskussion zum Thema im Neustadt-Ticker wurden denn auch schnell Zweifel am Töberich’schen Konzept laut:

Zu behaupten, dass ein Riesen-Einkaufszentrum nicht in Konkurrenz zu der kleinteiligen Händlerstruktur in der Neustadt stehen würde, ist ja schon ein wenig frech – und dieser Argumentation zu glauben, mehr als naiv. Die Rechnung ist ganz einfach: Kein großer Einkaufspark in der Neustadt = viele kaufen öfter in kleineren Läden. Großer Einkaufspark mit billigeren Lebensmitteln und größerem Sortiment = viele kaufen dort, die kleinen Läden haben das Nachsehen. Dass alle Leute bisher für ihren Wocheneinkauf immer in den Elbepark oder die Altstadt fahren, ist ja tendenziell Käse.

schrieb ein Diskutant mit dem Pseudonym “Information”.

In der Tat verweist Regine Töberich in ihren Plänen darauf, dass bei der Gestaltung der Händlerstruktur des neuen Einkaufstempels besonderes Augenmerk darauf gelegt werden soll, die kleinteilige, gewachsene Einzelhändlerstruktur der Neustadt nicht zu bedrohen. Und so sind denn laut Hochhaus-Blog auch primär die “üblichen Verdächtigen” vorgesehen: Ein Supermarkt, ein Drogeriemarkt, ein Fleischer, ein Bäcker und einige andere.

Ohne nun ein ausgesprochener Freund des Einkaufstempel-Konzeptes zu sein, nahm ich den oben genannten Einwand als Anlass zum Widerspruch, denn ich bin nicht der Ansicht, dass die vielen kleinen Schmuck-, Kleidungs-, Schuh- und Lebensmittelgeschäfte in der Neustadt nun durch einen weiteren Supermarkt, einen weiteren Bäcker und einen weiteren Fleischer zugrunde gehen werden. Gerade an Drogeriemärkten und Fleischern gibt es – wie ich finde – in der Neustadt einen ziemlichen Mangel. Ganze 6 Fleischereien sowie 2 Drogerien gibt es zwischen Loschwitz und Königsbrücker.
Zudem glaube ich nicht, dass Leute, die bislang zufrieden beim zwar etwas teuren, aber qualitativ hochwertigen Neustädter Einzelhandel kauften, statt etwa an den Fleischtheken in den Supermärkten, dies nun auf einmal nicht mehr tun, weil es einen weiteren Supermarkt gibt. Das widerspräche der Logik des Konsumverhaltens. Ebenso haben Leute, die sich den teuren Einzelhandel einfach nicht oder nur ganz selten leisten können, bislang wohl kaum nennenswert zum Kundenstamm der Einzelhändler gehört – können demzufolge von diesen auch nicht an ein Einkaufszentrum verloren werden:

Ich kann nur von mir selbst ausgehen. Ich studiere noch und habe nicht gerade viel Geld zum Leben. Ich schaue also schon, dass ich so gut es geht sparen kann. Und bei manchen Dingen – z.b. Tierfutter, Einrichtungsbedarf oder Kleidung – ist es mir einfach nicht möglich, im speziellen, aber teuren Neustädter Einzelhandel zu kaufen, zumindest ist das nicht die Regel.
Für solche Zwecke fahre ich momentan bis raus zum Elbepark einkaufen, lasse mein Geld also auch ohne Einkaufszentrum am Albertplatz nicht oder nur sehr begrenzt im Neustädter Einzelhandel.Nicht jeder kann sich den teuren Einzelhandel leisten, wer sich das aber leisten kann, der wird wohl kaum Individualität und Qualität gegen Billigware aus dem Kaufhaus eintauschen, nur weil da plötzlich ein neuer Einkaufstempel steht.

Bis hier hin handelte es sich um einen kontrovers geführten, aber dennoch regen und sachlichen Austausch von Argumenten und Standpunkten. Wie gesagt, ich persönlich fände eine ausgeprägte soziale Nutzung in Form einer Bibliothek, einer Kita, Gastronomie oder etwa einem Theater weitaus schöner, als einen weiteren Einkaufstempel, mein Einwand sollte also keine Parteinahme für den Töberich’schen Entwurf, sondern nur punktuelle Kritik darstellen.

Doch leider gibt es bei kontrovers geführten Diskussionen um verschiedene Nutzungskonzepte anscheinend auch immer jene, die über eine militant und unsachlich geführte Argumentationsweise nicht hinauskommen. So war der pure Verweis auf die Existenz von Menschen in diesem Viertel, die sich den teuren Einzelhandel nicht leisten können, Anlass für den Poster “Rudi”, mit an sozialdarwinistische Tendenzen der aktuellen Stunde grenzenden Einlässen zu glänzen:

Ist schon traurig, wie ignorant du hier gegenüber deinen Nachbarn argumentierst. Warum ziehst du nicht nach Mickten, wenn du so gern in den Elbepark gehst? Wärst du mal in einen kleinen Laden um die Ecke gegangen, hättest du übrigens gesehen, dass gerade die Leute mit dem kleinen Geldbeutel auf Geschäfte in unmittelbarer Nähe angewiesen sind, die brauchen keinen Elbe-oder Albertpark. [...] Es sollte eher um das generelle Einkaufskonzept in diesem Viertel gehen und da bin ich schon erschrocken, wenn Bewohner so ignorant mit dem Geschäft nebenan umgehen, nur weil sie denken, dass sie in irgendeiner Shoppingmall richtig sparen.

1. Gehe ich noch häufig genug in die “kleinen Läden um die Ecke” – etwa zum Wochenmarkt oder in die lokalen Gründzeug-Läden, oder einfach, weil ich es schön finde, mir all die tollen Sachen anzuschauen, auch, wenn ich sie nicht kaufen kann, mir zudem dort Ideen und Inspiration hole -, um zu wissen, dass gerade in den Schmuck-, Interieurs- und Kleinkunstläden vor allem Liebhaber des Besonderen mit entsprechendem Geldbeutel und Menschen mit offensichtlich nicht-Dresdner Wurzeln einkaufen, die sich am Rande der Neustadt niedergelassen haben.

2. Dürften ein Supermarkt, ein Fleischer und eine Drogerie (die ja für das Einkaufszentrum geplant sind) kaum in irgendeiner Weise Konkurrenz für oben genannte Art von Einzelhandel darstellen.

3. Hätte gewiss kein derartiger Protest stattgefunden, würden der Supermarkt, der Fleischer oder der Bäcker, statt in einem möglichen Albert-Park, an der Brache Bautzner-Prießnitzstraße, Ecke Lousie/Pulsnitzer oder in einem neu gebauten Pavillon auf dem Alaunplatz aufgemachen. Der Konkurrenzfaktor für den lokalen Einzelhandel wäre dann zwar noch derselbe gewesen, nur hätte in diesem Fall das Buzzword “Einkaufszentrum” niemanden zum erregten Protest anstacheln können.

4. Finde ich es schlichtweg inakzeptabel, dass jemand derart anmaßend Gericht über Leute hält, die sich – unabhängig von ihren Wünschen und Ansichten – den regelmäßigen Einkauf in solchen privaten Lädchen einfach nicht leisten KÖNNEN und daher auf preiswerte Discount-Nahversorger und preiswerten Großhandel schlicht und ergreifend angewiesen sind. Eine derartige Arroganz erinnert mich an den sozialdarwinistischen Duktus eines Guido Westerwelle, der anscheinend auf fruchtbareren Boden im Volke fällt, als diesem Land lieb sein kann.

Man kann hinsichtlich des besseren Nutzungskonzepts für das Hochhaus-Areal verschiedener Ansicht sein, man kann hinsichtlich persönlicher Prioritäten verschiedener Ansicht sein – gebe ich nun lieber mehr Geld für die Miete in der Neustadt aus und muss dann als Student eventuell verstärkt auf Discounter oder Großhandel zurückgreifen, oder ziehe ich nach Leuben und kann dann dafür den Leubener/Prohliser Einzelhandel regelmäßiger nutzen. Was aber gar nicht geht, ist sich zum Richter über Andersdenkde oder Unterprivilegierte aufzuschwingen, indem man anderen seine eigenen Ansichten und das eigene Lebensmodell überstülpt, ohne Rücksicht auf deren persönliche Möglichkeiten und finanzielle Situation zu nehmen.
Das ist ein negativer Individualismus, der zunehmend das soziale Gefüge und den verbindenden Kitt zwischen den so verschiedenen Menschengruppen hier in der Neustadt gefährdet, indem man den Stadtteil möglichst nur für Gleichgesinnte (und -gestellte?) reservieren möchte – bei Stefanolix auch “Stadtteil-Protektionismus” genannt.

Neustädter Gemüsehändler in der Kritik.

Anlass für diesen kleinen Beitrag war ein Erlebnis der weniger schönen Art heute Nachmittag beim Grünzeug-Shoppen. Zunächst steuerte ich – wie üblich – den Wochenmarkt auf dem Alaunplatz an, machte aber genervt wieder kehrt, als ich sah, dass der gesamte Marktplatz aufgrund des massiven Tauwetters einer Seenlandschaft glich und mein Stamm-Händler nicht da war. Wo also hin?

Ich stattete dem Asia-Gemüse-Blumen-Laden gleich gegenüber an der Haltestelle Alaunplatz, neben der Bäckerei Rissmann, einen Besuch ab. Die Tür stand offen, aber drinnen war es dunkel und muffig. Der vietnamesische Verkäufer schaute mich an, als wäre ich ein unerwarteter Gast, auf mein freundliches “Hallo” bekam ich keine Antwort. “Ok”, dachte ich, “schaust du dir das Grünzeug trotzdem mal an”, schießlich brauchte ich dringend Tomaten. Was hatten wir denn da: Verschrumpelte Paprika, ebensolche Cocktail-Tomaten, welke Kräuter, wabbelige Möhren. “Nee”, dachte ich angeekelt und wollte mich gerade dem Obst zuwenden, als mich der Verkäufer plötzlich in gebrochenem Deutsch unfreundlich von der Seite anfuhr:

“Sie jetzt gehen, ich zuschließen, weil Kind abholen”.

Es war wohlgemerkt nachmittags 15:30 Uhr, und laut Öffnungszeiten sollte der Laden bis abends geöffnet sein. Ich war einigermaßen baff, verließ mit einem zugegeben etwas zynischen “Ok, ok, ich geh ja schon” den Laden und machte mich auf den Weg zum nächsten Grünzeughändler.
Noch nie ist es mir passiert, dass ich derart unhöflich aus einem Geschäft hinauskomplimentiert worden bin. Auf zufriedene Kundschaft, die auch wiederkommt, scheint dieser Laden keinen Wert zu legen – kein Wunder, dass Obst und Gemüse dort im Regal vergammeln, statt gekauft und verzehrt zu werden. Von mir eine glatte 6 – nicht zu empfehlen.

Nächste Station war dann Schlüters Fruit-Shop und Käse-Eck auf der Rothenburger Straße 44. Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Zwar lagen auch hier die Preise für Tomaten utopisch hoch, aber zaubern können eben auch Schlüters nicht, denn momentan ist einfach mal keine Saison beim Paradiesapfel. Bei Schlüters fühlt man sich immer willkommen und wird freundlich bedient, egal, wie lange man überlegt. Man wird gut beraten, und ein kleines Pläuschchen übers Wetter, Saison-Gemüse und die Preise ist immer drin. Nachdem ich schon zu zweifeln begonnen hatte, überhaupt noch zu meinen Tomaten zu kommen, verließ ich Schlüters zufrieden und mit dem Reinfall beim Asia-Markt versöhnt. Schlüters verkörpern ein in der Neustadt fast einmaliges Mischkonzept aus Alimentari- und Feinkostladen mit erlesenen Käse- und Wurstprodukten aus aller Welt. Mutter und Sohn Schlüter sind dabei immer freundlich, mit ihrer Stammkundschaft verbindet sie eine familiäre Atmosphäre, kompetent wird über Herkunft und Herstellung der Produkte Auskunft gegeben. Einziger kleiner Kritikpunkt: Der Laden ist doch arg klein und die Produkte manchmal etwas unübersichtlich angeordnet. Von mir gibts hier die Note 1-.

Nun soll hier nicht der Eindruck entstehen, ich würde keine Asia-Gemüsehändler mögen. Im Gegenteil, bin ich beim Händler auf der Alaunstraße neben dem Konsum (nicht der schräg gegenüber) Stammgast. Die Behandlung ist auch hier zwar immer sehr unterkühlt, aber höflich, und Gemüse und Obst sind hier immer von einer geradezu erstaunlichen Frische, der Laden blitzt vor Sauberkeit. Auch die Vielfalt des Angebotes von Obst und Gemüse bis hin zu Eiern, exotisch-asiatischen Lebensmitteln und Getränken ist wahrhaft phänomenal. Zudem darf auch mal probiert werden (z.B. bei Wein oder Beeren). Abzug gibts für die oft sehr gelangweilt und abweisend wirkende Kassiererin sowie die doch im Vergleich recht hohen Preise. Note 2-.

Auch nicht von schlechten Eltern ist der Asia-Gemüsemarkt auf der Bautzner Straße gleich neben dem Bäcker Ecke Alaunstraße (Note 3+) bzw. jener neben der Apotheke Bautzner-/Ecke Löwenstraße (Note 2-). Beide haben ein vielfältiges Angebot, das meistens auch frisch ist. In letzterem Laden ist zudem die Bedienung sehr freundlich.

Weniger zu empfehlen ist hingegen der Asia-Gemüsemarkt schräg gegenüber dem Konsum auf der Alaunstraße (der mit den grellen Scheinwerfern abends). Das Angebot ist zwar auch hier meistens sehr vielfältig und auch frisch, aber wenn man probieren möchte, wird man unfreundlich angeblafft, und mit Ausreden ala “die Beeren sind abgezählt” wird sich die Kostprobe energisch verbeten. Auch sonst fühlt man sich nicht wirklich erwünscht in diesem Laden, der Umgangston ist meist sehr unterkühlt und abweisend. Daher Note 4 und lieber bei der Konkurrenz vorbeischauen.

Weitere Gemüse-Händler in der Kurzeinschätzung:

Asia-Markt Lousienstraße Höhe Martin-Luther-Straße: sehr freundliche Bedienung, Obst und Gemüse vom Frischegrad gut, Lebensmittelabteilung mit utopischen Preisen – Note 3+.

Asia-Markt Louisenstraße/Ecke Alaunstraße: Lethargisches Personal, Obst und Gemüse vom Frischegrad meistens befriedigend bis ausreichend, Ambiente eher ungepflegt – Note 4-.

Asia-Markt Alaunstraße (kurz vor der Einmündung Bautzner Straße, linke Straßenseite): Personal befriedigend, Zustand der Waren (Grünzeug) meistens ungenügend, Ambiente eher ungepflegt und unhygienisch – Note 5.

Dresden am 13. Februar, Randnotizen.

Trotz fiebriger Erkältung habe ich mich für geschätzte 2 Stunden nach draußen begeben, um das Antlitz meiner Stadt an diesem geschichtsträchtigen Tag einzufangen.

… und da könnt ihr uns getrost glauben, das, was wir hier sagen, ist alles überprüft und somit wahr! Also glaubt nicht, wenn ihr was anderes hört, ok?

So begrüßte mich sinngemäß ein Sprecher auf der kleinen Bühne bei der Gegendemonstration des Aktionsbündnisses “Dresden Nazifrei” am Albertplatz gegen 12:30 Uhr. Das, zusammen mit den zahlreich anwesenden schwarz gekleideten, sonnenbebrillten Kapuzinierten sowie ebenso zahlreich geschwenkten MLPD-Fahnen der Stalinisten, verursachte mir doch ein etwas mulmiges Gefühl.


Die Neustadt ist abgeriegelt.
Die bis zu 5 gleichzeitig über dem Albertplatz im Tiefflug kreisenden Polizeihubschrauber ließen beinahe täuschend echte “Bomben-Stimmung” aufkommen.


Stilles Gedenken an den geschlossenen Pforten der Dreikönigskirche.

Kein Bock auf Kritik - update: Flower Power Dresden ist dicht!

Das Flower Power Dresden war dereinst in meinen jungen, wilden Jahren ein wahres Mekka für all jene, denen Vielseitigkeit, Toleranz, Multikulturalität sowie ein alternatives und familiäres Ambiente, umrahmt von fliegenden Kühen und lächerlich großen Papp-Blumen, am Herzen lag.
So habe ich das Flower in Erinnerung: offenherzig und kitschig, klein und gemütlich, exhaltiert und provokant, musikalisch die ganze Bandbreite alternativer Musik sowohl der 50er, 60er, 70er als auch der 80er und 90er Jahre anbietend.
Die DJs hatten noch keine Vorgaben hinsichtlich der aufzulegenden Musik seitens des Eigentümers und spielten alles, was ihnen so gefiel. Als Stammgast mit Draht zum DJ durfte man schon mal eigene Scheiben mitbringen, von denen dann mal auf Wunsch ein Song gespielt wurde. Die legendären Zettelblöcke für die Song-Wunschlisten lagen immer über das ganze DJ-Pult verstreut.
Mit Schlaghosen und Filzjacke war man ebenso akzeptiert wie in Lack und Leder, auf dem Ledersofa neben der hinteren Bar tanzte immer der Opa im Stringtanga, und auf der durchgesessenen Couch an der Tanzfläche liebten sich Pärchen ganz ungeniert in aller Öffentlichkeit – ohne, dass das irgendwen irgendwie sonderlich gekümmert hätte.

Das war 1999, wohl auch noch 2000 und 2001 – bis der Eigentümer wechselte, umbaute und im ehemaligen “Diebels” das “Nubeatzz” unterbrachte, das von nun an direkt mit dem Flower Power verbunden war. Im Nubeatzz wurde nun verstärkt Wert auf Mainstream und Chartsmusic gesetzt, was zunehmend die Fun-Lollipop- und DaFa-Klientel anlockte – junge, overdressedte, viel zu stark gebräunte junge Menschen in zunehmend glitzernder und viel zu knapper Kleidung stürmten nun auch das Flower, tranken viel zu viel und machten ständig Ärger. Schlägereien auf der Tanzfläche nahmen zu, und als Goth- oder Metal-Freak musste man sich von aufgetakelten Schicksen im Glitzer-Mini sagen lassen, wie scheiße man rumlief.
Als eine der Letzten “von früher” hielt ich noch ein paar Jährchen tapfer durch und besuchte meine Stammkneipe hin und wieder, bis ich – es muss so gegen 2004 gewesen sein – ihr entgültig und schweren Herzens den Rücken kehrte, als meine Freundin beim Tanzen von einer volltrunkenen Magda einen 1 cm langen künstlichen Fingernagel mit Wucht in die Nase geschoben bekam und auch noch gewürgt wurde, als sie sich darüber mit blutender Nase beschweren wollte.

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Uptdate: Wie von der Homepage des Flower Power zu erfahren ist, hat das Flower Power Dresden seit gestern komplett geschlossen! Von einem Umzug in eine andere Location, der gerüchteweise die Runde machte, war zunächst nichts zu erfahren, vielmehr deutet die Wortwahl (“goodbye Dresden”) eher auf einen dauerhaften Rückzug aus Dresden hin.
Sollte dem so sein, ginge eine fast 12-jährige Ära zu Ende – auf ziemlich unrühmliche Weise. Es bleibt abzuwarten, ob es irgendwann ein neues “Flower” in Dresden geben wird.
So schnell kann jedenfalls aus einer Kritik, die der obige Artikel eigentlich sein sollte, ein Nachruf werden.

Und weil’s so schön ist…

Endlich mal wieder ein richtig winterlicher Winter, der seinen Namen auch verdient. Ich bin ja sonst nicht gerade ein Fan der dunklen Jahreszeit – es sei denn, es gibt möglichst viel Schnee, das macht die frühe Dunkelheit und auch so manchen grauen Tag um so viel erträglicher. Der Spaziergang durch den tiefverschneiten Rosengarten bei klirrender Kälte und starkem Schneetreiben war daher ein absoluter Genuss.

Auch Statuen frieren bei solch einem Wetter schon mal. Besorgte Spaziergänger haben daher vorsorglich eine Mütze spendiert, damit sich die Gute nicht erkältet.

Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz… Rote Beeren machen sich im Schnee immer hervorragend. Geknipst an einem Grundstück im Preußischen Viertel, dem man bei Wetter wie dem aktuellen unbedingt mal einen Besuch abstatten sollte.

Waldschlösschenbrücke: Verkehrte Welt für Brückengegner.

Entgegen allen Befürchtungen und dem gebetsmühlenartigen Drohszenario der organisierten sowie der latenten Brückengegnerschaft sind die Tourismuszahlen für Dresden im Jahr eins der Aberkennung des UNESCO-Weltkulturerbe-Titels nicht gesunken, sondern – im Gegenteil – erstmals seit 2006 und trotz Wirtschaftskrise wieder gestiegen, im Oktober etwa um knapp 8% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Aber auch auf das gesamte Jahr 2009 bezogen, sind die Touristenzahlen für Dresden und auch andere Teile Sachsens wieder gestiegen. Eine entsprechende Meldung findet sich auch in der Sächsischen Zeitung von heute.

Und diese Entwicklung spiegelt meines Erachtens nach hauptsächlich eines wider: nämlich die gesunde Unbedarftheit und den unvorbelasteten Blick Auswärtiger, die nicht den ideologischen Schlagabtausch sehen, der die Bewohner dieser schönen Stadt spaltet, sondern einfach nur die schöne Stadt als solche, die trotz vorübergehenden Baulärms und Chaos’ um die Brückenbaustelle herum doch insgesamt nicht weniger schön und sehenswert geworden ist.

waldschloesschenbruecke

Ich habe eine solche Entwicklung erhofft und insgeheim auch ziemlich selbstbewusst kommen sehen. Leute kommen nicht wegen eines Titels, sondern sie kommen wegen der Sehenswürdigkeiten, des kulturellen Angebots und besonderen Erholungsmöglichkeiten. All das ist und war schon immer im “Florenz des Nordens” in besonderem Maße gegeben, auch vor der Verleihung eines Welterbetitels schon, und das wird auch mit einer weiteren Brücke und nach Aberkennung des Titels so bleiben. Die neuesten Zahlen sprechen dahingehend ja erstmals eine deutliche Sprache, die auch die Brückengegner, die bislang gerne auch mit touristischen Argumenten diskutierten, anerkennen müssen.

Machte sich besonders im 1. Halbjahr 2009 noch die Wirtschaftskrise in Form leicht sinkender Übernachtungen für Dresden bemerkbar, kann gerade das 2. Halbjahr, also jene Zeit nach Aberkennung des Titels, als Erfolgsgarant gewertet werden.
Unterm Strich stellt man fest, dass das Tourismus-Argument letztendlich nicht mehr als ein “hohler Vogel” war, ein Pseudo-Argument, das zunächst gut Wirkung zeigt, weil es scheinbar am Geldbeutel und an der Existenz vieler Menschen rührt und Ängste schürt, die sich wiederum gut für die eigenen Überzeugungen einspannen lassen.
Erstaunlich, wie gerade Grüne, Ökos und Linke in eine Politik der Panikmache verfallen, die man sonst eigentlich von Falken und Haien kennt.

Starkes Viertel.

Für Neustadt-Veteranen und -Liebhaber ist die diesjährige Vorweihnachtszeit bislang ein wahres Schlaraffenland der Emotionen, Erinnerungen und Bilder. Eigentlich läutete ja bereits Andreas Hüttners Hommage an 20 Jahre Neustadt nach der Wende unter dem Namen “Von Hunden und Menschen”, die Anfang November im Projekttheater Premiere hatte, den nostalgischen Neustadt-Reigen ein und rührte das Publikum mit selbstironischer, kritischer und humoresquer Aufmachung bisweilen zu Tränen und Hustenanfällen (vor Lachen!), aber auch des Häufigeren zu Deja-vu-Momenten und bittersüßer Nachdenklichkeit.

Am 1. Dezember dann ging die Scheune anlässlich des Kurzfilmabends “Bonjour Tristesse” mit 7 Kurzfilmen über die Neustadt vor der Wende förmlich zu Boden unter dem Andrang Anschauungswütiger, sodass nun sogar anscheinend ein Wiederholungstermin für Januar geplant ist.

Doch damit ist längst nicht Schluss. Seit Kurzem hat Fotograf und Neustädter Urgewächs Günter Starke einen Kalender für das Jahr 2010 herausgebracht, der ausschließlich Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Neustadt-Szenarien aus der Zeit von 1979 bis 1989 zeigt.
“Starkes Viertel” lautet der Titel, und Starke bietet wahrhaftig tiefe Einblicke in den nicht immer rosigen Alltag seines Viertels – meines Viertels, und in vielen Fällen sicherlich auch eures. Neustädter Unikate wie Zigarren-Barth oder die Geschwister Ludwig vom Eisen-Feustel fehlen genauso wenig wie Aufnahmen längst verschwundener Geschäfte und des Verfalls von Häusern und Höfen.

copyright Günter Starke aus: "Starkes Viertel"

Persönlich am meisten verbunden fühlte ich mich mit diesem Foto:

copyright Günter Starke, aus: "Starkes Viertel"

Ganz einfach deshalb, weil ich eines dieser Kinder hätte sein können – die Teppich- und Wäschestangen als Klettergerüst, heruntergekommene Hinterhöfe als Abenteuerspielplatz, so war es damals tatsächlich.

Das Bild von der alten “Frau Sch.” schließlich erinnert mich an die Wohnung meiner eigenen Großmutter seinerzeit in der Sebnitzer Str. 11, direkt unterm Dach. Ihre Wohnzimmerwände schauten noch ein klein wenig schwärzlicher aus, aber die Dachschrägen, aus denen schon die Dämmung quoll, waren auch dort ein allgegenwärtiges Bild.

copyright Günter Starke, aus: "Starkes Viertel"

Damals war das Normalzustand für Neustadtbewohner. Heute denkt man: Eine Schande, dass solch liebe, gebrechliche alte Leutchen derart hatten hausen müssen.

Es ist faszinierend, zu erleben, wie Starkes Fotos aus einer längst vergangenen Zeit einem halb Vergessenes wieder ins Gedächtnis rufen. Sie tun das besonders, weil sie die Dinge ungeschönt und unbearbeitet zeigen, wie sie waren. Für jeden Neustadt-Veteranen und auch für historisch interessierte Neustädter des Heute und Jetzt ist dieser Kalender quasi ein Muss.
Für 14,80 € ist er im Fotoatelier Günter Starkes in der Louisenstraße 6 sowie im ausgewählten Buchhandel (z.B. Thalia Rothenburger-/Ecke Bautzner Str.) erhältlich.

Alle Fotos copyright Günter Starke, entnommen aus: “Starkes Viertel”.

Waldschlößchenbrücke nimmt langsam Form an.

Kaum ein Bauwerk hat wohl in den letzten 100 Jahren in Deutschland ähnliche Kontroversen ausgelöst. 2005 per Bürgerentscheid von einer Mehrheit der Dresdner gewollt und dennoch von vielen verachtet: die Dresdner Waldschlößchenbrücke.
Vor einigen Tagen habe ich der Brückenbaustelle am Käthe-Kollwitz-Ufer einen Besuch abgestattet. Unser kleines Monstrum nimmt so langsam Form an, sogar an den Bögen wird bereits gearbeitet. Auf über 100 Metern Länge liegt der Brückenkörper, der einmal die Fahrbahn tragen wird, schon halbfertig parat und wartet darauf, endlich über den Fluss gespannt zu werden.

Waldschlösschenbrücke Baustelle

Von der UNESCO 2009 als “den Landschaftsraum zerstörend” abqualifiziert, gilt sie seither als das Corpus Delicti, das Dresden den Weltkulturerbe-Titel kostete.

Allein, es fällt schwer, den ganzen Aufruhr zu verstehen. Des Öfteren habe ich mich schon gefragt, wo all jene eigentlich am 27.02.2005 waren, die im Zuge des Streits um den Welterbetitel plötzlich gegen die Brücke Sturm liefen. An jenem Tage waren alle Dresdner aufgefordert, demokratisch darüber zu entscheiden, ob sie an vorgeschlagener Stelle eine neue Elbquerung wollen oder nicht. Mehr als 2/3 aller Teilnehmenden votierten seinerzeit für die Brücke, nur 32% dagegen.
Auch damals war allen bekannt, die willens waren, sich zu informieren, wo die Brücke stehen soll, wie sie in etwa aussehen wird und dass sie punktuell Elbwiesen und Elbe überspannen wird. Und jedem, auch jenen, die keine Brücke wollten, stand am 27.02.2005 das demokratische Bürgerrecht zu, für oder gegen den Bau der Brücke zu votieren.

Ich habe daher in den letzten Jahren zwar nachvollziehen können, dass die Gegner des Brückenbaus ihrem Unmut Luft machten und gegen den Bau protestierten. Was für mich nicht nachvollziehbar ist, ist allerdings, dass im Nachhinein vielfältig versucht wurde, die rechtliche Legitimation des Brückenbaus auf Basis des Bürgerentscheides in Zweifel zu ziehen, bisweilen von einer “Diktatur des Durchschnitts” zu sprechen und sogar die demokratischen Entscheidungsfindungs-Prozedere insgesamt infrage zu stellen.

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Tatsache ist mithin, dass der Widerstand gegen die Brücke ab just dem Moment anschwoll, als das UNESCO Welterbe-Komitee beschloss, dass das Bauvorhaben mit dem erst 2004 verliehenen Welterbetitel unvereinbar sei.
Das warf und wirft bei vielen die Frage auf: Warum verlieh man Dresden dann 2004 den Titel überhaupt? Die Baupläne für die Waldschlößchenbrücke existieren seit den 90er-Jahren und waren somit auch der UNESCO bekannt. Angesichts der Begründung der UNESCO zur Aberkennung des Titels können Details in der Planung, wie etwa Form und Breite der Brücke, kaum eine Rolle gespielt haben, denn die UNESCO bemängelte seinerzeit ein “Zerschneiden des Elbtals” – diese Wirkung hätte allerdings wohl jede Brücke jeglicher Form und Größe an dieser und auch an jeder anderen Stelle zwischen Blauem Wunder und Albertbrücke gehabt, Gerüchte über eingereichte Pläne mit falsch eingezeichnetem Standort hin oder her.
Es bleibt also die Frage, weshalb die UNESCO den Welterbetitel überhaupt verlieh, obwohl die Brückenpläne längst bekannt waren.

Ganz unverständlich ist dann schließlich, dass eine internationale Organisation von Weltrang wie die UNESCO, die sich den Schutz von Natur- und Kulturräumen auf die Fahnen geschrieben hat, offen die Zerstörung unterirdischer Lebenräume wie etwa das Erdreich zugunsten unverbauter oberirdischer Panorama-Perspektiven propagiert.
Der Welterbetitel ging verloren, weil die UNESCO – ebenso wie viele der organisierten Brückengegner wie etwa die Grüne Liga – den Bau eines Tunnels forderte, die Stadt dem aber nicht Folge leistete und stattdessen die Brücke weiterbaute.
Ein Tunnel, so die Brückengegner, würde den schönen Blick von den Elbhängen ins Elbtal und auf die Innenstadt-Kulisse unverbaut lassen, die Brücke hingegen genau diesen zerstören und das Elbtal “zerschneiden”. Darüber, dass ein Tunnelbau massive Eingriffe in das Erdreich und damit verbunden erhebliche Gefahren für diesen Lebensraum mit sich gebracht hätte, schwiegen sowohl die Brückengegner als auch die UNESCO.
Regenwurm & Co. haben anscheinend gegenüber dem gutverkäuflichen Romantikblick auf die barocke Altstadtkulisse keine große Lobby.

Dass auch die Welterbe-Debatte ab ca. 2006 nur wenig Einfluss auf die grundsätzliche mehrheitliche Befürwortung der Brücke in Dresden hatte, zeigte eine Umfrage kurz vor der Entscheidung der UNESCO im Juni 2009. Dieser zufolge sahen knapp 60% der Dresdner den Welterbetitel nicht als “unentbehrlich” an.

Wie dem auch sei, der Titel ist nun futsch, die Brücke wird gebaut und wächst und gedeiht. Vielleicht wird sie den Blick auf die Altstadt teilweise verstellen, vielleicht wird sie auch erhöhtes Verkehrsaufkommen in Gegenden bedeuten, die bisher in friedlicher Ruhe lagen. Doch ohne Zweifel wird sie auch Entlastung und kürzere Wege bedeuten, sie schont das Erdreich und seine Bewohner, sie verbindet die Menschen auf beiden Seiten des Flusses und markiert einen zeitgenössischen Beitrag zur Stadtarchitektur. Für mich ist die Brücke in jedem Fall ein Gewinn, sowohl aus architektonischer als auch umwelttechnischer Sicht (kürzere Wege = weniger Schadstoffausstoß).

Meine Stimme hat sie jedenfalls.

Anti-Tretminen-Kampf in der Neustadt zur internationalen Sache erklärt.

Scherzkekse waren am vorvergangenen Wochenende in der Äußeren Neustadt und im Prießnitzgrund unterwegs und markierten die – zahlreich vorhandenen – Hundehaufen am Straßen- bzw. Wegesrand mit Miniaturausgaben der Flaggen der Länder dieser Erde.

Einen praktischen Vorteil hatte das Ganze natürlich neben dem Unterhaltungsfaktor schon: Spaziergänger und Passanten wurden durch die bunten Fähnchen rechtzeitig vor der übelriechenden Gefahr gewarnt, auf die sie zusteuerten. Und ein in der Neustadt allgegenwärtiges Problem stach so noch einmal so richtig ins Auge.

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Wenig Respekt hatten die Leute anscheinend vor der Festung Großbritanniens. Vernichtend geschlagen, ward der Union Jack in den Staub – oder besser den Hundekot – getreten.

Kitas? Ja bitte! Aber auf Kosten von Grünflächen?

Als Bewohnerin der Dresdner Neustadt kenne ich eigentlich genau 3 Dinge, die an diesem herrlich alternativen Fleckchen Erde Mangelware sind:

Kitas
Grünflächen
Spiel-/Freizeitmöglichkeiten für Groß und Klein

Im Fahrwasser der am 07. Juni stattgefundenen Stadtratswahl war die Schaffung neuer Kita-Plätze in der Dresdner Neustadt praktisch unisono von allen Parteien und Wählerbündnissen zu Punkt 1 der Wahlkampf-Tagesordnung erhoben worden. Grundsätzlich eine gute Sache, denn die Neustadt ist das wohl am stärksten expandierende Stadtviertel Dresdens, mit positiver Wachstumsrate  (ca. 300 Geburten pro Jahr sowie ein Wanderungsgewinn von 200  Einwohnern pro Jahr nach Abzug der Wegzüge) und dem niedrigsten Altersdurchschnitt (31,7 Jahre). Es steht also außer Frage, dass Kita-Plätze dringend benötigt werden.
Daher habe ich es grundsätzlich positiv aufgenommen, dass unmittelbar nach der Wahl auch sogleich mit der Umsetzung der Wahlversprechen in Form einer neuen Kita begonnen wird. Ein echter Wermutstropfen ist jedoch der Standort, der dafür ausgesucht wurde. Die neue Kita soll auf dem östlichen Sektor des Alaunplatzes, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den beiden bereits existenten Kitas “Eichhörnchennest” und “Alaunkids” entstehen, wobei wohl eine der beiden Kitas dadurch aufgegeben werden soll.  Das bedeutet nicht nur eine regelrechte Kumulation von Kitas um den Alaunplatz, denn da befinden sich auch die Kitas “Knirpse” am Bischofsweg sowie die heilpädagogische Kita “Regenbogen” (auch Bischofsweg), sondern auch den Verlust eines weiteren, ohnehin so rar gesäten Fleckchens Grün für die Neustädter Bürger. Statt also den Bedarf an Freizeitflächen mit dem an neuen Kita-Plätzen irgendwie in Einklang zu bringen, wird hier das eine zu Lasten des anderen geschaffen.

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Ich erinnere mich, wie ich als kleiner Knirps mit Mutter und Schwester oft an der großen alten Birke auf jenem Stückchen Rasen spielte. Das Besondere an ihr war immer der ab Boden dreigeteilte Stamm, man konnte sich regelrecht hineinstellen in den Baum. Wenn es geregnet hatte, sammelte sich das Wasser in der Mulde in der Mitte. Mit meinen eigenen Kindern werde ich irgendwann also definitiv nicht dort sitzen, und spielen werden sie dort nur, wenn ich für sie einen Platz in der Kita ergattern kann.