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Frustige Weihnachten für freenet-Kunden.

Als freenet-Kunde traf mich – wie vermutlich auch viele andere freenetter – zu Beginn des Monats eine Nachricht wie aus heiterem Himmel:
freenet geht in der 1&1 Internet AG auf, und ich war somit ab
1. Dezember nicht mehr freenet-, sondern 1&1-Kunde. Zack. Einfach so, ohne dass ich vorab informiert und um meine Zustimmung zu Anbieterwechsel und Datenweitergabe gebeten worden wäre.

Dazu muss erwähnt werden, dass ich vor einigen Jahren schon einmal 1&1-Kunde war – und nach nicht einmal einem Jahr entnervt vorzeitig gekündigt hatte, weil unsinnige Sondergebühren erhoben worden waren und der Kundenservice schon chronisch nicht erreichbar oder aber nicht sonderlich hilfreich war.
Nie wieder, so hatte ich mir damals geschworen, würde ich zu diesem Anbieter wechseln.
Denkste, Puppe! 1&1 hat sich sozusagen durch die Hintertür reingeschlichen und pocht jetzt auf Vertragserfüllung.

Der Hammer dabei ist ja: 1&1 pocht also auf Vertragserfüllung, andersrum hingegen kann überhaupt keine Rede mehr von den gewohnten Service-Qualitäten von freenet sein, die mir dort vertraglich zugesichert waren.
Der Kundenservice bei 1&1 ist schon seit Tagen nicht erreichbar, ich hing schon x-mal bis zu 20 Minuten in Warteschleifen, die automatische Anrufannahme schafft es nicht einmal, die über Telefon-Tastatur eingegebene Kundennummer korrekt zu erfassen – und das alles, um einen simplen Tarifwechsel in Auftrag zu geben.
:evil:

Bei 1&1 hat sich also trotz des neuerdings aufgrund der notorisch hohen Kundenunzufriedenheit eingeführten Postens eines “Leiters Kundenzufriedenheit” nichts an den unmöglichen Service-Bedingungen geändert.

Für mich schlichtweg ein Skandal, dass Leute, die mit einem Unternehmen ihrer freien Wahl einen Versorgungsvertrag abgeschlossen haben, gezwungen werden sollen, Servicestrukturen eines Konkurrenzanbieters zu akzeptieren (Rechtsnachfolge hin oder her), die unter alle Würde sind und die sie aus freien Stücken niemals gewählt hätten, zumal 1&1 diesbezüglich ja bereits ein mehr als desolater Ruf vorauseilte. Von freier Anbieterwahl kann da eigentlich keine Rede mehr sein.
Toll habt’s das hingekriegt, liebe freenet-Leute. :roll: