Momentan rüste ich ja mein “Büro” von einem 8 Jahre alten Tower auf Notebook um – Platz und Strom sparender, handlicher, geräuschärmer usw. Habe, denke ich, auch einen ganz guten Kauf getätigt und soweit das neue Acer-Teilchen auch schon mit der nötigen Software ausgestattet, um Fotos laden, bearbeiten, drucken, scannen und alles tun zu können, was man sonst am PC so tut. Mit dem Notebook bin ich bislang ja hoch zufrieden und staune nicht schlecht, dass ich das alles bislang als absolute PC-null ganz ohne Hilfe gepackt bekommen habe. Auch wenn ich sagen muss, dass Windows 7 doch ganz schön gewöhnungsbedürftig ist nach XP.
Aber wie es ja kommen musste, ist es nun ausgerechnet mein alter PC, der Probleme macht und mir gründlich den Spaß an der neuen Technik vermiest.
Denn, seit ich den DSL-Router vom alten Tower ab- und am Notebook angekabelt, dasselbe mit dem Drucker gemacht sowie Tastatur und Maus (keine optische) zwischenzeitlich auch vom alten Teil abgekoppelt, dann aber noch mal rangesteckt hatte, funktieren Maus und Tastatur am alten Rechner nicht mehr – und ich kriege meine Daten nicht auf Disc und somit auch nicht auf den neuen Rechner
Ich begreif einfach nicht, wo das Problem liegt – Maus und Keyboard gingen doch vorher auch, die Treiber müssten doch also noch auf dem Rechner sein. Nur, weil ich beides mal kurz abgekoppelt hatte, kann doch nicht auf einmal alles tot sein. Das Blöde ist, dass man ohne funktionsfähige Tastatur nichtmal in den zuletzt als funktionierend bekannten Modus wechseln kann. Mit meinem laienhaften Latein in Sachen Computer bin ich hier momentan so ziemlich in einer Sackgasse gelandet. Weiß vielleicht irgendeiner meiner besser geschulten Blogger-Kollegen vielleicht Rat? Freue mich über jeden Tipp.
So. 3 Wochen später und 2 Augenring-Nuancen tiefblauer ist es vorerst einmal vollbracht. Die Semesterarbeit zum Modul “Demokratie und Regieren im Vergleich” ist tatsächlich noch fertig geworden – gestern.
Selbstgewähltes Thema:
Untersuchung der Bedeutung von Säkularisierungsprozessen in Politik und Gesellschaft für eine erfolgreiche Etablierung und Konsolidierung von Demokratie am Beispiel Israels und des Libanon.
17 1/2 Seiten sind es geworden. Wie ich finde, eine ziemlich ausführliche Abhandlung zum Thema, allerdings bin ich in Sachen Methodik mehr als unzufrieden mit dem Ergebnis, leider. Die Zeit war einfach zu knapp, um auch noch plausibel und akkurat zu operationalisieren und die Untersuchungskriterien klarer zu definieren
Lässt sich jetzt aber leider nicht mehr ändern, das Pamphlet geht nachher in die Post. Nur noch mal schnell die Quellenverweise durchgeschaut, auf Rechtschreibung geprüft, das Literaturverzeichnis vervollständigt und dann… drückt die Daumen, dass es reicht. Irgendwie wär’s fast besser, wenn’s schief ginge, dann könnt ich die Arbeit nächstes Semester noch mal schreiben – und dieses Mal mit der vollen Bearbeitungszeit von 6, statt wie diesmal mit nur 31/2 Wochen. Da käm mit Sicherheit was Handfesteres bei raus.
Wie dem auch sei, interessant war das Thema auf jeden Fall – und gerade über den Libanon hab ich jede Menge gelernt – ein seltsames Land.
So. Nachdem mich 2 nette Blogger-KollegInnen ermuntert haben, zum Prozess des Schreibens meiner Semesterarbeit zu bloggen, hab ich mir gedacht: Warum nicht?
Nachdem ich heute bei brütender Hitze den ganzen Tag, mal auf dem Balkon, mal im etwas kühleren Arbeitszimmer, an meiner Arbeit gesessen habe, habe ich zumindest mal eine klarerer Vorstellung davon bekommen, wie so eine Arbeit überhaupt in Sachen Struktur und Vorgehensweise aussehen soll.
Zumindest steht schonmal ein äußeres Gerüst aus:
Einleitung (Erkenntnisinteresse, Hypothese, Methodische Verortung)
1 Begriffsdefinition (Arbeitsdefinitionen für die Schlüsselbegriffe)
2 Erläuterung der beiden zu vergleichenden Fälle (2.1 + 2.2)
3 Analyse
4 Fazit und
5 Bedeutung des Ergebnisses für die politikwissenschaftliche Forschung
Tja – fehlt noch Inhalt, der das Ganze zum Leben erweckt. Hinsichtlich einer Themenwahl bzw. einer Forschungsfrage habe ich mich momentan vorsichtig mit Folgendem angefreundet:
Welche Bedeutung hat der Faktor der Säkularisierung der Gesellschaften im Hinblick auf einen erfolgreichen Demokratisierungsprozess?
Hypothese könnte dann lauten: Je strikter die Trennung zwischen Kirche und Staat, desto größer die Chance einer erfolgreichen Demokratisierung.
Es müssten jetzt also noch 2 Fallbeispiele gewählt werden, an denen man ergebnisorientiert und vergleichend ermitteln könnte.
Es ist zu allererst einmal ein Thema, das mich sehr interessiert. Ich habe keine Ahnung, ob sich Forschungsthema und Hypothese wirklich eignen, eine erfolgreiche Forschungsarbeit abzuliefern. Ich werde wohl mal meinen Modulbetreuer diesbezüglich befragen.
Und was meint meine geneigte Leserschaft dazu?
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