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43.

Wie ich der Tagespresse entnehmen konnte, hat sich die Zahl der im Afghanistan-Einsatz der NATO getöteten deutschen Soldaten soeben auf 43 erhöht. Die 4 Soldaten kamen offenbar bei einem Panzerfaust-Angriff der Taliban nahe Kundus ums Leben. Nach Aussagen von Verteidigungsminister zu Guttenberg wurden zudem 5-6 weitere Soldaten zum Teil schwerst verwundet. Damit ist 2010 mit bislang 7 Toten schon jetzt das für die Bundeswehr tödlichste Jahr seit Beginn des Einsatzes.
Nicht zu vergessen: Auch Zivilisten und Presseleute deutscher Herkunft sind während des Krieges in Afghanistan bereits ums Leben gekommen.

Wenn das so weitergeht, enden wir irgendwann auch im 3- oder 4-stelligen Verlustbereich. Wann wachen wir auf?

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Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Heute vor genau 65 Jahren, am 27.01.1945, endete im polnischen Auschwitz-Birkenau eines der schwärzesten, traurigsten Kapitel der neueren Menschheitsgeschichte.
Als die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der 1. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin an besagtem Datum durch das Tor mit dem zynischen Schriftzug “Arbeit macht frei!” zog, fand sie ein weitgehend geräumtes Lager, aber in unzähligen teils unzumutbaren Verstecken insgesamt auch noch über 7500 Überlebende des Grauens vor. Hunderte von Leichen, die in der Hast nicht mehr verscharrt hatten werden können, sowie Millionen Kleidungs-, Gepäck- und Schmuckstücke legten Zeugnis über das ganze Ausmaß des Schreckens ab.
Tausende Menschen waren eiligst zusammengetrieben und aus dem Lager “evakuiert” worden – was nichts anderes bedeutete, als dass die Mehrzahl dieser Menschen auf den Todesmärschen durch den harten polnischen Winter ins Nirgendwo umkam.
Das Lager steht bis heute symbolisch für das beispiellose, sinnlose Morden aus faschistoider, rassistischer Überzeugung unter dem Nationalsozialismus, insgesamt mehr als 1,5 Millionen Menschen lebten und starben dort unter unmenschlichsten Bedingungen – ein ganzes Feld voller Gräber ohne Namen.

Heute, 65 Jahre danach, ist Auschwitz-Birkenau Museum, Mahnmal und UNESCO-Welterbe, und selbst im tiefsten Winter, der den Ort noch unwirtlicher und feindseliger erscheinen lässt, stapfen Menschen durch zentimeterhohen Schnee über das Gelände, zünden Kerzen an und schweigen betroffen.

Aber Auschwitz steht auch für etwas, dessen Menschen grundsätzlich fähig sind: Durchorganisierte Grausamkeit zur Durchsetzung politischer und zumeist auch ideologisch motivierter Ziele. Es ist nicht die Grausamkeit, die Auschwitz zu einer einzigartigen Erscheinung machte, sondern vielmehr die schier beispiellose industrielle Durchführung eines sorgsam ausgeheckten Planes.
Ausschließlich vom Kriterium der Grausamkeit ausgehend, das causal für die zielgerichtete Ermordung von Menschen ist, steht man vor der Erkenntnis, dass es nicht aufgehört hat, dass nichts aus Auschwitz gelernt wurde, so wie die Protagonisten von Auschwitz aus den Gräueln der vorangegangenen Kriege und Konflikte nicht zu lernen vermochten bzw. nichts lernen wollten. Und so steht man angesichts einer neuen Ära der Kriege, der organisierten und geschürten Konflikte, der Völker- und Massenmorde überall in der Welt mit gesenktem Haupt und voller Scham an den Ruhestätten der Opfer, die anscheinend umsonst gelitten haben.

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